AMPHI FESTIVAL Köln Tanzbrunnen 28.07.2018

The Creepshow

THE CREEPSHOW ist die bekannteste Psychobilly Band Kanadas. In ihren Texten singen sie häufig über Horrorfilme und die darin vorkommenden Monster. Gegründet wurde die Band 2005. Sie sind in den letzten 12 Jahren kontinuierlich live in weiten Teilen der Welt aufgetreten und haben sich eine große und beständig wachsende Fanbase erspielt und unzählige Platten verkauft. Millionen von Fans haben ihre Videos auf YouTube gesehen. Es gab zahlreiche positive Berichte in bekannten Musikzeitschriften und Onlineportalen.
Sie haben bereits im Frühjahr diesen jahres eine erfolgreiche Headliner-Tour durch Deutschland absolviert. Vier Jahre nach der letzten Platte präsentieren THE CREEPSHOW nun ihr neues Studioalbum ‘Death At My Door’. Weiterhin mit an Bord der Band ist Sängerin Kenda. In der Vergangenheit wechselten die Sängerinnen fast regelmäßig bei jedem neuen Album. “Death at My Door” ist ein richtig gutes Album geworden, welches die Fans nicht enttäuschen wird. Die kanadische Band wird damit der Vorreiter im Bereich des Psychobilly bleiben.
Um die Mittagszeit waren THE CREEPSHOW die zweite Band auf der Hauptbühne.
Das Konzert der Kanadier war gut besucht und es war von Anfang an Stimmung. Die Electro-Hochburg Amphi-Festival hatte also auch gefallen an anderen Musikrichtungen. Spätestens beim Song ‚Run For Your Life‘ war das Eis dann endgültig gebrochen – ein schneller Song, bei dem man einfach nicht ruhig stehen bleiben kann. Total sympathisch waren auch die deutschsprachigen Ansagen von Keyboarder Kristian. Auch optisch hat die Band einiges zu bieten.
Die hübsche Sängerin Kenda mit der kurzen blauen Jeans und der großen roten Gitarre, und Kontrabass-Spieler Sean, der mit seinem Instrument gekonnt elegante Drehungen machte.
Abwechslung kam auch in den Auftritt, da sich auch die Männer um Kenda herum teilweise am Gesang beteiligen. Als dann das Publikum zum ‚Circle Pit‘ aufgefordert wurde, merkte man, dass das nicht auf jedem Festival funktioniert. Das ist eher eine Sache für ein anderes Publikum oder die eigene Clubtour. Vor dem Song ‚Devil’s Son‘ sagte Kendra: ‘wenn ihr den Song kennt, singt einfach mit‘.
Natürlich spielte die Band auch einige Songs vom neuen Album, wie zB ‚Sticks and Stones‘. Im Verlauf des Konzertes wurde der Jubel der Zuschauer immer mehr.
Den Schluss des Songs ‚See you in hell‘ sang Kendra im Graben vor der Barriere. Tolle 45 Minuten mit einer faszinierenden Band.

01.Death At My Door
02.Demon Lover
03.Run For Your Life
04.Buried Alive
05.Sell Your Soul
06.Zombies
07.Grave Diggers
08.Devil’s Son
09.Sticks & Stones
10.See You In Hell
11.Shake
12.Creatures
13.They All Fall Down
Rue Morque

Lebanon Hanover

Whispers in the Shadow

Soviet Soviet

A Projection

Die Band A PROJECTION wurde 2013 gegründet. Sie stammt aus Stockholm in Schweden. Ihr aktuelles Album erschien 2017 und heisst ‚Framework‘. Aktuell befindet sich die Band an der Arbeit des dritten Albums.
Die Band befindet sich aktuell nicht mehr auf Tour, hatte in diesem Jahr aber bereits einige Auftritte in Deutschland. Somit ist der Auftritt beim Amphi Festival aktuell eine ziemlich exclusive Sache. A PROJECTION durften auf der Orbit Stage spielen. Diese Bühne befand sich an Bord des Schiffes ‚MS RheinEnerie‘. Die Location war gut gefüllt, und ebenfalls wie die Theater Stage durch eine Klimaanlage auf angenehme Temperaturen gekühlt. Das waren beste Bedingungen für die Band und die Fans. Das Publikum wurde von den Schweden in deutscher Sprache begrüßt: ‚Amphi, wie geht’s?‘. Der Sänger bewegte sich mega cool auf der Bühne, und man merkte, wie er in seinen Songs versinkt. Die Band spielte Songs von ihren bisherigen Alben, aber sie hatten natürlich auch einen brandneuen Song mitgebracht – ‚Bridges Fall‘. Was für eine tolle Stimmung, die diese Musik verbreitet, mehr Emotion geht nicht, und der Sänger lag am Ende des Songs sogar auf dem Rücken und sang den Rest im Liegen. Eines meiner Highlights auf dem diesjährigen Amphi war leider viel zu schnell zu Ende. Tolle Wave und Postpunk Musik à la The Cure. Ich freue mich auf das neue Album und hoffe auf eine ausgiebige Tour.

01. Exit
02. Dark City
03. Transition
04. I’m Not Here
05. Bridges Fall
06. For Another Day
07. The Laughing Garden
08. Scattered
09. No Light
10. Hands
11. Young Days

ASP

Die Ausnahmeband ASP war mal wieder zu Besuch beim Amphi Festival in Köln. Die Fangemeinde der Band ist inzwischen riesig. In der Vergangenheit schafften es sogar einige ihrer mehr als zehn Alben in den Top 10 der Charts. Im Oktober 2018 werden sie wieder durch die Clubs des Landes ziehen – Zaubererbruder – Der Krabat Liederzyklus, so der Name der Tour.
Als Headliner des ersten Festivaltages betraten ASP um 08:40p.m. die Bühne.
Das Konzert begann mit einem lauten Knall und Sänger Alexander betrat wie so oft mit seiner Laterne in der Hand die Bühne. Eine total gut gelaunte Band spielte vor einer bis zum Rand gefüllten Location. Die Stimmung war über das gesamte Konzert überwältigend. Tolle Pyrotechnik und andere Effekte säumten die aufwendig gestaltete Show. Teilweise lag der Geruch einer Silvesternacht in der Luft. Es fiel der sympathischen Band total einfach, das euphorische Publikum mitzureißen. Oftmals stiegen Nebelsäulen zwischen den Musikern auf, das sah vor allem aus den hinteren Reihen betrachtet, absolut toll aus. Sänger Alexander erwähnte mehrmals, wie schön doch die Menschen im Publikum sind. Er frage: ‚Wie habt ihr das gemacht mit der Schminke bei der Wärme ? … Ihr wart doch heimlich im Hotel und habt euch neu geschminkt und frisch gemacht‘. Zum Song ‚Astoria Verfallen‘ wurde das Publikum zum mitsingen aufgefordert. Alexander lief währenddessen auf der Bühne hin und her, und schaute nach, ob auch wirklich jeder mitmacht. Und ich glaube jeder, der den Text kannte hat sich am Singen beteiligt. Alexander sagte, er hätte auch gerne den Auftritt von MIDGE URE, der gleichzeitig in der Theater Stage stattfand, gesehen. Aber er fügte hinzu, dass es hier mit seinen Fans dann doch schöner ist. ‚Seid so laut, dass MIDGE URE euch hören kann‘ ergänzte er. Und das Publikum war mega laut, man fühlte sich fast wie in der Fankurve des Kölner Fussballvereins. Natürlich waren im Set des Abends auch die großen Hits ‚Und Wir Tanzten‘ und ‚Wechselbalg‘ enthalten. Die Feuersäulen, die beim Song ‚Ich Will Brennen‘ aufstiegen, waren mindestens bis zur 20. Reihe zu spüren. Ein grandioser Auftritt und ein würdiger Abschluss des ersten Festivaltages auf der Mainstage.