AREA 53 FESTIVAL 2025 – VAZS – Schladnitz Leoben 10.07. – 12.07.2025


von Marko Jakob und Lucifera Noir – Lesedauer 20 Minuten


Area 53 Festival 2025: Ein Rückblick auf drei Tage puren Metal-Wahnsinn

Vom ersten Riff bis zum letzten Headbang – das Area 53 Festival 2025 hat einmal mehr bewiesen, warum es zu den idyllischsten und familiärsten Metal-Events in Österreich zählt. Vom 10. bis 12. Juli wurde Leoben erneut zum Wallfahrtsort für Metalheads aus nah und fern. Alle waren gekommen, um gemeinsam zu feiern und zu moshen oder um einfach generell eine gute Zeit zu haben. Über drei Tage hinweg bot das Festival ein Line-up, das kaum Wünsche offenließ – von aufstrebenden Underground-Acts, die sich den Auftritt auf der großen Open Air Bühne beim Area 53 Bandcontest erspielt haben, bis hin zu internationalen Größen der Szene, wie zum Beispiel die legendären W.A.S.P. oder Lordi. Die Atmosphäre war elektrisierend, die Crowd leidenschaftlich, und das Wetter – wie immer – gnadenlos. Das Wechselspiel zwischen Regen und Sonne konnte niemanden aufhalten: Das Area 53 Festival 2025 war ein Triumphzug für den Metal in all seinen Facetten


AREA 53 FESTIVAL 2025 – TAG 1 – LEOBEN 10.07.2025


STORY OF A STRANGER

„Schön, dass ihr hier seid und schön, dass wir hier sein dürfen.“ So begrüßte die erste Band des diesjährigen Festivals die Besucher. Mit brachialer Wucht und spürbarer Leidenschaft haben Story Of A Stranger beim diesjährigen Area 53 Festival bewiesen, dass die heimische Metal-Szene lebendiger denn je ist. Die Band aus Graz betrat die Bühne mit einer Präsenz, als wären sie schon lange fester Bestandteil der großen Festivalbühnen. Mit einem Mix aus modernem Metalcore, düsteren Melodien und explosiver Bühnenenergie rissen sie das Publikum von der ersten Sekunde an mit, auch wenn das um diese Uhrzeit am ersten Festivaltag gar nicht so einfach ist. Mit ‚Dreaming‘ hatten die Jungs auch einen neuen Song von ihrer im August erscheinenden EP mit dabei. „Ihr seid richtig cool“ hiess es am Ende der Show – ich denke, die Band war von der Stimmung begeistert.

Setlist: 01 Fading Echoes 02 Wake Up Call 03 Tripping 04 Dreaming 05 Death Obsessive 06 Silent Streets 07 Oblivion

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SCARECROW NWA

Wenn purer Melodic-Death auf progressive Elemente trifft, dann ist Scarecrow N.W.A. nicht weit. Beim Area 53 Festival 2025 zeigten die Steirer einmal mehr, dass sie kein Interesse an Kompromissen haben – nur an Vollgas. Mit donnernden Riffs, gnadenlosem Tempo und einer tollen Bühnenpräsenz brannten Scarecrow N.W.A. ein starkes Set in den Leobener Boden. Genau am Tag ihrer Show war auch der Release Day ihres neuen und bereits neunten Albums – es trägt den Titel ‚IX‘. Die Stimmung war auch bei der zweiten Band des Tages richtig gut und den Musikern merkt man auch nach fast 30 Jahren Bandgeschichte noch an, dass ihnen die Bühne und das Open Air Feeling extrem Freude bereitet. Zum Schluss bedankte sich die Band bei den feiernden Fans und lud diese auch zur später stattfindenden Autogrammstunde ein.

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LEONS MASSACRE

Wer dachte, hier gibt es auch mal Zeit zum Verschnaufen, musste sich dafür wirklich die Pausen für den Umbau freihalten, denn während der Show von Leons Massacre war daran nicht zu denken. Die Metalcore-Walze aus der Steiermark legte einen Auftritt hin, der alles andere als gemächlich war – wuchtig, energiegeladen und mit unbändiger Live-Power rissen sie die Fans mit – und das bei ihrer Area 53 Premiere. Von der ersten Sekunde an war klar: Hier wird nichts zurückgehalten. Breakdowns, die die Erde beben ließen, Screams, die unter die Haut gingen, und ein Publikum, das sich dankbar in die Circle Pits stürzte. Songs wie ‚Gravity‘ oder ‚Downfall‘ waren defintiv richtig starke Abrisshymnen. Um die Stimmung noch mehr anzuheizen bat die Band die zahlreichen Fans noch näher zur Bühne. Bei der mitreißenden Show gab es sogar die erste kleine Feuershow des Festivals. Leons Massacre haben einmal mehr bewiesen, dass sie auch für die großen Bühnen gemacht sind. Wer aber Lust auf eine intime Clubshow hat, dem möchten wir den 2. August ans Herz legen – an dem Abend wird die Band das Replugged in Wien zerlegen.

Setlist: 01 Closure 02 Lock & Key 03 Gravity 04 This Earth Is Priceless (2021) 05 Attitude 06 Sleepless 07 Downfall 08 Helmsman

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SOUTH OF SALEM

Mit ihrer einzigartigen Mischung aus modernem Hard Rock, düsterem Glam und einer ordentlichen Portion Horror-Ästhetik lieferten South of Salem beim Area 53 Festival 2025 eine der stilvollsten Shows des Wochenendes. Die Briten hielten das Energielevel bei ihrer Österreich-Premiere über die komplette Show hinweg konstant hoch. Die Jungs aus Bournemouth hatten das gewisse Etwas und versprühten musikalisch und optisch eine echte Rockstar Attitüde. Die perfekte Balance zwischen düsterer Atmosphäre und purem Rock’n’Roll trafen direkt ins Schwarze: melodisch, heavy und mit einem Refrain nach dem anderen, der sich ins Hirn brannte. ‚Let Us Prey‘ und der Titelsong ihres aktuellen Albums ‚Death Of The Party‘ waren einige der Highlights. Nicht nur die Fans werden diese Show noch eine Weile in Erinnerung behalten – auch die Musiker waren begeistert und sagten „Es ist so schön hier“. Für ihre unglaublich stimmungsvolle Show ernteten South Of Salem, die schon mit Hardcore Superstar und Wednesday 13 auf Tour waren, jede Menge Applaus.

Setlist: 01 Vultures 02 Static 03 Let Us Party 04 Left For Dead 05 Hellbound Heart 06 Jet Black Eyes 07 Death Of The Party 08 Villain 09 Cold Day In Hell

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EVIL INVADERS

Evil Invaders haben das Area 53 Festival 2025 nicht einfach nur bespielt – sie haben es überrollt. Die belgischen Speed-Thrasher zogen mit Vollgas über die Bühne und hinterließen eine Schneise aus fliegenden Haaren, brennender Luft und purem Metal-Wahnsinn. Schon beim ersten Ton war klar: Das wird kein normaler Auftritt. Coole Deko, stilvolle Mikroständer, Metalfrisuren und eine Band, die vom ersten Moment an alles gab. Die Typen strahlten nicht nur Spielfreude aus – sie lebten Metal auf der Area 53 Bühne – sie waren schnell und wild. Der Moshpit tobte unaufhörlich, während Nebel und Flammen die Bühne in ein höllisches Spektakel verwandelten. Songs wie “Mental Penitentiary” oder “Raising Hell” sorgten für Dauer-Headbanging und ausgelassene Circlepits. Evil Invaders zeigten eindrucksvoll, dass Speed Metal auch im Jahr 2025 noch nicht aus der Mode gekommen ist – sondern lebendig, laut und absolut relevant. Ob ein Klassiker wie ‚Raising Hell‘ oder eines der etwas neueren Stücke, wie ‚Die For Me‘ – jeder Song war auf dem Punkt und bot keine Zeit für Langeweile. Eine der spektakulärsten Shows des Tages – optisch wie musikalisch.

Setlist: 01 Siren 02 As Life Slowly Fades 03 Raising Hell 04 Feed Me Violence 05 Broken Dreams in Isolation 06 Hissing in Crescendo 07 In Deepest Black 08 Die for Me 09 Sledgehammer Justice

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WARKINGS

Der Kriegshammer wurde geschwungen und das Area 53 Festival 2025 bebte unter der epischen Wucht der Warkings. Mit einer Show, die irgendwo zwischen antiker Mythologie, Power-Metal und Pyro-Overkill rangierte, lieferten die Krieger eine der aufwendigsten und spektakulärsten Performances des Wochenendes. Das aktuelle Album ‚Armageddon‘, welches am 04. Juli 2025 erschien, hatte es pünktlich zum Area 53 Wochenende bis auf Platz 6 der deutschen Charts geschafft – das Publikum feierte die neuen Singles, genauso wie die Klassiker, mit denen die Warkings das Area 53 bereits 2019 und 2022 im Sturm eroberten. Ein Fan in einem riesigen schwarzen Luftreifen, der auf Händen durch das Publikum surfte, wurde zum Highlight in der Crowd und zog für einen Song die Aufmerksamkeit auf sich. Warkings ließen es sich nicht nehmen, zwischen den Songs viel mit dem Publikum zu sprechen – mal episch, mal augenzwinkernd, aber immer charismatisch. Die Show selbst war ein wahres Spektakel: Feuerfontänen, Nebel, Lichtgewitter – begleitet von hymnenhaften Songs wie ‚Spartacus‘, ‚Sparta‘, oder ‚Gladiator‘. Warkings waren mehr als nur eine Band – sie waren ein Ereignis und das Area 53 Festival ihre Schlachtbühne. Das war beeindruckend und stimmungsvoll und fand viel zu schnell ein Ende.

Setlist: 01 The Last Battle 02 Never Surrender 03 Kings of Ragnarök 04 Maximus 05 Hephaistos 06 Spartacus 07 Armageddon 08 Warriors 09 Genghis Khan 10 Monsters 11 Fight 12 We Are the Fire 13 Sparta 14 Gladiator

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DARTAGNAN

Mit Geige und Dudelsack im Gepäck und einer gewaltigen Portion Charme haben dArtagnan beim Area 53 Festival 2025 einen ganz besonderen Farbtupfer gesetzt. Zwischen harten Riffs und Growls sorgten sie mit ihrem folkigen, mittelalterlich angehauchten Rock für einen echten Kontrast – und wurden dafür zurecht gefeiert. Die Stimmung war ausgelassen, fast schon festlich, als dArtagnan die Bühne betraten. Doch wer dachte, jetzt würde es gemütlich werden, hatte sich getäuscht: Die Band brachte Power, Mitsing-Refrains und eine Bühnenpräsenz, die sofort zündete. Songs wie ‚Ruf der Freiheit‘ oder ‚Herzblut‘ wurden vom Publikum lautstark mitgesungen – die Hände in der Luft und die Stimmung auf dem Höhepunkt. Auch optisch passte alles: edle Outfits, eingespielte Showelemente und ein mitreißender Mix aus Rock und Folk. dArtagnan bewiesen eindrucksvoll, dass man auch mit Geige, Laute und Melodie auf einem Metal-Festival für Gänsehaut und Euphorie sorgen kann. Als sich Sänger Ben dann in die Mitte des Publikums begab, entstand ein ganz besonderer Moment eines unvergesslichen Auftritts. Egal ob die Hits des 2024er Top3 Albums ‚Herzblut‘ oder der ein oder andere Klassiker aus der inzwischen zehnjährigen Bandkarriere sorgten mit wunderschöner Pyroshow für einen unvergesslichen Auftritt. Eine gute Nachricht für die dArtagnan Fans in Österreich gibt es auch noch – die Nürnberger Band spielt im Dezember 2025 je eine Show in Linz und Graz.

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W.A.S.P.

Auch wenn sie sich etwas verspätet hatten – als W.A.S.P. schließlich die Bühne des Area 53 Festivals 2025 betraten, war jede Sekunde des Wartens vergessen. Die Kultband um Blackie Lawless bewies einmal mehr, warum sie seit Jahrzehnten zur Speerspitze des Heavy- und Glam-Metal gehört. Die Bühne war geschmückt mit interessanter, bunter Deko, die trotzdem düster und theatralisch wirkte – passend zum Mythos W.A.S.P.  – der ikonische Mikrofonständer war natürlich auch dabei und Blackie ließ es sich nicht nehmen, diesen immer wieder in Szene zu setzen – mit starken Posen und seiner gewohnten Ausstrahlung. Auch das Outfit mit Fransenhose, Kniepolstern und einem angedeuteten Kreissägeblatt an den Unterarmen hatten das gewisse Etwas. Die Show des Headliners am Donnerstag war sehr gut besucht. Die amerikanische Kultband, die nun bereits seit mehr als 40 Jahren unterwegs ist, verwandelte das Gelände in ein einziges Meer aus Fäusten und Nostalgie – und zeigten, dass echte Legenden auch 2025 noch mit voller Wucht abliefern können. Die im Laufe der Jahre angesammelte Menge an Songs sorgten dafür, dass W.A.S.P. einige davon in Medleyform präsentierte. Zum Abschluss der Show packten W.A.S.P. dann noch die Hits aus der Mitte der 80er Jahre aus – ‚Wild Child‘ und ‚Blind in Texas‘ waren der würdige Abschluss eines unvergesslichen Festivaltages voller Atmosphäre.

Setlist: 01 I Wanna Be Somebody 02 L.O.V.E. Machine 03 The Flame 04 B.A.D. 05 School Daze 06 Hellion 07 Sleeping (in the Fire) 08 On Your Knees 09 Tormentor 10 The Torture Never Stops 11 The Big Welcome 12 Inside the Electric Circus / I Don’t Need No Doctor / Scream Until You Like It 13 The Real Me / Forever Free / The Headless Children 14 Wild Child 15 Blind in Texas

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AREA 53 FESTIVAL 2025 – TAG 2 – LEOBEN 11.07.2025


VULVARINE

Am Nachmittag spielten Vulvarine beim Area 53 Festival eine eindrucksvolle Show. Die Wiener Band, bekannt für ihre kraftvolle Mischung aus Hardrock, Punk und feministischer Attitüde. Das Festivalgelände war zu dieser Zeit bereits richtig gut gefüllt. Vulvarine bezeichneten sich selbst als „das Kontrastprogramm des Festivals“. Auch mit neuer Sängerin konnten Vulvarine überzeugen und mitreißen. Die Gitarrenriffs schnitten messerscharf durch die Luft, der Bass groovte druckvoll, und das Schlagzeug trieb jeden Song kompromisslos nach vorn. Mit ‚Fool‘ spielten Vulvarine auch die erste Singleauskopplung ihres starken, neuen Studioalbums ‚Fast Lane‘, mit dem sie sogar in die deutschen und österreichischen Charts stürmten. Wunderbare Stimmung war dann auch beim Modern Talking Cover ‚Cheri Cheri Lady‘, der Song wurde von zahlreichen Fans fleißig mit dem Mobiltelefon mitgefilmt. Die Wiener Band überzeugte mit Spielfreude und mitreißenden Songs. Wir wünschen dann mal viel Spaß bei der Wacken Open Air Premiere im August – wer mehr von Vulvarine sehen mag, im Rahmen der ‚Fast Lane Tour 2025‘ gibt es im Dezember auch drei Shows in Österreich.

Setlist: 01 The Drugs, The Love and The Pain 02 Good Time 03 Not Afraid? 04 Fool 05 Cheri Cheri Lady (Modern Talking cover) 06 White Pricks 07 Heads Held High 08 Rock Bottom

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TAILGUNNER

Im Anschluss stürmten Tailgunner die Bühne und lieferten eine der energiegeladensten Performances des gesamten Wochenendes. Die britische Band, die sich dem klassischen Heavy Metal mit einer modernen Kante verschrieben hat, trat am späten Nachmittag auf und verwandelte das Festivalgelände innerhalb kürzester Zeit in ein headbangendes Meer aus Kutten, Luftgitarren und geballten Fäusten. Schon beim ersten Song war klar, dass Tailgunner nicht einfach nur ihre Songs herunterspielen, sondern das Publikum mitreißen wollen – und das gelang ihnen mit beeindruckender Leichtigkeit. Die Band war in bestechender Form – Sänger Craig Cairns überzeugte mit seiner kraftvollen, melodischen Stimme, die stellenweise an Iron Maiden erinnerte. Tailgunner waren mit sehr viel Energie und Spaß bei der Sache und steckte das Publikum an – coole Frisuren und Outfits sorgten auch optisch für das perfekte Heavy Metal Feeling. „Wir spielen jetzt den Titelsong unseres Albums, macht Lärm“ hieß es dann. Die Metalfans ließen sich natürlich nicht zweimal bitten und verwandelten das Festivalgelände in eine Metalarena. Auch die Band war von den wilden Fans begeistert: Ihr wart unglaublich, vielen Dank.“

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VARG

Die deutsche Pagan-/Melodic-Death-Metal-Band Varg ließ vom ersten Ton an keinen Zweifel daran, dass es nun ernst wird. Nebel, rot flackerndes Licht, Flammen und donnernde Gitarrenriffs setzten direkt eine apokalyptische Atmosphäre, die das Publikum in ihren Bann zog. Der Moshpit ließ auch nicht lange auf sich warten, und schon nach wenigen Minuten war das Publikum vollständig in Bewegung. Sänger Fleki begrüßte die Fans und sagte „Es ist schön hier zu sein in eurem wunderschönen Land“. Varg präsentierten Songs von ihrem aktuellen Top20 Album und mischten diese mit Klassikern aus ihrer bereits 20-jährigen Karriere. Der Funke der Pyro-Effekte sprang problemlos auf die Menge über – es herrschte super Stimmung und die Zahl der Headbanger wurde immer größer. „Wollt ihr gemeinsam mit uns singen? – wie laut könnt ihr sein? Immer wieder stachelte Fleki das Publikum zusätzlich noch an, aber mehr Stimmung ging eigentlich kaum noch. Auch ohne ihre erkrankte Sängerin Fylgja lieferten Varg extrem gut ab und spielten zum Schluss den starken Titelsong vom 2023er Album ‚Ewige Wacht‘. Aber das war zum Glück noch nicht alles – es gab noch das tolle Finale mit dem musikalischen Märchen vom ‚Rotkäppchen‘. Für viele war der Auftritt von Varg das Highlight des Samstags: roh, kraftvoll, episch – genau das, was man sich von einer Metalband auf einem Festival dieses Kalibers erhofft. Auch bei der Autogrammstunde der Band war großer Andrang und hoffentlich kehren sie eines Tages in voller Besetzung zum Area 53 Festival zurück.

Setlist: 01 Immer Treu 02 Schwertzeit 03 Zeichen 04 Achtung 05 Guten Tag 06 Morgenrot 07 Schildfront 08 Blutaar 09 Rán 10 Fara Til Ránar 11 Eisenseite 12 Ewige Wacht 13 Rotkäppchen

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PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS

Am Freitagabend wurde das Area 53 Festival in Leoben dann zum Schauplatz einer echten Rock-’n’-Roll-Legende: Phil Campbell, über drei Jahrzehnte Gitarrist von Motörhead eroberte mit seinen Söhnen die Steiermark. Als Phil Campbell and the Bastard Sons drehten sie voll auf und es wehte ein Hauch Motörhead-Geschichte über das Festivalgelände. Die Musiker lieferten eine Show ab, die durch rohe Energie, Spielfreude und jede Menge Nostalgie glänzte. Schon beim Opener wurde klar, dass hier keine routinierte Altherren-Combo am Werk war, sondern eine hungrige, bestens eingespielte Rockband. Der Sound war druckvoll, rau und ehrlich – genau so, wie man es von einer Band erwartet, deren Wurzeln tief im britischen Hardrock und Metal liegen. Auch Sänger Joel Peters, der seit 2021 Teil der Band ist, passte perfekt in das Campbell Familienpaket rein und überzeugte mit einer fantastischen Bühnenpräsenz. Spätestens bei ‚Born to Raise Hell‘ überzeugten die Fans auch beim Mitsingen und das Festivalgelände verwandelte sich in einen riesigen, feiernden Moshpit. Später gab es dann den Song ‚Straight Up‘ von Phil Campbells Soloalbum ‚Old Lions Still Roar‘ zu hören, ehe dann der Klassiker von 1980, ‚Ace Of Spades‘ noch mal eine Mischung aus Nostalgie und Euphorie versprühte. Das war eine super Show mit absolutem Headliner Potential.

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LORDI

Und weiter ging es mit Metal-Legenden – denn am Freitagabend betraten nun Lordi die Bühne. Die finnischen Monster-Rocker verwandelten das Gelände in eine bizarre Horror-Metal-Show mit ihren längst berühmt gewordenen Kostümen und einem ordentlichen Schuss Selbstironie. Was die Besucher des Area 53 Festivals erlebten, war ein Spektakel, das sowohl visuell als auch musikalisch voll ins Schwarze traf. Schon beim ersten Song war klar – Lordi sind gekommen, um abzuliefern. Mr. Lordi selbst, massiv wie eh und je, thronte in seinem typischen Leder-Monster-Outfit über der Bühne und schmetterte seine Zeilen mit beeindruckender Stimmgewalt ins Publikum. Zwischen den Songs gab es kurze, witzige bis makabere Ansagen, und immer wieder gab es kleine Showeinlagen, die sich wie ein roter Faden durch das Konzert zogen. Zum Beispiel wurde ausgiebig der Unterschied im Deutschen zwischen ‚Ja‘ und ‚Ja Ja‘ analysiert. Aber natürlich kam die Musik auch nicht zu kurz, die Band war bestens eingespielt, die Gitarren kamen fett rüber. Natürlich gab es zum Schluss auch noch den weltberühmten Song ‚Hard Rock Hallelujah‘, der inzwischen weit über 100 Millionen Views auf YouTube hat. Auch ohne Pyro-Effekte lieferten Lordi eine sehens- und hörenswerte Show ab und das Area 53 Publikum war total aus dem Häuschen.

Setlist: 01 Legends Are Made of Clichés 02 Girls Go Chopping 03 Who’s Your Daddy? 04 Syntax Terror 05 Fangoria 06 The Riff 07 Hellizabeth 08 It Snows in Hell 09 Blood Red Sandman 10 Devil Is a Loser 11 Would You Love a Monsterman? 12 Hard Rock Hallelujah

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GLORYHAMMER

Nun war Headliner-Zeit und das Area 53 Festival wurde Freitagnacht zum Schauplatz eines intergalaktischen Fantasy-Epos: Gloryhammer betraten die Bühne und entführten das Publikum in ihre schrille, epische Welt. Schon beim Einmarsch war klar – hier geht es nicht nur um Musik, sondern um eine theatralische Inszenierung, die mit voller Überzeugung zelebriert wurde. Die Band präsentierte sich gewohnt kostümiert, mit schillernden Anzügen, glitzernden Umhängen und jeder Menge Humor. Sänger Sozos Michael alias Angus McFife glänzte wie gewohnt mit kraftvoller Stimme und einer fast schon opernhaften Bühnenpräsenz. Er schaffte es mühelos, das Publikum von der ersten Minute an mitzureißen. Die Setlist war eine perfekte Mischung aus den drei letzten Hitalben aus der 15- jährigen Erfolgsgeschichte von Gloryhammer. Das Publikum feierte gut gelaunt mit und sang bei den größten Hits Zeile für Zeile mit. Und den wohl allergrößten Hit gab es dann kurz vor Schluss – ‚Hootsforce‘ ist wirklich eine mitreißende Power-Metal Hymne. Das große Finale gab es dann mit ‚The Unicorn Invasion of Dundee‘ und mit erhobenem Hammer verabschiedeten sich Angus McFife und seine Bandkollegen vom tollen Publikum.

Setlist: 01 The Land of Unicorns 02 He Has Returned 03 Fly Away 04 Angus McFife 05 Questlords of Inverness, Ride to the Galactic Fortress! 06 Wasteland Warrior Hoots Patrol 07 Gloryhammer 08 Fife Eternal 09 Masters of the Galaxy 10 On a Quest for Aberdeen 11 The Siege of Dunkeld (In Hoots We Trust) 12 Keeper of the Celestial Flame of Abernethy 13 Universe on Fire 14 Hootsforce 15 The Unicorn Invasion of Dundee

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AREA 53 FESTIVAL 2025 – TAG 3 – LEOBEN 12.07.2025


MORITURI

Der Samstag des Area 53 Festivals 2025 begann mit einem Knall – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Morituri betraten die Bühne und machten von der ersten Sekunde an klar: Wer zu spät kommt, verpasst das Trash-Metal Inferno. Als Opener eines Festivals am dritten Tag hat man es nicht leicht, doch Morituri meisterten ihren Auftritt mit Bravour. Trotz der frühen Uhrzeit hatten sich schon beachtlich viele Metalheads vor der Bühne versammelt – und sie wurden belohnt. Morituri lieferten bei ihrer Premiere auf so einer großen Bühne eine super Show ab. „Wir sind zum ersten Mal auf so einer großen Bühne – taugt‘s euch bis jetzt?“ hiess die Frage Richtung der Headbanger. Auffällig für uns war, dass die Jungs ein Bierfass mit auf der Bühne hatten, dies diente allerdings nur zum Abstützen der Füße des Sängers – Freibier an die Fans wurde leider nicht verteilt 😊. Einige Wochen vor dem Area 53 Festival hat die Band das Album ‘For Those About To Die’ veröffentlicht, welche ihre bisherigen Singles, sowie jede Menge neue Songs enthält. Morituri hatten sogar ein paar Pyro-Effekte dabei und hinterließen insgesamt einen bleibenden Eindruck. Das Ende ihrer Show war dann von Starkregen geprägt – die Härtesten blieben bis zum Schluss.

Setlist: 01 Moriemus 02 Death-The final Chapter 03 Dawn of Death 04 Forging the Devil‘s Sword 05 Scotty 06 Savage Sadist 07 Bloody Flag

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VANDANS

Gleich danach sorgten Vandans für einen atmosphärisch intensiven Moment. Die Mischung aus Post-Hardcore und einer Brise Pop-Punk, untermalt von lila-blauen Lichteffekten, sowie gezielt eingesetzten Pyro-Effekten sorgten für ein visuelles und akustisches Inferno. Schon der Opener ‚Still Sinking‘ zeigte, wohin die Reise geht. Vandans waren kompromisslos und technisch auf den Punkt. Das Wechselspiel der beiden Stimmen war hervorragend, sowohl das Shouten, als auch der Cleangesang konnten voll überzeugen. Das neue Album ‚Everything That Won’t Remain‘ ist ein ganz klarer Kauftipp. Gemixt und gemastered hat diese Scheibe übrigens kein Geringerer als Christoph von Annisokay. Im Publikum ging es inzwischen auch richtig zur Sache, die Leute hatten ihren Spaß.  Mit ‚Archetype‘ beendeten Vandans ihr Set und hinterließen ein beeindrucktes Publikum. Vandans lieferten eine durch und durch stimmige Show – musikalisch präzise, visuell eindrucksvoll. Die Open Air Show hat gezeigt, dass Vandans auch auf großen Bühnen überzeugen können und, dass die Band nach wie vor zu den ernstzunehmendsten Größen der heimischen Szene gehören.

Setlist: 01 Still Sinking 02 Cut Deep 03 Final Goodbye 04 Rebuild 05 Dine with the Reaper 06 Archetype

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ERZSÉBET

Was Erzsébet aus Spanien am Samstag auf die Bühne des Area 53 Festivals brachten, war mehr als nur ein Konzert – es war ein makabrer Theaterakt, ein okkultes Ritual, ein düsterer Trip durch Schmerz, Wahnsinn und Eleganz. Mit kunstvoll inszenierter Theatralik, blutgetränkten Requisiten und einem Käfig auf der Bühne zog Erzsébet das Publikum magisch an und führte die begeisterte Menge in eine Welt irgendwo zwischen Horrorfilm und Konzerterlebnis. Ob sich dabei der eine oder andere Zuschauer ein wenig gegruselt hat? Wahrscheinlich. 😊 Die ersten Reihen blieben von dem Blut nicht verschont, es spritzte teilweise bis über die erste Reihe hinaus. Doch genau das machte den Reiz aus. Erzsébet schafften es, Faszination und Begeisterung in einer Show zu vereinen, die wohl keiner so schnell vergessen wird. Das morbide Konzept mit einer Mischung aus Black Metal, Doom und symphonischen Elementen schlug ein wie eine Bombe. Besonders ‚Darvulia’s Eye‘ und ‚Domina Vestra‘ sorgten für Gänsehaut – nicht nur wegen der Musik, sondern auch wegen der intensiven visuellen Begleitung. Nach einigen Singles und einer EP hat die 2020 in Barcelona gegründete Band im vergangenen Jahr ihr Debutalbum ‚Six Hundred And Fitfy‘ veröffentlicht. Erzsébet lieferten eine kompromisslos inszenierte, blutrote Show ab, die das Publikum zwischen Staunen und Schaudern zurückließ. Nach der Show wurde die Autogrammstunde der Band von den begeisterten Fans förmlich gestürmt – auch am Merch blieb nicht mehr viel übrig.

Setlist: 01 Redemption Of Evil (Intro) 02 The Chest With The Thousand Spikes 03 The Cage, The Torch And Corpses 04 Wraiths Behind The Mirror 05 Lunar Liturgy 06 Darvulia’s Eye 07 Wherefore 08 Spectral Cortège 09 Domina Vestra 10 The Blasphemous Lady

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MASTIC SCUM

Die Geschichte von Mastic Scum reicht inzwischen über drei Jahrzehnte zurück. Während dieser Zeit sind sechs Alben, sowie einige EPs erschienen. Vor 15 Jahren gab es sogar eine Nominierung für den Amadeus Award in der Kategorie Hard & Heavy. Mit einer kompakten, intensiven Show über 40 Minuten sorgte Mastic Scum am Samstag für rohen, ungeschliffenen Death Metal auf der Bühne des Area 53 Festivals. Ohne große Schnörkel, aber mit voller Power und viel Spielfreude ließen sie den Fans keine Zeit zum Verschnaufen. Mit ‚Slavebreed‘ vom aktuellen Album ‚ICON‘ ging es gleich mit einem richtigen Kracher los. Die Band präsentierte eine druckvolle Performance, die vor allem durch die rohe Energie und den dröhnenden Sound beeindruckte. Das Publikum honorierte das kompromisslose Set mit lautstarkem Applaus und begeistertem Headbangen. Die Band bedankte sich dann auch bei den zahlreichen Fans – „wir sind jetzt 30 Jahre im Geschäft und das alles ist nur möglich durch euch – die treuen Fans“. Mastic Scum sind eine Band, die den klassischen Death-Metal-Spirit auf die Bühne bringt – direkt, intensiv und sie spielten definitiv mit die schnellsten Songs des gesamten Wochenendes.

 Setlist: 01 Intro 02 Slavebreed 03 Construcdead 04 Digital Dementia 05 Doomsayer 06 Controlled Collapse 07 Cause & Effect 08 Create and Destroy 09 My Minds Mine

https://www.facebook.com/masticscum



STEVE’N’SEAGULLS

Mit einem Mix aus Humor und musikalischer Virtuosität brachten Steve’n’Seagulls aus Finnland am Samstagnachmittag eine erfrischende Portion Spaß auf die Bühne des Area 53 Festivals. Ihre ungewöhnlichen, aber hochqualitativen Coverversionen bekannter Rock- und Metal-Hymnen begeisterten das Publikum vom ersten Ton an. Die 2012 gegründete Polka-Metal Band verschaffte sich vor mehr als zehn Jahren große Bekanntheit auf YouTube, nachdem sie dort ihre Coverversionen von unter anderem Metallica oder AC/DC hochgeladen haben. Ihr ‚Thunderstruck‘ Video hat dort inzwischen sagenhafte 186 Millionen Views. Steve’n’Seagulls bewiesen eindrucksvoll, dass man mit Witz und Spielfreude sowie hervorragender musikalischer Umsetzung eine unvergessliche Show hinlegen kann, und dass man mit Country- bzw. Polka-Versionen auch Metalheads begeistern kann. Mit ein paar guten Gösser intus geht das dann sogar noch viel einfacher. Ausgelassene Stimmung herrschte auch beim Nightwish Cover ‚Over the Hills and Far Away‘. Besonders amüsant fanden wir auch die Kleidung der Musiker, der Oberknaller war natürlich die Fuchsmütze.

https://www.facebook.com/Stevenseagulls



UNLEASH THE ARCHERS

Unleash The Archers setzten am Samstagabend beim Area 53 Festival ein echtes Metal-Feuerwerk frei. Mit ihrer kraftvollen Mischung aus melodischem Power Metal, bombastischen Hooks und energiegeladener Bühnenperformance brachten sie die Menge zum Toben. Die charismatische Frontfrau Brittney dominierte die Bühne mit einer Stimme, die sowohl sanfte Melodien als auch kraftvolle Screams mühelos meisterte. Die Band präsentierte einen Querschnitt aus ihren bekanntesten Songs.  Dann fragte Brittney: „Wer hat unser neues Album? – dann könnt ihr jetzt mitsingen“. ‚Ghosts in the Mist‘ ist wohl einer der eingängigsten und schönsten Songs auf dem neuen Album ‚Phantoma‘, welches im vergangenen Jahr in die Top20 der österreichischen Charts stürmte. Die Band stellte ihr neues Album im Februar bereits in Wien vor – einige der Area 53 Besucher hatten also bereits das Vergnügen, die kanadische Band live zu erleben. Besonders die Kombination aus virtuosem Gitarrenspiel und treibendem Schlagzeug sorgte für ein mitreißendes Sounderlebnis, das im Publikum für zahlreiche Moshpits und Headbanging-Momente sorgte. Aber nicht nur im Publikum wurden die Köpfe gekreist – auch die Musiker sparten nicht mit Headbanger Einlagen. Unleash The Archers bewiesen, warum sie international zu den Vorreitern des modernen Power Metals gehören. Ihre Show, die mit der inoffiziellen kanadischen Nationalhymne endete, war ein voller Erfolg und eines der Highlights des Festivalsamstags.

Setlist: 01 Abyss 02 Soulbound 03 Ghosts in the Mist 04 Awakening 05 The Matriarch 06 Tonight We Ride 07 Test Your Metal 08 Ghosts in the Mist 09 Green & Glass 10 Gods in Decay 11 Blood Empress 12 Northwest Passage (Cover)

https://www.facebook.com/UnleashTheArchers



KANONENFIEBER

Kanonenfieber lieferten am Samstagabend eine energiegeladene Show, die vor allem durch eine beeindruckende Pyroshow bestach. Flammen und Funken begleiteten die kraftvollen Klänge der Band und sorgten für eine intensive Atmosphäre vor der Bühne. Das Projekt Kanonenfieber gibt es seit 2020 und es hat in der Musikwelt tatsächlich eingeschlagen, wie eine Kanonenkugel. Bereits das Debutalbum ‚Menschenmühle‘ erregte jede Menge Aufmerksamkeit und der Nachfolger im Jahr 2024 schaffte dann sensationell den Sprung auf Platz 3 der deutschen Albumcharts. Die Thematik der Songs rund um den ersten Weltkrieg waren dann auch bei der Bühnendeko präsent – Stacheldraht, Sandsäcke wie in einem Schützengraben sowie Kanonen säumten die große Bühne. Und immer wieder stieg Feuer auf. Bei einem Song schneite es dann sogar, alles war gut auf die Songs abgestimmt. Kanonenfieber bewiesen mit ihrem kraftvollen Set und der großartigen Pyroshow, warum sie auf Festivals für Begeisterung sorgen. Eine Show, die man so schnell nicht vergisst. Für einige war der Auftritt von Kanonenfieber das Highlight des letzten Tages. Wer mehr von Kanonenfieber sehen mag, muss sich für eine Österreich Show noch bis März 2026 gedulden, dann spielen die Musiker um Sänger und Bandgründer Noise im Orpheum Graz.

Setlist: 01 Menschenmühle 02 Sturmtrupp 03 Der Füsilier I 04 Der Maulwurf 05 Panzerhenker 06 Kampf und Sturm 07 Z-VOR 08 Die Havarie

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Fazit:

Das Area 53 Festival hat sich auch 2025 wieder als Treffpunkt für Metal-Fans aus dem In- und Ausland bewährt – friedlich, familiär und gut organisiert. In diesem Jahr gab es wieder einige Änderungen. Eine der auffälligsten Neuerungen: Der Campingplatz wurde in diesem Jahr direkt an die Mur verlegt – ein Schritt, der bei den Besucherinnen und Besuchern weitgehend positiv aufgenommen wurde. Bereits ab Mittwoch reisten die ersten Metalheads in die steirische ‚Metalhauptstadt‘ Leoben, um sich die besten Plätze zu sichern. Besonders begehrt war der ‚Campingplatz Deluxe‘, der sich neben dem im Vorjahr errichteten ‚Schutzhaus‘ befindet. Dieser exklusive Bereich punktete mit Nasszellen, Duschen und einem eigenen gastronomischen Angebot. Ein Highlight für Gruppen: das ‚Bayrische Dorf‘, das einige abgegrenzte Stellflächen direkt vor dem Schutzhaus bot. Der Deluxe-Campingbereich war rasch ausverkauft – kein Wunder, angesichts des Komforts. Auch für 2026 waren die Tickets dafür wie im Flug vergriffen.  Doch auch der neu geschaffene Campingplatz am Flussufer bot Festivalgästen eine gute Alternative, auch dort waren genügend gepflegte Dixi-Toiletten vorhanden. Auch auf dem Festivalgelände selbst gab es wieder einige kleine Verbesserungen. Die Zahl der Toiletten wurde weiter aufgestockt, was vielerorts für Erleichterung sorgte. Trinkwasser stand wie gewohnt kostenlos zur Verfügung, der Bedarf war allerdings geringer als in den besonders heißen Jahren zuvor. Alles in allem ist und bleibt das Area 53 Festival wohl eine der schönsten Open Air Veranstaltungen Österreichs.