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TARJA live in der SiMMCity Wien 17.10.2026 | Frisson Live 2026 Tour |

Mitte Oktober war Tarja Turunen im Rahmen ihrer ‚Frisson Live 2026‘ Tour zu Gast in Wien. Die ursprünglich in der ((Szene)) Wien geplante Show wurde in die SiMMCity hochverlegt, und auch die größere Location war sehr gut gefüllt und fast ausverkauft. Und das Kommen sollte sich lohnen – Tarja präsentierte sich auf ihrer letzten Tourstation in Höchstform. Als Supportbands waren heute Abend The Skys aus Litauen und Symphonity aus Tschechien mit dabei.

THE SKYS

„Hallo, wir sind The Skys aus Litauen!“ Mit diesen Worten begrüßte das Trio das Wiener Publikum. Die litauische Band setzte auf ein Zusammenspiel aus Gitarre, Schlagzeug und Keyboard, mit dem sie atmosphärische Klanglandschaften entstehen ließ. Dabei waren es vor allem die vielschichtigen Soundteppiche, wie zum Beispiel beim Song ‚Colours Of The Desert‘ und die musikalischen Arrangements, die dem Auftritt seinen besonderen Charakter verliehen. „Hallo Wien, wie geht’s euch? Es ist so schön, euch zu sehen“, hieß es wenig später von der Bühne. Die SiMMCity war tatsächlich schon bei der ersten Band des Abends richtig gut gefüllt. Ein besonderes Augenmerk galt der Stimme von Božena am Keyboard, die mit ihrer Ausdruckskraft überzeugte und dem Sound der Band eine zusätzliche Dimension verlieh. Zusammen mit der Gitarre und dem Schlagzeug entstand ein abwechslungsreiches Klangbild, bei dem atmosphärische Passagen ihren Platz fanden. Nach ihrem Auftritt bedankten sich The Skys beim Wiener Publikum, das die Band mit reichlich Applaus verabschiedete. Das vor inzwischen über 30 Jahren gegründete Trio aus Litauen hinterließ damit einen stimmungsvollen Eindruck und zeigte, wie sich melodischer Progressive Rock mit atmosphärischen Klangwelten verbinden lässt.

https://www.facebook.com/theskys

SYMPHONITY

„Wir sind aus Tschechien!“ Mit dieser Ansage stellte sich Symphonity dem Wiener Publikum vor. Die Band aus Brünn wurde bereits 1994 gegründet und blickt damit auf eine lange Geschichte zurück. In diesem Jahr gab es allerdings Veränderungen in der Besetzung: Mit Sängerin Lucie bekam die Formation eine neue Stimme. Von der ursprünglichen Besetzung ist heute nur noch Gitarrist Libor mit dabei. Dass Symphonity jede Menge Power auf die Bühne bringen, wurde schnell deutlich. Druckvoller Power Metal, kraftvolle Gitarren und ordentlich Tempo sorgten dafür, dass auch die Haare im Publikum kräftig wehten. Bemerkenswert war außerdem, dass die Tschechen sogar ein Fernsehteam aus ihrer Heimat mit nach Wien gebracht hatten. Zwischen den Songs suchte die Band immer wieder den Kontakt zum Publikum. Dabei kommunizierten die Musiker fast ausschließlich auf Deutsch mit den Wiener Fans – eine sympathische Geste, die gut ankam. Auch die Frage, ob sich alle auf Tarja freuen würden, durfte nicht fehlen. Für einen stimmungsvollen Moment sorgte die Ankündigung einer schönen Ballade. „Habt ihr euer Handy dabei? Erleuchtet diesen Raum!“ Mit den leuchtenden Smartphones entstand eine passende Atmosphäre, bevor Symphonity anschließend wieder ordentlich aufs Tempo drückten. Ein besonderes Highlight war „Evening Star“, bei dem eine zweite Sängerin auf die Bühne kam: Gemeinsam mit Liliana Zeitlerová präsentierte Lucie ein wundervolles Duett. Die unterschiedlichen Stimmen harmonierten hervorragend miteinander und unterstrichen die symphonische Ausrichtung der Band. Vor allem Lucies Opernstimme verlieh dem Auftritt eine besondere Note. Zum Abschluss wurde es noch einmal richtig stimmungsvoll. „Wenn ihr das nächste Lied kennt, dann singt mit mir!“, forderte die Band das Publikum auf. Mit „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ von Nena hatten Symphonity einen bekannten Hit im Gepäck, bei dem die Wiener natürlich kräftig mitsangen. Die Coverversion sorgte für beste Stimmung und bildete einen gelungenen Abschluss des Auftritts. Sympathisch, publikumsnah und musikalisch druckvoll präsentierten sich die Tschechen als passende Supportband für Tarja. Mit Lucies ausdrucksstarker Opernstimme und dem gelungenen Duett bei „Evening Star“ setzte Symphonity besondere Akzente. Wien wurde für die Band zu einem gelungenen Abschluss einer großartigen Tour – und das Publikum verabschiedete die Formation mit reichlich Applaus.

Setlist: 01 Mongols 02 The Plague 03 Dreaming Of Home 04 Evening Star (Duett mit Liliana Zeitlerová) 05 Irgenwie Irgendwo Irgendwann (Nena Cover)

https://www.facebook.com/SYMPHONITY

TARJA

Nach einigen Minuten Wartezeit war die Bühne bereit für das Highlight des Abends: Tarja Turunen. Fast schon ikonisch stand die finnische Ausnahmesängerin im grellen Gegenlicht, als die ersten Töne des Titelsongs ‚Frisson Noir‘ erklangen. Ein Auftakt, der sofort für die passende Atmosphäre sorgte und den Beginn eines mitreißenden Konzertabends markierte. Mit ‚Lost Northern Star‘ folgte ein Stück vom 2007 erschienenen Debütalbum ‚My Winter Storm‘. Die Stimmung in der SiMMCity war von Anfang an hervorragend. Wien bildete die letzte Station dieser Tour, und Tarja ließ keinen Zweifel daran, dass sie sich freute, wieder in der österreichischen Hauptstadt zu sein. „Es ist immer wieder schön, in Wien zu sein“, ließ sie das Publikum wissen. Mit ‚At Sea‘, einer Single aus ihrem aktuellen Album ‚Frisson Noir‘, ging es weiter. Die Stimmung erreichte immer neue Höhen. Dazu kamen ein hervorragender Sound und eine beeindruckende Lichtshow, die den Auftritt perfekt in Szene setzten. Über Tarjas außergewöhnliche Stimme muss man eigentlich kaum noch Worte verlieren – ihre Ausdruckskraft und ihr unverwechselbarer Gesang sprechen für sich. Für einen besonderen Moment sorgte eine atemberaubende Instrumentalpassage, während Tarja die Bühne für etwa eine Minute verließ. Als sie zurückkehrte, nahm der Abend wieder Fahrt auf.

Zwischen den Songs sagte Tarja dann, dass sie Wien bereits im Alter von 17 Jahren zum ersten Mal besucht hat. „Das ist inzwischen schon einige Jahre her“, scherzte sie. Umso schöner sei es, nun wieder hier auf der Bühne zu stehen. Ihren Fans sprach sie ausdrücklich ihren Dank für die langjährige Treue aus: „Ich kann meinen Traum nur wegen euch leben.“ Worte, die beim Publikum ankamen und einmal mehr die besondere Verbindung zwischen der Sängerin und ihren Fans zeigten.

Nach dem Hit ‚I Walk Alone‘ folgte ein Akustikset, das eine weitere, besonders gefühlvolle Seite der Sängerin offenbarte. Die ruhigeren Arrangements boten Raum für die ganze Bandbreite ihrer Stimme. Das Publikum reagierte begeistert: Immer wieder brandeten Applaus und Jubel auf, teilweise sogar mitten in den Songs. „Vielen, vielen Dank!“, bedankte sich Tarja sichtlich herzlich, bevor es nach dem ruhigeren Abschnitt wieder kraftvoll weiterging. Grünes Licht tauchte die Bühne in eine neue Atmosphäre, während die Haare der Sängerin im Takt der Musik wehten. Mit ‚I Don’t Care‘ stand anschließend eine weitere Single aus ‚Frisson Noir‘ auf dem Programm. Auf dem Album ist der Song als Duett mit Dani Filth, dem legendären Frontmann von Cradle of Filth, zu hören. Auch live entfaltete das Stück seine kraftvolle Wirkung und fügte sich bestens in das abwechslungsreiche Set ein.

Mit klirrendem Gitarrensound startete der Zugabenblock mit ‚Dead Promises‘ vom Album ‚In the Raw‘. Zum Abschluss schlug die Sängerin noch einmal ruhigere Töne an: Der zeitlose Klassiker ‚Until My Last Breath‘ sorgte für einen emotionalen Moment, ehe ‚Against the Odds‘ ein letztes Mal das faszinierende stimmliche Repertoire der Finnin unter Beweis stellte. Nach rund 90 epischen Minuten war schließlich Schluss. Tarja verabschiedete sich mit einem Auftritt, der kraftvolle Metal-Passagen, gefühlvolle Akustikmomente und ihre unverkennbare Stimme zu einem beeindruckenden Gesamterlebnis verband. Die letzte Station der Tour in Wien wurde damit zu einem würdigen Abschluss – und zu einem Konzertabend, der den Fans noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

Setlist: 01 Frisson Noir 02 Lost Northern Star 03 Neverlight 04 Serene 05 Love to Hate 06 Little Lies 07 At Sea 08 Tears in Rain 09 I Walk Alone 10 Boy and the Ghost (Acoustic) 11 Montañas de silencio (Acoustic) 12 Calling Grace (Acoustic) 13 The Living End (Acoustic) 14 Underneath (Acoustic) 15 Ciarán’s Well 16 I Don’t Care 17 Dead Promises 18 The Trace  Outlives 19 Until My Last Breath 20 Against The Odds

https://www.facebook.com/tarjaofficial

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