BLACK UNICORN FESTIVAL am 10.10.2026 im OHO Oberwart
von Lucifera.Noir Lesedauer 7 Minuten
Das Rock Kollektiv Sued lud in diesem Herbst zum zweiten Mal zum Black Unicorn Festival nach Oberwart ein – und erneut folgten zahlreiche Metalfans aus ganz Österreich und sogar aus dem Ausland diesem Ruf. Mit seinem Konzept aus Musik und Spaß sorgt der Veranstalter für jede Menge Unterhaltung und Abwechslung. Zwischen den Liveshows gab es Spiele rund um das „schwarze Einhorn“, natürlich moderiert vom Einhörnchen. Außerdem stand ein großer Merch-Table mit Band- und Festivalmerch bereit. Auch die Bar war für ein relativ kleines Festival richtig gut ausgestattet, und im Außenbereich wartete ein Foodtruck mit Burgerspezialitäten. Nach den Liveshows ging es sogar noch mit einer Aftershowparty weiter, bei der ein DJ des bekannten Wiener Rock- und Metalsenders Radio 88.6 für Stimmung sorgte. Einer langen Partynacht stand somit nichts im Weg.
GHIDRAH
„Kommt näher!“ – mit dieser Aufforderung begrüßten Ghidrah die Metalfans im OHO Oberwart und eröffneten damit das diesjährige Black Unicorn Festival. Die Band stand in neuer Besetzung auf der Bühne und legte von Beginn an ordentlich los. Mit „Let’s go!“ wurde das Publikum zusätzlich angeheizt, und die Stimmung war schon bei der ersten Band des Abends bestens. Dass sich das Festival im Vergleich zum Vorjahr deutlich weiterentwickelt hat, zeigte sich auch an der Besucherzahl: Bereits bei Ghidrah waren mehr Fans vor der Bühne versammelt als noch im vergangenen Jahr beim Headliner. Man kann also durchaus sagen, dass sich das Black Unicorn Festival seit der letzten Ausgabe verdoppelt hat. Mit einem neuen Song, zu dem es auch ein Video gibt, ging es weiter: ‚Phantom Pain‘ sorgte für zusätzlichen Schwung. Immer wieder forderte der Sänger das Publikum mit einem lauten „Bang your heads!“ zum Mitmachen auf. Spätestens beim ersten Circle Pit, der sich beim vorletzten Song bildete, war klar, dass Ghidrah das Publikum voll auf ihrer Seite hatten. Ein energiegeladener Auftakt, der Lust auf die weiteren Bands des Abends machte.
Setlist: 01 Intro 02 Take The Crown Home 03 Torture 04 Phantom Pain 05 Juggernaut 06 Nahum (Mountains) 07 Nightbreaker 08 Bleed With Us 09 Not Good Enough 10 ?
https://www.facebook.com/ghidrahofficial
FEARANCY
Die Lokalmatadoren von Fearancy hatten zum Black Unicorn Festival nicht nur neue Shirts, sondern auch etwas frisches Material im Gepäck. Mit schneidigen Gitarrenriffs, ordentlich Druck und beeindruckenden Rauchsäulen auf der Bühne legten die Musiker einen energiegeladenen Auftritt hin, bei dem auch die Headbanger voll auf ihre Kosten kamen. Mit ‚Daemonium‘, dem Titelsong des letzten Albums, ging es weiter, bevor die Band das Publikum zum Mitmachen animierte. Ob sich beim nächsten Song vielleicht ein kleiner Circle Pit ausgehen würde, fragte der Sänger in die Runde. Die Aufforderung blieb nicht ohne Wirkung, denn vor der Bühne war nun ordentlich Bewegung angesagt. Nach dem letzten älteren Song standen schließlich zwei brandneue Stücke vom kommenden Album auf dem Programm. Die neuen Songs kamen bestens an und machen neugierig auf das, was Fearancy in Zukunft noch präsentieren werden. Die Fans zeigten sich vom Auftritt der Lokalmatadoren jedenfalls restlos begeistert. Mit mehreren echten Krachern lieferten Fearancy einen überzeugenden Auftritt beim Black Unicorn Festival ab.
Setlist: 01 Last Disease 02 Coldened 03 Daemonium 04 Voices 05 Sacrifice 06 Rise Again 07 Renegade Of Death 08 Doominated
https://www.facebook.com/fearancy
SHORES OF LUNACY
Jetzt wurde es laut und wild! Dafür sorgte die deutsche Deathcore-Band Shores Of Lunacy aus Würzburg, die das OHO Oberwart ordentlich aufmischte. Die Fans machten von Beginn an ordentlich Krach, doch dem Sänger fehlte noch etwas: „Ich höre euch, aber ihr bewegt euch nicht!“ Mit der anschließenden Aufforderung, endlich einen Circle Pit zu starten, war das Eis endgültig gebrochen. Von diesem Moment an gab es kein Halten mehr. Die Energie schwappte von der Bühne direkt in den Publikumsbereich über, und die Stimmung wurde immer ausgelassener. Eine Absperrung bzw. Barriere zwischen Bühne und Fans? Fehlanzeige! Shores Of Lunacy suchten so den direkten Kontakt zum Publikum und machten ihre Show damit zu einem Erlebnis für alle Beteiligten. Zwischendurch filmte der Sänger sogar mit dem Smartphone eines Fans und hielt so einige Eindrücke aus dem Publikum fest. Eine wilde Show, jede Menge Energie und dazu Musiker, die nicht nur ordentlich Gas gaben, sondern auch richtig sympathisch rüberkamen. Das OHO begann nun endgültig zu kochen – und das Rezept dafür hieß Metal!
Setlist: 01 King Of Rats 02 King Of Rats Chapter II 03 The Plague 04 Counting Worms 05 Arsonist 06 Devourer Of Gods 07 Viscum 08 Lost For Ages 09 Harmony Of Slaughter 10 Left To Rot
https://www.facebook.com/shoresoflunacy
TEMPERANCE
Die beliebte italienische Band Temperance steht kurz vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums ‚Arcani‘ und hatte natürlich auch einige neue Songs mit in die österreichische Provinz gebracht. Die Fans sicherten sich rechtzeitig die besten Plätze vor der Bühne, um die exklusive Österreich-Show aus nächster Nähe mitzuerleben. Dafür waren sogar Temperance-Fans aus dem Ausland angereist. Mit abwechslungsreichen Songs, großen Melodien und einem unverwechselbaren Sound zählen Temperance zu den beliebten Vertretern des Symphonic Metal. Besonders beeindruckend sind die drei unterschiedlichen Stimmen der amerikanischen Sängerin Kristin, des auch von Visions Of Atlantis bekannten Michele und des Gitarristen Marco, die jede Show zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Die Band präsentierte an diesem Abend ihre drei bereits veröffentlichten Singles des kommenden Albums sowie ‚The Fool‘, das am 14. Oktober, wenige Tage vor dem Album-Release, als weitere Single erscheinen wird. Die neuen Stücke fügten sich hervorragend zwischen die bekannten Klassiker ein und sorgten für jede Menge Begeisterung. Besonders gut kam bei den Fans der deutsch gesungene Refrain von ‚Diamanti‘ an. Die Zeit verging wie im Flug und wurde langsam knapp. Zum Glück gab der Veranstalter noch grünes Licht für einen letzten Song. Mit ‚Daruma‘ verabschiedeten sich Temperance schließlich von ihrem begeisterten Publikum. Ein grandioses Konzert einer fantastischen Band, das Lust auf mehr macht. Grazie, Temperance!
Setlist: 01 Intro – Into The Fire 02 Of Jupiter And Moons 03 The Devil: Sin Sin Sin 04 Death: Right Before We Die 05 The Tower: Lean Into Fear 06 Hero Reborn 07 Start Another Round 08 The Fool 09 The Last Hope In A World Of Hopes 10 Diamanti 11 Pure Life Unfolds 12 Daruma
https://www.facebook.com/temperanceband
DRAGONY
Nun war die Zeit gekommen für den zweiten Co-Headliner des Abends: Dragony! Im vergangenen Jahr mussten die österreichischen Symphonic-Power-Metaller ihren Auftritt beim Black Unicorn Festival leider absagen, da sich kurzfristig die Gelegenheit für eine Japan-Tour ergeben hatte. Eine solche Chance lässt man sich natürlich nicht entgehen! Wie versprochen wurde der Auftritt in Oberwart nun 2026 nachgeholt. Dragony sind inzwischen zu einem Septett angewachsen. In diesem Jahr wurde Co-Leadsängerin Maria Nesh als festes Bandmitglied integriert, wodurch die Liveshows der Band um ein weiteres optisches und musikalisches Highlight bereichert werden. Als echter heimischer Headliner hatte die Band zudem einen ganz besonderen Bezug zur Region: Sänger Siegfried stammt direkt aus Oberwart, und Drummer Chris ist selbst Mitglied des Rock Kollektiv Sued, das dieses schöne Festival veranstaltet. Die Stimmung vor der Bühne war bei den eingängigen, melodischen Songs von Beginn an hervorragend. Dazu sorgten einige Showeinlagen für zusätzliche Unterhaltung. So griff Maria zwischenzeitlich zu einer 88.6-Gummigitarre und schwenkte später gekonnt den roten Drachen – solche kleinen Details lockerten die Show auf und kamen beim Publikum bestens an. Dragony nutzten die Gelegenheit auch gleich, um auf ihr nächstes Album hinzuweisen, das voraussichtlich pünktlich zum 20-jährigen Bandjubiläum im Jahr 2027 erscheinen soll. Auch eine Tour ist bereits geplant, bei der die Band in zwei österreichischen Städten Station machen wird. Mit wem Dragony gemeinsam unterwegs sein werden, könnt ihr auf der Facebook-Seite der Band nachlesen. Ein gelungener Auftritt mit viel Melodie, guter Laune und einer ordentlichen Portion österreichischem Power Metal – schön, dass es diesmal mit dem Black Unicorn Festival geklappt hat!
Setlist: 01 Twilight Of The Gods 02 Gods Of War 03 Lords Of The Hunt 04 The World Serpent 05 The Einherjar (What Dreams May Come) 06 If It Bleeds We Can Kill It 07 Dragon Of The Sea 08 Dr. Agony 09 The Untold Story 10 Wolves Of The North 11 Beyond The Rainbow Bridge
https://www.facebook.com/dragonymetal























































