AREA 53 FESTIVAL 2025 – TAG 2 – LEOBEN 11.07.2025
von Marko Jakob und Lucifera Noir – Lesedauer 9 Minuten
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VULVARINE
Am Nachmittag spielten Vulvarine beim Area 53 Festival eine eindrucksvolle Show. Die Wiener Band, bekannt für ihre kraftvolle Mischung aus Hardrock, Punk und feministischer Attitüde. Das Festivalgelände war zu dieser Zeit bereits richtig gut gefüllt. Vulvarine bezeichneten sich selbst als „das Kontrastprogramm des Festivals“. Auch mit neuer Sängerin konnten Vulvarine überzeugen und mitreißen. Die Gitarrenriffs schnitten messerscharf durch die Luft, der Bass groovte druckvoll, und das Schlagzeug trieb jeden Song kompromisslos nach vorn. Mit ‚Fool‘ spielten Vulvarine auch die erste Singleauskopplung ihres starken, neuen Studioalbums ‚Fast Lane‘, mit dem sie sogar in die deutschen und österreichischen Charts stürmten. Wunderbare Stimmung war dann auch beim Modern Talking Cover ‚Cheri Cheri Lady‘, der Song wurde von zahlreichen Fans fleißig mit dem Mobiltelefon mitgefilmt. Die Wiener Band überzeugte mit Spielfreude und mitreißenden Songs. Wir wünschen dann mal viel Spaß bei der Wacken Open Air Premiere im August – wer mehr von Vulvarine sehen mag, im Rahmen der ‚Fast Lane Tour 2025‘ gibt es im Dezember auch drei Shows in Österreich.
Setlist: 01 The Drugs, The Love and The Pain 02 Good Time 03 Not Afraid? 04 Fool 05 Cheri Cheri Lady (Modern Talking cover) 06 White Pricks 07 Heads Held High 08 Rock Bottom
https://www.facebook.com/vulvarine.vienna
TAILGUNNER
Im Anschluss stürmten Tailgunner die Bühne und lieferten eine der energiegeladensten Performances des gesamten Wochenendes. Die britische Band, die sich dem klassischen Heavy Metal mit einer modernen Kante verschrieben hat, trat am späten Nachmittag auf und verwandelte das Festivalgelände innerhalb kürzester Zeit in ein headbangendes Meer aus Kutten, Luftgitarren und geballten Fäusten. Schon beim ersten Song war klar, dass Tailgunner nicht einfach nur ihre Songs herunterspielen, sondern das Publikum mitreißen wollen – und das gelang ihnen mit beeindruckender Leichtigkeit. Die Band war in bestechender Form – Sänger Craig Cairns überzeugte mit seiner kraftvollen, melodischen Stimme, die stellenweise an Iron Maiden erinnerte. Tailgunner waren mit sehr viel Energie und Spaß bei der Sache und steckte das Publikum an – coole Frisuren und Outfits sorgten auch optisch für das perfekte Heavy Metal Feeling. „Wir spielen jetzt den Titelsong unseres Albums, macht Lärm“ hieß es dann. Die Metalfans ließen sich natürlich nicht zweimal bitten und verwandelten das Festivalgelände in eine Metalarena. Auch die Band war von den wilden Fans begeistert: Ihr wart unglaublich, vielen Dank.“
https://www.facebook.com/tailgunnerhq
VARG
Die deutsche Pagan-/Melodic-Death-Metal-Band Varg ließ vom ersten Ton an keinen Zweifel daran, dass es nun ernst wird. Nebel, rot flackerndes Licht, Flammen und donnernde Gitarrenriffs setzten direkt eine apokalyptische Atmosphäre, die das Publikum in ihren Bann zog. Der Moshpit ließ auch nicht lange auf sich warten, und schon nach wenigen Minuten war das Publikum vollständig in Bewegung. Sänger Fleki begrüßte die Fans und sagte „Es ist schön hier zu sein in eurem wunderschönen Land“. Varg präsentierten Songs von ihrem aktuellen Top20 Album und mischten diese mit Klassikern aus ihrer bereits 20-jährigen Karriere. Der Funke der Pyro-Effekte sprang problemlos auf die Menge über – es herrschte super Stimmung und die Zahl der Headbanger wurde immer größer. „Wollt ihr gemeinsam mit uns singen? – wie laut könnt ihr sein? Immer wieder stachelte Fleki das Publikum zusätzlich noch an, aber mehr Stimmung ging eigentlich kaum noch. Auch ohne ihre erkrankte Sängerin Fylgja lieferten Varg extrem gut ab und spielten zum Schluss den starken Titelsong vom 2023er Album ‚Ewige Wacht‘. Aber das war zum Glück noch nicht alles – es gab noch das tolle Finale mit dem musikalischen Märchen vom ‚Rotkäppchen‘. Für viele war der Auftritt von Varg das Highlight des Samstags: roh, kraftvoll, episch – genau das, was man sich von einer Metalband auf einem Festival dieses Kalibers erhofft. Auch bei der Autogrammstunde der Band war großer Andrang und hoffentlich kehren sie eines Tages in voller Besetzung zum Area 53 Festival zurück.
Setlist: 01 Immer Treu 02 Schwertzeit 03 Zeichen 04 Achtung 05 Guten Tag 06 Morgenrot 07 Schildfront 08 Blutaar 09 Rán 10 Fara Til Ránar 11 Eisenseite 12 Ewige Wacht 13 Rotkäppchen
https://www.facebook.com/VargOfficial
PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS
Am Freitagabend wurde das Area 53 Festival in Leoben dann zum Schauplatz einer echten Rock-’n’-Roll-Legende: Phil Campbell, über drei Jahrzehnte Gitarrist von Motörhead eroberte mit seinen Söhnen die Steiermark. Als Phil Campbell and the Bastard Sons drehten sie voll auf und es wehte ein Hauch Motörhead-Geschichte über das Festivalgelände. Die Musiker lieferten eine Show ab, die durch rohe Energie, Spielfreude und jede Menge Nostalgie glänzte. Schon beim Opener wurde klar, dass hier keine routinierte Altherren-Combo am Werk war, sondern eine hungrige, bestens eingespielte Rockband. Der Sound war druckvoll, rau und ehrlich – genau so, wie man es von einer Band erwartet, deren Wurzeln tief im britischen Hardrock und Metal liegen. Auch Sänger Joel Peters, der seit 2021 Teil der Band ist, passte perfekt in das Campbell Familienpaket rein und überzeugte mit einer fantastischen Bühnenpräsenz. Spätestens bei ‚Born to Raise Hell‘ überzeugten die Fans auch beim Mitsingen und das Festivalgelände verwandelte sich in einen riesigen, feiernden Moshpit. Später gab es dann den Song ‚Straight Up‘ von Phil Campbells Soloalbum ‚Old Lions Still Roar‘ zu hören, ehe dann der Klassiker von 1980, ‚Ace Of Spades‘ noch mal eine Mischung aus Nostalgie und Euphorie versprühte. Das war eine super Show mit absolutem Headliner Potential.
https://www.facebook.com/PhilCampbellATBS
LORDI
Und weiter ging es mit Metal-Legenden – denn am Freitagabend betraten nun Lordi die Bühne. Die finnischen Monster-Rocker verwandelten das Gelände in eine bizarre Horror-Metal-Show mit ihren längst berühmt gewordenen Kostümen und einem ordentlichen Schuss Selbstironie. Was die Besucher des Area 53 Festivals erlebten, war ein Spektakel, das sowohl visuell als auch musikalisch voll ins Schwarze traf. Schon beim ersten Song war klar – Lordi sind gekommen, um abzuliefern. Mr. Lordi selbst, massiv wie eh und je, thronte in seinem typischen Leder-Monster-Outfit über der Bühne und schmetterte seine Zeilen mit beeindruckender Stimmgewalt ins Publikum. Zwischen den Songs gab es kurze, witzige bis makabere Ansagen, und immer wieder gab es kleine Showeinlagen, die sich wie ein roter Faden durch das Konzert zogen. Zum Beispiel wurde ausgiebig der Unterschied im Deutschen zwischen ‚Ja‘ und ‚Ja Ja‘ analysiert. Aber natürlich kam die Musik auch nicht zu kurz, die Band war bestens eingespielt, die Gitarren kamen fett rüber. Natürlich gab es zum Schluss auch noch den weltberühmten Song ‚Hard Rock Hallelujah‘, der inzwischen weit über 100 Millionen Views auf YouTube hat. Auch ohne Pyro-Effekte lieferten Lordi eine sehens- und hörenswerte Show ab und das Area 53 Publikum war total aus dem Häuschen.
Setlist: 01 Legends Are Made of Clichés 02 Girls Go Chopping 03 Who’s Your Daddy? 04 Syntax Terror 05 Fangoria 06 The Riff 07 Hellizabeth 08 It Snows in Hell 09 Blood Red Sandman 10 Devil Is a Loser 11 Would You Love a Monsterman? 12 Hard Rock Hallelujah
https://www.facebook.com/LordiOfficial
GLORYHAMMER
Nun war Headliner-Zeit und das Area 53 Festival wurde Freitagnacht zum Schauplatz eines intergalaktischen Fantasy-Epos: Gloryhammer betraten die Bühne und entführten das Publikum in ihre schrille, epische Welt. Schon beim Einmarsch war klar – hier geht es nicht nur um Musik, sondern um eine theatralische Inszenierung, die mit voller Überzeugung zelebriert wurde. Die Band präsentierte sich gewohnt kostümiert, mit schillernden Anzügen, glitzernden Umhängen und jeder Menge Humor. Sänger Sozos Michael alias Angus McFife glänzte wie gewohnt mit kraftvoller Stimme und einer fast schon opernhaften Bühnenpräsenz. Er schaffte es mühelos, das Publikum von der ersten Minute an mitzureißen. Die Setlist war eine perfekte Mischung aus den drei letzten Hitalben aus der 15- jährigen Erfolgsgeschichte von Gloryhammer. Das Publikum feierte gut gelaunt mit und sang bei den größten Hits Zeile für Zeile mit. Und den wohl allergrößten Hit gab es dann kurz vor Schluss – ‚Hootsforce‘ ist wirklich eine mitreißende Power-Metal Hymne. Das große Finale gab es dann mit ‚The Unicorn Invasion of Dundee‘ und mit erhobenem Hammer verabschiedeten sich Angus McFife und seine Bandkollegen vom tollen Publikum.
Setlist: 01 The Land of Unicorns 02 He Has Returned 03 Fly Away 04 Angus McFife 05 Questlords of Inverness, Ride to the Galactic Fortress! 06 Wasteland Warrior Hoots Patrol 07 Gloryhammer 08 Fife Eternal 09 Masters of the Galaxy 10 On a Quest for Aberdeen 11 The Siege of Dunkeld (In Hoots We Trust) 12 Keeper of the Celestial Flame of Abernethy 13 Universe on Fire 14 Hootsforce 15 The Unicorn Invasion of Dundee
https://www.facebook.com/gloryhammer