AREA 53 FESTIVAL 2026 – TAG 3 – LEOBEN 18.07.2026

von Lucifera.Noir Lesedauer 10 Minuten


Der Samstag begann beim Area 53 Festival traditionell um 10.00 Uhr mit der großen Pilgerreise. Hunderte Festivalbesucher versammelten sich gemeinsam mit dem Festivaljesus an der kleinen Festivalkapelle auf dem Deluxe-Campingplatz, bevor sich der schwarze Tross auf den rund 500 Meter langen Weg zum Festivalgelände machte. Dort wartete bereits Kultsängerin Jazz Gitti, die mit ihrem Frühschoppen-Programm für beste Stimmung sorgte und den letzten Festivaltag auf ihre ganz eigene Art eröffnete. Auch das Wetter zeigte sich am Samstag noch einmal von seiner besten Seite. Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen sorgten für perfekte Festivalbedingungen, verlangten den Besuchern aber auch einiges ab. Entsprechend groß war der Andrang bei der kostenlosen Trinkwasserstation sowie der beliebten Dusche auf dem Festivalgelände, die vielen eine willkommene Abkühlung verschaffte. So startete der finale Festivaltag bestens gelaunt und mit viel Vorfreude auf die letzten musikalischen Höhepunkte des Area 53 Festivals 2026.

JAZZ GITTI

Wie bekommt man am letzten Festivaltag schon am Vormittag rund eintausend Festivalbesucher auf das Gelände? In Leoben ist die Antwort seit Jahren dieselbe: Jazz Gitti. Die beliebte österreichische Entertainerin und Sängerin eröffnete auch heuer den Samstag mit ihrem traditionellen Frühschoppen und bewies einmal mehr, dass sie Generationen und Musikrichtungen mühelos miteinander verbindet. Mit ihrer sympathischen, direkten und unverfälschten Art hatte sie die Metalfans wie immer vom ersten Moment an auf ihrer Seite. Es wurde mitgesungen, geklatscht, gehüpft, getanzt und ausgelassen gefeiert – selbst eingefleischte Headbanger ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Jazz Gitti verwandelte das Festivalgelände bereits vor dem ersten Mittagsbier in eine fröhliche Partyzone und sorgte für beste Laune, bevor die ersten Metalbands die Bühne übernahmen.

Setlist: 01 Jetzt gemmas an 02 Trammway foarn 03 Hoppala 04 Es gibt so viele Trottel’n auf der Welt 05 So a schöner Tag (Fliegerlied) 06 A Wunda 07 Jazz Gitti Hitmedley

https://www.facebook.com/jazzgitti


APIS

Bereits bei der Premiere des Area 53 Festivals im Jahr 2017 standen Apis auf der Bühne – 2026 kehrte die Band nun an diesen inzwischen traditionsreichen Ort zurück und eröffnete nach dem traditionellen Frühschoppen mit Jazz Gitti als erster Metal-Act den dritten Festivaltag. Obwohl die Band erst seit Kurzem mit einem neuen Sänger unterwegs ist, war davon auf der Bühne kaum etwas zu merken. Apis präsentierten sich hervorragend eingespielt, harmonisch und voller Spielfreude. Mit druckvollen Songs und einer energiegeladenen Performance gelang ihnen ein gelungener Auftakt in den Metal-Samstag, der das Publikum sofort auf Betriebstemperatur brachte. Wer Gefallen an der Band gefunden hat, muss nicht lange auf die nächste Gelegenheit warten: Bereits Ende August sind Apis beim Metal Escalation Festival in Gloggnitz zu sehen – schaut einfach mal dort vorbei.

https://www.facebook.com/apismusic



WATCH THEM FAIL

Mit Watch Them Fail aus der Steiermark stand anschließend eine der besten Bands der Region auf der Bühne. Die Metalcore-Band bewies einmal mehr, dass sie zu jeder Tageszeit in der Lage ist, ein Festivalpublikum komplett mitzureißen. Druckvolle Breakdowns, eingängige Melodien und harte Riffs sorgten von Beginn an für beste Stimmung vor der Bühne. Natürlich ließ es sich Frontmann Stoffl auch in Leoben nicht nehmen, die große Bühne zu verlassen und sich mitten unter die Fans zu mischen. Unter lautem Jubel führte er den ersten Circle Pit des Tages höchstpersönlich an und machte die ohnehin energiegeladene Show zu einem echten Highlight des frühen Nachmittags. Das Heimspiel von Watch Them Fail war sogar so stürmisch, dass sich mitten in der Show das Backdrop selbstständig machte und zu Boden fiel. Watch Them Fail wussten bei ihrem zweiten Area 53 Auftritt nach 2024 wieder voll zu überzeugen und kehren hoffentlich eines Tages wieder hierher zurück.

https://www.facebook.com/WatchThemFailOfficial



NEVER OBEY AGAIN

Alle, die im April beim Vienna Core Fest in Wien dabei waren, wussten bereits, was sie erwarten würde – für alle anderen zählten Never Obey Again wohl zu den größten Überraschungen und Neuentdeckungen des Area 53 Festivals 2026. Die italienische Alternative-Metal-Band legte einen energiegeladenen Auftritt hin und hatte das Publikum vom ersten Song an auf ihrer Seite. Besonders Frontfrau Carolina Bertelegni zog mit ihrer charismatischen Bühnenpräsenz und ihrer kraftvollen Stimme alle Blicke auf sich. Gemeinsam mit ihren Bandkollegen präsentierte sie modernen Alternative Metal, der harte Gitarrenriffs mit eingängigen Melodien und elektronischen Elementen verbindet. Nur zwei Tage vor ihrem Auftritt in Leoben hatten Never Obey Again ihre neue Single ‚Gatekeepers‘ veröffentlicht. Der brandneue Song durfte auf der Setlist natürlich nicht fehlen und wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Mit ihrer energiegeladenen und gleichzeitig abwechslungsreichen Performance hat die Band eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch auf größeren Bühnen perfekt abliefern können und dürfte nach diesem Auftritt einige neue Fans hinzugewonnen haben.

Setlist: 01 Give Me A Fuckin Break 02 Play Pretend 03 Animal By Choice 04 Plastic Love 05 Toxic Feelings 06 The Storm 07 Gatekeepers 08 Control 09 9:45

https://www.facebook.com/neverobeyagain



BRUTAL SPHINCTER

Mit Brutal Sphincter aus Belgien stand anschließend wohl die außergewöhnlichste Band des gesamten Samstags auf der Bühne. Bereits der nicht ganz alltägliche Bandname ließ erahnen, dass hier kein gewöhnlicher Metal auf das Publikum warten würde. Die Belgier lieferten eine kompromisslose Grindcore-Show ab, die vor allem die Fans extremer Gangarten begeisterte. Sicherlich war dieser Auftritt nicht für jedes Ohr geeignet, doch genau das macht den Reiz eines gut zusammengestellten Festivals aus: musikalische Vielfalt und die Möglichkeit, auch einmal über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Während einige Zuschauer das Geschehen mit neugierigen Blicken verfolgten, feierten die eingefleischten Grindcore-Fans jede Sekunde der rasanten, brachialen Performance. Brutal Sphincter spielten ihren Stil mit voller Überzeugung und enormer Intensität. Für die Anhänger dieses extremen Sounds war der Auftritt zweifellos eines der Highlights des Tages und dürfte ihnen noch lange in Erinnerung bleiben.

https://www.facebook.com/BrutalSphincter



VINEGAR HILL

Nun war eine Band an der Reihe, auf die viele Besucher mit besonderer Spannung gewartet hatten. Bereits zum dritten Mal standen Vinegar Hill auf der Bühne des Area 53 Festivals. Die 2007 im Festivalort Leoben gegründete Band gehört längst zu den Aushängeschildern der regionalen Metalszene und präsentierte heute unter anderem Songs ihres fünftes Studioalbum „Darkness Echoes“, das im vergangenen Jahr erschienen ist. Von der ersten Minute an lieferten Vinegar Hill eine mitreißende Performance ab. Unterstützt von stimmungsvoller Pyrotechnik und brennenden Fackeln entstand eine beeindruckende Atmosphäre, die den Auftritt zu einem der visuellen und musikalischen Höhepunkte des Samstags machte. Ein besonderes Highlight war die brandneue Single ‚Stand In White‘, die gemeinsam mit Gastsängerin Corri als kraftvolles Duett präsentiert wurde. Ebenso sorgte das ruhigere ‚An Avalanche Of Empathy‘ aus dem Jahr 2022 für Gänsehautmomente. Vinegar Hill bewiesen, dass sie nicht nur mit Härte, sondern auch mit emotionalen Songs überzeugen können. Mit ihrer Mischung aus eingängigen Melodien, kraftvollen Riffs und einer professionellen Bühnenpräsenz unterstrichen Vinegar Hill eindrucksvoll, warum sie seit Jahren zu den beliebtesten Bands der Region gehören und auch Auftritte wie beim legendären Nova Rock inzwischen schon fast  zur Tagesordnung gehören. Der Heimauftritt in Leoben wurde entsprechend frenetisch gefeiert und zählte für Viele zu den Tageshöhepunkten. 

Setlist: 01 Mouth Of Rust 02 The Fall 03 Fiction 04 Darkness Echoes 05 Traitors Call 06 Stand In White 07 The Day The Sun Died 08 The Scapegoat 09 All Suns Decending 10 An Avalanche Of Empathy 

https://www.facebook.com/VinegarHillMusic



AD INFINITUM

Mit Ad Infinitum betrat anschließend ein weiterer gern gesehener Rückkehrer die Bühne des Area 53 Festivals. Bereits 2022 begeisterte die in Montreux gegründete Symphonic-Metal-Band das Publikum in Leoben mit einer eindrucksvollen Show – und auch dieses Mal wurden die Erwartungen der Fans mehr als erfüllt. Schon vor Konzertbeginn drängten sich die Fans dicht vor der Bühne, um Frontfrau Melissa Bonny und ihre Band live zu erleben. Mit ihrer charismatischen Ausstrahlung und ihrer beeindruckenden stimmlichen Bandbreite zog sie das Publikum vom ersten Song an in ihren Bann. Kraftvolle Gitarren, moderne Symphonic-Metal-Elemente und eingängige Refrains sorgten für eine mitreißende Atmosphäre. Visuell wurde der Auftritt von einer eindrucksvollen Pyroshow untermalt, die perfekt mit den energiegeladenen Songs harmonierte. Zu den Höhepunkten des Sets zählten unter anderem ‚Outer Space‘ und ‚Unstoppable‘ vom aktuellen Album ‚Abyss‘, die von den Fans lautstark mitgefeiert wurden. Ad Infinitum bewiesen einmal mehr, warum sie zu den spannendsten Vertretern des modernen Symphonic Metal gehören.

Setlist: 01 Upside Down 02 Aftermath 03 Follow Me Down 04 Outer Space 05 Surrender 06 Animals 07 The One You’ll Hold On To 08 My Halo 09 Regicide 10 Unstoppable 11 Into The Night

https://www.facebook.com/AdInfinitumMusic



BLEED FROM WITHIN

Mit dem kraftvollen Titelsong ihres aktuellen Albums ‚Zenith‘ begann die wilde musikalische Reise von Bleed From Within beim Area 53 Festival 2026. Von der ersten Sekunde an war klar, dass die Schotten hier eine Stunde Vollgas geben werden. Die Stimmung vor der Bühne explodierte förmlich, euphorische Fans feierten jede Note und die Crowdsurfer hatten Hochbetrieb – das war Metalcore auf absolutem Spitzenniveau. Bereits mit ‚The End Of All We Know‘ ,einem der bekanntesten Songs der Band, erreichte die Atmosphäre den nächsten Höhepunkt. Ein riesiger Circle Pit setzte sich in Bewegung, während die Band mit ihrer kompromisslosen Intensität das Publikum immer weiter anheizte. Bleed From Within präsentierten eine Show voller Energie, Härte und Spielfreude, die den Fans kaum eine Gelegenheit zum Durchatmen ließ. Frontmann Scott Kennedy überzeugte nicht nur mit seiner kraftvollen Performance, sondern auch mit seiner sympathischen Art. Ganz traditionell trat der Schotte im Kilt auf und nahm sich sogar die Zeit, einem Crowdsurfer die Hand zu reichen – eine Geste, die bei den Fans hervorragend ankam. Überhaupt war die Verbindung zwischen Band und Publikum während des gesamten Konzerts außergewöhnlich. Vor allem die ersten Reihen erwiesen sich als absolut textsicher und sangen zahlreiche Refrains lautstark mit. Auch nach mehr als 20 Jahren Bandgeschichte bewiesen Bleed From Within heute Abend eindrucksvoll, warum sie zu den besten Livebands des modernen Metalcore zählen. Mit einer makellosen Performance und einer Setlist voller Highlights lieferten sie einen der intensivsten und schweißtreibendsten Auftritte des gesamten Festivals ab.  

Setlist: 01 Zenith 02 The End of All We Know 03 Levitate 04 A Hope in Hell 05 Violent Nature 06 Pathfinder 07 Dying Sun 08 God Complex 09 I Am Damnation 10 In Place of Your Halo

https://www.facebook.com/bleedfromwithinband



PAIN

Mit großer Spannung wurde anschließend natürlich auch der Auftritt von Pain erwartet. Die Industrial-Metal-Institution um Mastermind Peter Tägtgren legte vom ersten Moment an ein beeindruckendes Tempo vor und eröffnete das Set mit dem mehr als 20 Jahre alten Klassiker ‚Same Old Song‘. Sofort war die Stimmung auf dem Siedepunkt und das Publikum feierte die Band lautstark. Nach dem starken Auftakt richtete Pain den Fokus auch auf das aktuelle Studioalbum ‚I Am‘ aus dem Jahr 2024. Die neuen Songs fügten sich nahtlos zwischen die bekannten Klassiker ein und bewiesen eindrucksvoll, dass die Band auch heute noch auf höchstem Niveau komponiert. Vor allem ‚Don’t Wake The Dead‘ entwickelte sich live zu einem absoluten Highlight und besitzt ohne Zweifel das Potenzial, selbst einmal zu einem Pain-Klassiker zu werden. Mit Songs wie ‚Suicide Machine‘ und dem mitreißenden ‚Party In My Head‘ hielt Peter Tägtgren die Stimmung konstant auf höchstem Niveau. Das Publikum sang, tanzte und feierte jede Minute der energiegeladenen Show, während nun riesige bunte Luftballons über das Festivalgelände flogen. Den krönenden Abschluss bildete schließlich der unverwüstliche Hit ‚Shut Your Mouth‘. Der dazugehörige Videoclip zählt mittlerweile über 40 Millionen Aufrufe auf YouTube – aber live entfaltet der Song immer eine ganz besondere Wirkung. Pain lieferten in Leoben eine nahezu perfekte Mischung aus Klassikern, starken neuen Songs und einer packenden Liveperformance. Dieses Gesamtpaket aus Hits, Spielfreude und Publikumsreaktionen hatte ohne Zweifel bereits echtes Headliner-Niveau.

Setlist: 01 Same Old Song 02 I Just Dropped By (To Say Goodbye) 03 Don’t Wake the Dead 04 End of the Line 05 Call Me 06 Bye/Die 07 Zombie Slam 08 Suicide Machine 09 Party in My Head 10 I’m Going In 11 The Great Pretender 12 Go With the Flow 13 Shut Your Mouth

https://www.facebook.com/OfficialPain



IN FLAMES

Mit In Flames stand schließlich der mit Spannung erwartete Headliner des Area 53 Festivals 2026 auf der Bühne. Schon mit den ersten Tönen war die Euphorie im Publikum förmlich greifbar. Vor der Bühne wurde lautstark mitgesungen, an der Absperrung kreischten die Fans voller Begeisterung und nicht nur die ersten Reihen feierten jede Sekunde der Show. Die schwedischen Melodic-Death-Metal-Legenden lieferten eine perfekte Mischung aus zeitlosen Klassikern und neueren Songs. Neben Fanfavoriten wie ‚Colony‘ und ‚Only For The Weak‘ überzeugten auch die Stücke des neuen Nummer 1 Albums ‚Foregone‘ auf ganzer Linie. Besonders ‚Meet Your Maker‘ schlug live gewaltig ein und brachte das Publikum endgültig zum Ausrasten. Immer wieder hallte ein lautstarkes „Hey, Hey, Hey“ über das Festivalgelände, während die Fans trotz drei intensiver Festivaltage noch einmal ihre letzten Kraftreserven mobilisierten. Mit gewaltigen Gitarrenriffs, eingängigen Melodien und der unverwechselbaren Stimme von Anders Fridén zeigten In Flames eindrucksvoll, warum sie seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Bands des Genres gehören. Beim fulminanten Abschluss mit ‚Take Your Life‘ wurde ein letztes mal gesprungen, gesungen und gefeiert, bevor sich In Flames unter großem Applaus von den begeisterten Fans verabschiedeten. Was für ein würdiges Finale eines großartigen Festivalwochenendes! Das Area 53 Festival 2026 verabschiedete sich mit einer Headlinershow, die keine Wünsche offenließ. Und für alle Fans von In Flames gibt es bereits den nächsten Grund zur Vorfreude: Das mittlerweile 15. Studioalbum der Schweden ist bereits fertiggestellt und soll in den kommenden Monaten erscheinen.

Setlist: 01 Colony 02 Deliver Us 03 In the Dark 04 Voices 05 Paralyzed 06 The Quiet Place 07 Meet Your Maker 08 The Chosen Pessimist 09 Cloud Connected 10 Artifacts of the Black Rain 11 Trigger 12 Only for the Weak 13 Foregone Pt. 2 14 State of Slow Decay 15 Alias 16 The Mirror’s Truth 17 I Am Above 18 Take This Life

https://www.facebook.com/inflames


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