MISTER MISERY, AERANEA Hamburg headCRASH 13.02.2020

Die Band Mister Misery wurde 2018 in Schweden gegründet und hat im vergangenen Oktober das Debutalbum ‚Unalive‘ veröffentlicht. Die gleichnamige Tour führt sie durch 14 Städte in Europa.

Ihre extravaganten und teilweise chaotischen Liveshows erinnern etwas an die Top Bands der 80er Jahre aus der Metalszene. Bei den fünf Konzerte in Deutschland ist die Band Aeranea mit dabei.

Aeranea

Um 20 Uhr begann der Konzertabend mit der deutschen Metalband Aeranea – und man muss sagen, die starke Band und die starke Stimme von Sängerin Lilly wird man so schnell nicht wieder vergessen.
Es gab viel Applaus im HeadCRASH. Die Fans in den vorderen Reihen headbangten sogar zum flotten, kräftigen Sound. Aeranea hatten auch den Song ‚Any Other Way‘ mit dabei, zu dem sie vor über vier Jahren einen Videoclip gedreht haben. Die sieben Songs knallten den Zuhörern nur so um die Ohren und man merkte kaum, wie schnell die halbe Stunde vergangen war.
Beim letzten Song ‚Nothing Left‘ schallte dann ein gemeinsames ‚Hey Hey Hey‘ durch den Club.
Das war ein toller Auftritt mit melodiösen Metalsongs.

Setlist Aeranea
01. The Fall
02. Fear
03. Forgotten
04. Any Other Way
05. Prayers Die
06. A Melody
07. Nothing Left

Mister Misery

Zwischen den beiden Bands gab es eine Pause von etwa 30 Minuten – genug Zeit also, um in aller Ruhe ein Bier zu trinken. Währenddessen wurde die Bühne für den Auftritt von Mister Misery hergerichtet – Masken hingen an allen drei Micro Ständern, und auch an den Drums. Außerdem flackerten einige Laternen vor sich hin. Die Stimmung war toll schon vor dem Auftritt toll und man konnte die Spannung förmlich spüren. In den ersten Reihen sah man einige Mister Misery Shirts mit dem gleichen Schriftzug, der auf dem großen Backdrop auf der Bühne war.
Punkt 21 Uhr ging es mit einem mystischen Intro und dem Song ‚The Blood Waltz‘ dann endlich los.
Einige Fans fragten sich vorher, wie lange das Konzert wohl gehen würde – denn die Newcomer Band hatte ja bisher nur ein Album am Start.
Es fehlte natürlich kein Song vom Album, auch nicht die von YouTube bekannten Titel.
„Sind einige ‚Rebels‘ hier“ fragte Sänger Harley Vendetta dann in die Runde und bekam viele Fäuste entgegengestreckt. Die Band spielte ‚Rebels Calling‘.
Nach dem Song ‚Hollow‘, die zweite Single der Band aus dem Jahr 2018 – und der einzige Song heute Abend, der nicht auf dem Album ‚Unalive‘ zu finden ist, verschwand die Band leider schon.
Gerade einmal 40 Minuten dauerte das Konzert bis jetzt – aber laute ‚Hey Hey‘ – Rufe und lautstarkes Gekreische sorgten dafür, dass die vier Jungs nach nur einer Minute auf der Bühne zurück waren.
Weiter ging es mit dem Song ‚Tell Me How‘ – ein Titel mit einer sehr einprägsamen Melodie, dessen Videoclip bereits über 200.000 Aufrufe auf YouTube hat. Und dann wurde tatsächlich schon der letzte Song angesagt. Nur knapp über 50 Minuten dauerte der ganze Spaß – aber was für Energie war denn da im Club? Die Fans haben Stimmung gemacht, als wäre das headCRASH ausverkauft gewesen.
Die Jungs aus Schweden haben alles gegeben und das Publikum hatte mega Spaß. Da sich sowas natürlich rumspricht, wird es bei der nächsten Tour von Mister Misery mit Sicherheit mehr Zuschauer geben. Am besten ist, ihr macht euch auf den Weg, und besucht noch ein Konzert der ‚Unalive‘ Tour – Mister Misery sind noch bis Anfang März in Europa unterwegs.

Setlist Mister Misery
01. The Blood Waltz
02. You And I
03. Legion
04. Dead Valentine
05. Alive
06. My Ghost
07. Rebels Calling
08. Stronger
09. Hollow (Zweite Single)
10. Tell Me How
11. Live How You Can

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