ROCK CASTLE OPEN AIR 2026

von Lucifera.Noir Lesedauer 19 Minuten


Wir berichten für dich über 27 Bands des Rock Castle 2026, sollte dein Favorit fehlen, schau doch einfach mal auf die Websites der vielen Kollegen, die ebenfalls beim Festival vor Ort waren. Zu vielen der Auftritte haben wir auch die Setlist, einige direkt von den Bands, einige von der Website des Marktführers übernommen. Weiterhin findest du auch die kompletten Fotoalben auf unserer Facebook-Seite. Außerdem sind dort auch Fotos von ausgewählten Autogrammstunden. Solltest du Anregungen haben oder einen Fehler im Text finden, schicke uns doch einfach eine Mail, wir freuen uns eh immer über Post von Metalheads. Nun viel Spaß beim Lesen und Anschauen. Wir freuen uns schon, euch nächstes Jahr alle wiederzusehen. Liebe Grüße – euer Pix666 Team Lucifera.Noir und Marko aka. Heinz Kevin Black

ROCK CASTLE OPEN AIR 13.08.2026 – Tag 1 – Schlosspark Moravský Krumlov

Auch bei der sechsten Ausgabe des Rock Castle Open Air hatte Veranstalter Pragokoncert Bohemia einen Pakt mit dem Wettergott abgeschlossen – wir erlebten wie schon im Vorjahr drei Tage bestes Hochsommerwetter. Auch sonst war fast alles wie immer – die Organisation ließ keine Wünsche offen. Ein paar kleine Änderungen gab es allerdings beim Essen und Trinken. Die Bierfans haben uns berichtet, dass es zum Beispiel heuer eine neue Biersorte beim Festival gegeben hat. Aufgrund der Größe des Geländes und der hohen Anzahl an gastronomischen Wagen und Ständen gab es nirgends übermäßig lange Wartezeiten. Neben dem Eingang nutzten viele Besucher den Wassernebel zur Erfrischung, aber auch vor der Bühne sorgte die Feuerwehr aller paar Stunden für etwas Abkühlung.

Wir waren für dich am Donnerstag von Beginn an vor Ort und berichten über die Shows aller Bands. Es herrschte ausgelassene Stimmung von der ersten Minuten an, die Fans waren voller Energie und Vorfreude.

DEEP SUN eröffnen Rock Castle 2026

„Wir freuen uns, das Rock Castle eröffnen zu dürfen!“ Mit diesen Worten begrüßten Deep Sun das Publikum und legten anschließend direkt mit einer stimmungsvollen Symphonic-Metal-Show los. Vor allem die feine, kraftvolle Opernstimme sorgte für einen besonderen Akzent und verlieh dem Auftritt eine elegante, symphonische Note. Obwohl es noch früh am Festivaltag war, zeigte sich bereits ordentlich Stimmung vor der Bühne: „Hey, hey, hey!“, fliegende Fäuste und ein motiviertes Publikum in der ersten Reihe machten deutlich, dass Deep Sun die richtige Wahl für den Festivalauftakt waren. Mit ‚Worlds Collide‘ legte die Band noch einmal nach: „Gebt uns alles, was ihr könnt!“ – und das Publikum ließ sich nicht zweimal bitten. Ein gelungener Start in das Rock Castle 2026 – und vielleicht gibt es ja für einige Festivalbesucher schon im Dezember ein Wiedersehen mit Deep Sun in Wien?

Setlist: 01 Storyteller 02 United Force 03 Dreammaster 04 Tales That Should Have Never Been Told 05 Journey Into The Unknown 06 Worship The Warship 07 Heroes 08 Living The Dream 09 Worlds Collide 10 Flight Of The Phoenix

https://www.facebook.com/DeepSun.official



VICTORIUS – Power Metal und Dinosaurier in der Mittagshitze

Mittagshitze, jede Menge Power Metal und dazu einige Dinosaurier im Publikum – bei Victorius war am Rock Castle 2026 ordentlich etwas los! Die deutschen Power-Metaller sorgten mit eingängigen Melodien, treibenden Songs und jeder Menge guter Laune für eine fantastische Stimmung vor der Bühne. „Ihr seid verdammt toll, danke!“ – die Begeisterung zwischen Band und Publikum war von Anfang an spürbar. Mit „Rock Castle, lasst mich euch schreien hören!“ wurde die Menge weiter angeheizt, bevor die Band schließlich fragte: „Seid ihr bereit für den Titeltrack unseres Albums ‚World War Dinosaur‘?“ Spätestens jetzt war klar: Die Dino-Invasion hatte das Rock Castle endgültig erreicht. Auf und vor der Bühne wurde gefeiert, gesungen und ordentlich mitgemacht. Mit ‚Super Sonic Samurai‘ verabschiedeten sich Victorius nach einem energiegeladenen Auftritt – ein ebenso unterhaltsamer wie kraftvoller Power-Metal-Gig, der auch in der Mittagshitze für beste Festivalstimmung sorgte.

Setlist: 01 Total T-Rex Terror 02 Raptor Squad Attack 03 March to War 04 Brachio Bazooka Battalion 05 Dino Race From Outer Space 06 Kingdom of the Strong 07 World War Dinosaur 08 Dinosaur Warfare 09 Super Sonic Samurai

https://www.facebook.com/victoriusmetal



THUNDERMOTHER – Rock ’n’ Roll bei brütender Hitze

Mit einem energiegeladenen Auftritt übernahmen Thundermother die Bühne beim Rock Castle 2026. Das schwedische Quartett überzeugte nicht nur musikalisch, sondern auch mit coolen Posen, jeder Menge Spielfreude und einer richtig guten Show. „Jetzt ist Zeit zum Mitsingen!“ – und genau das ließ sich das Publikum nicht zweimal sagen. Trotz der nach wie vor strahlenden Sonne und der enormen Hitze in Tschechien war die Stimmung vor der Bühne hervorragend. Sängerin und Band suchten immer wieder den direkten Kontakt zum Publikum und sorgten damit für eine ausgelassene Festivalatmosphäre. Zwischendurch wurde natürlich auch das lokale Lieblingsgetränk gewürdigt: „Fantastisches Bier – Krušovice!“ Für einen weiteren Lacher sorgte die Frage: „Wir sagen Skål in Schweden – wie sagt man hier?“ Die Antwort auf Tschechisch ließ nicht lange auf sich warten. Mit „Seid ihr bereit für mehr Rock?“ wurde die Menge weiter angeheizt, bevor Thundermother zum Endspurt ansetzten. „Wir lieben euch und euer Bier!“ Die Mädels scheinen wirklich richtig trinkfest zu sein. Und nach der Ansage „Einen haben wir noch, seid ihr bereit?“ folgte mit ‚Driving in Style‘ der perfekte Abschluss eines äußerst rockigen Auftritts.

Setlist: 01 Thunderous 02 Loud and Free 03 The Road Is Ours 04 Take the Power 05 I Don’t  Know You 06 Dog From Hell 07 Whatever 08 Speaking of the Devil 09 Hellevator 10 Driving in Style

https://www.facebook.com/thundermother



HELL BOULEVARD – Dark Rock der Extraklasse

Begeisterte Fans mit Hell Boulevard versammelten sich in der ersten Reihe. Hell Boulevard legten mit ‚Weirdos‘ vom Album ‚Requiem‘ bombastisch los. Mitten im dritten Song streikte dann die Technik. Doch statt sich aus der Ruhe bringen zu lassen, nahm die Band die ungeplante Pause mit Humor: „Wir lassen das schnell reparieren und dann versuchen wir es noch einmal.“ Nun gab es ‚Zero Fucks Given‘ nochmal in voller Länge. Mit ‚Dead Valentine‘, den die Band als einen Lovesong für Zombies ankündigte, wurde es zunächst etwas romantischer, bevor ‚Not Another Lovesong (Requiem)‘ musikalisch deutlich schwerere Geschütze auffuhr. Hier ging es nun in der Tat richtig heavy zur Sache. Bei ‚Satan in Wonderland‘ waren schließlich alle Hände in der Höhe und die Menge voll dabei. Mit ‚I Got What I Want but I Lost What I Had‘ und ‚Rebels‘ ging ein abwechslungsreicher, heißer und äußerst unterhaltsamer Auftritt zu Ende. Hell Boulevard zeigten bei ihrem ersten Rock Castle Auftritt eine starke Show und haben nun mit Sicherheit einige neue tschechische Fans.

Setlist: 01 Weirdos / She Just Wanna Dance 02 Pitch Black 03 Zero Fucks Given 04 Btch Pls 05 Dead Valentine 06 Not Another Lovesong (Requiem) 07 Satan in Wonderland 08 Bitch Next Door 09 I Got What I Want but I Lost What I Had 10 Rebels

https://www.facebook.com/hellboulevard



BRUNHILDE – Der bunte Farbtupfer des ersten Tages

Brunhilde aus Deutschland waren beim Rock Castle 2026 der wohl bunteste Farbtupfer des ersten Festivaltages. Mit jeder Menge Energie, einer ordentlichen Portion Punk-Attitüde und sichtbar viel Spaß auf der Bühne sorgte die Band für einen erfrischenden Kontrast zum ansonsten härteren Festivalprogramm. ‚Für den nächsten Song brauche ich eure Mittelfinger!‘ – Brunhilde wussten genau, wie sie das Publikum auf ihre Seite ziehen konnten. Zwischendurch gab es auch ein ausdrückliches Lob an Tschechien und die großartige Atmosphäre beim Rock Castle. Mit ‚Gossip Girl‘ ging dann richtig die Post ab. Flotte Rhythmen, punkige Elemente und eine ausgelassene Crowd machten den Song zu einem echten Stimmungshighlight. Doch Brunhilde hatten noch mehr im Gepäck: „Wollt ihr einen neuen Song hören?“ – die Antwort war eindeutig. Mit ‚Rising from the Ashes‘ präsentierte die Band neues Material und sorgte mit den krachenden Riffs für ordentlich Abwechslung. Zum Abschluss folgte mit dem ‚The House of the Rising Sun‘ Cover ein Klassiker, den vermutlich so ziemlich jeder im Publikum kannte. „Wenn ihr ihn kennt, dann singt mit mir zusammen!“ – und genau das wurde gemacht. Als krönenden Abschluss gab es sogar noch einen Wall of Death. Brunhilde verabschiedeten sich damit laut, wild und bestens gelaunt vom Rock Castle 2026.

Setlist: 01 Are You Blind 02 I’m Crying 03 Miss God 04 Eye for an Eye and Tit for Tat 05 Hell or High Water 06 Rising From The Ashes 07 Running Away 08 In Love Yours Hate 09 Gossip Girl 10 Souls unchained 11 The House of the Rising Sun ([traditional] cover)

https://www.facebook.com/brunhilderocks



KANONENFIEBER – Kriegsspektakel mit Circle Pit und Pyro

Bei Kanonenfieber wurde es auf dem Rock Castle 2026 endgültig spektakulär. Circle Pits, Wall of Death und jede Menge Bewegung vor der Bühne sorgten für einen Auftritt, bei dem das Publikum kaum Zeit zum Durchatmen hatte. Dazu präsentierte die Band die erste große Pyro-Show des Festivals. Ständig wechselnde Kostüme und neue Szenen machten den Auftritt auch optisch zu einem echten Spektakel. Stacheldraht, Schützengraben und Kanonen waren nur einige Dekostücke, die den Bogen zum Konzept der Band spannten. Der erste Weltkrieg wurde von Kanonenfieber in Bezug auf Leid, bis hin zum Tod musikalisch verarbeitet. Besonders imposant: das große Backdrop mit dem Kanonenfieber-Zeppelin, das die düstere Atmosphäre der Show zusätzlich unterstrich. Musikalisch ging es mit ‚Menschenmühle‘ direkt intensiv los. Kanonenfieber lieferten ein kompromissloses Set, das musikalische Härte mit einer aufwendigen Bühnenshow verband. Ein Auftritt, der eindrucksvoll zeigte, dass extreme Musik und visuelles Storytelling auf der Festivalbühne perfekt miteinander funktionieren können.

Setlist: 01 Menschenmühle 02 The Yankee Division March 03 Der Füsilier I 04 Kampf und Sturm 05 Z-Vor! 06 Die Havarie 07 Panzerhenker 08 Der Maulwurf 09 Ausblutungsschlacht

https://www.facebook.com/Kanonenfieber



DYNAZTY – Symphonic Power Metal mit sympathischer Ausstrahlung

Bei Dynazty wurde es auf dem Festivalgelände erstmals richtig voll vor der Bühne. Die Schweden hatten das Publikum vom ersten Moment an fest im Griff und forderten immer wieder: „Alle Hände in die Höhe!“ Besonders bei der Megaballade ‚Yours‘ funktionierte das hervorragend – tausende Arme bewegten sich im Takt hin und her und sorgten für ein beeindruckendes Bild. Während die Sonne langsam hinter den Bäumen verschwand, entfaltete auch die Lichtshow ihre volle Wirkung. Das rote Bühnenlicht sorgte für eine stimmungsvolle Atmosphäre, während Dynazty zusätzlich mit etwas Pyrotechnik für spektakuläre Momente sorgten. „Habt ihr Spaß da unten, Leute?“ – die Antwort war eindeutig. Mit ‚Devilry of Ecstasy‘, einem Song vom aktuellen Album, ging es weiter, bevor das Publikum beim Mitsingen noch einmal alles geben durfte. „Ihr wart wirklich, wirklich gut!“ – ein großes Kompliment der Band an die Rock-Castle-Crowd. Mit ‚Heartless Madness‘ verabschiedeten sich Dynazty schließlich von ihren Fans. „Danke euch und gute Nacht!“ – ein starker Auftritt, wie schon 2023 beim letzten Auftritt am ‚Rock-Schloss‘.

Setlist: 01 In the Arms of a Devil 02 Game of Faces 03 Natural Born Killer 04 Waterfall 05 Instinct / The White / Highway Star 06 Yours 07 Call of the Night 08 Presence of Mind 09 The Human Paradox 10 Devilry of Ecstasy 11 Heartless Madness

https://www.facebook.com/dynaztyband



SONATA ARCTICA – Finnischer Power Metal und große Gefühle

Mit dem wundervollen ‚I Have a Right‘, vom Album ‚Stones Grow Her Name‘ ging es gefühlvoll und emotional los. Mit einer tollen Bühnendekoration und jeder Menge Energie sorgten Sonata Arctica für einen der Höhepunkte beim Rock Castle 2026. Schon früh stellte Sänger Tony Kakko fest: „Leute, ihr seid so verdammt laut!“ – und die tschechische Festival-Crowd bewies, dass sie diesen Ruf durchaus verdient hatte. Danach zeigte die Band, wie gut ihre ruhigere Seite ist: Bei ‚Tallulah‘ sorgten wunderschöne Beleuchtung und die gefühlvolle Ballade für einen stimmungsvollen Moment auf dem Festivalgelände. „In Finnland haben wir Wölfe“ war die perfekte Überleitung zu ‚The Wolves Die Young‘. Eine besondere Überraschung folgte mit ‚Shy‘: Den Song von 2001 hatte die Band nach eigener Aussage schon sehr, sehr lange nicht mehr gespielt. Für viele Fans sicherlich ein echtes Highlight. Mit ‚Full Moon‘ hatten Sonata Arctica natürlich auch ihren wahrscheinlich bekanntesten Song in der Rock Castle Setlist und die Show nahm noch einmal ordentlich Fahrt auf. Und natürlich durfte zum Abschluss das obligatorische ‚Vodka‘ nicht fehlen. Ein abwechslungsreicher Auftritt zwischen kraftvollem Power Metal, großen Melodien und emotionalen Momenten – genau die Mischung, für die Sonata Arctica seit nunmehr drei Jahrzehnten bekannt sind.

Setlist: 01 I Have a Right 02 The Last Amazing Grays 03 San Sebastian 04 Last Drop Falls 05 The Wolves Die Young 06 Tallulah 07 Shy 08 FullMoon 09 Victoria’s Secret 10 Don’t Say a Word 11 Vodka

https://www.facebook.com/sonataarctica



AUTOGRAMMSTUNDEN Donnerstag

Auch in diesem Jahr gab es wieder an jedem der Festivaltage mindestens acht Bands bei der Autogrammstunde. Publikumsmagnet am ersten Tag waren die sympathischen Schweden von Dynazty.



ALESTORM – Duck You Very Much

Kurz vor 22 Uhr warfen Alestorm den Anker und enterten die Bühne des Rock Castle 2026. Die Schotten gehören zu den bekanntesten Vertretern des sogenannten Pirate Metal und sind inzwischen seit über 20 Jahren mit ihrem unverwechselbaren Mix aus Metal, Folk und hemmungslosem Partyfaktor unterwegs. Natürlich durfte auch diesmal die inzwischen legendäre Riesenente auf der Bühne nicht fehlen. Im vergangenen Jahr veröffentlichten Alestorm ihr achtes Studioalbum ‚The Thunderfist Chronicles‘, das in Deutschland und Österreich direkt in die Top 20 einstieg. Neben einigen neuen Songs hatte die Band natürlich auch ihre großen Party-Hymnen im Gepäck – und damit war eigentlich schon klar, was an diesem Abend passieren würde: volle Eskalation! Mitsingen, trinken, springen und einfach Spaß haben – viel mehr braucht es für eine Alestorm-Show eigentlich nicht. Mit ‚Keelhauled‘ ging es direkt zur Sache, während die Klassiker wie ‚Mexico‘ und ‚P.A.R.T.Y.‘ die Menge weiter anheizten. Auch neues Material durfte nicht fehlen. Mit ‚Frozen Piss 2‘ präsentierten Alestorm einen der neuen Songs und bewiesen, dass der typische Wahnsinn auch auf dem aktuellen Album noch lange nicht vorbei ist. Natürlich wurden im weiteren Verlauf des 20 Songs umfassenden Sets auch Klassiker wie ‚Fucked With an Anchor‘ ausgepackt. Alestorm machten ihrem Ruf einmal mehr alle Ehre: Eine große Party auf der Bühne, eine noch größere Party davor – und ein Rock Castle, das spätestens jetzt endgültig im Piratenmodus angekommen war.

Setlist: 01 Keelhauled 02 Killed to Death by Piracy 03 The Sunk’n Norwegian 04 Zombies  Ate My Pirate Ship 05 Mexico 06 Under Blackened Banners 07 Banana 08 Hangover (Taio Cruz cover) 09 Hyperion Omniriff 10 Nancy the Tavern Wench 11 Alestorm 12 Frozen Piss 2 13 1741 (The Battle of Cartagena) 14 The Storm 15 P.A.R.T.Y. 16 Shit Boat (No Fans) 17 Drink 18 Uzbekistan 19 Fucked With an Anchor 20 Rumpelkombo

https://www.facebook.com/alestormband

Photos Alestorm © HeavyPix/ Olli C. 



FROG LEAP – Heavy Covershow als Late-Night-Special

Wer nach mehr als zwölf Stunden Livemusik am Donnerstag noch nicht müde war, bekam mit Frog Leap zum Abschluss des Tages noch eine ganz besondere Covershow geboten. Kurz vor Mitternacht startete das Late-Night-Special – und der Norweger Leo Moracchioli bewies eindrucksvoll, dass sich nahezu jeder Popsong in einen ordentlichen Metal-Track verwandeln lässt. Hinter Frog Leap steckt Moracchioli, der bereits mehr als 400 Songs gecovert hat. Sein YouTube-Kanal Frog Leap Studios zählt inzwischen fast fünf Millionen Follower. Eine kleine, aber äußerst unterhaltsame Auswahl seiner Coverversionen brachte er mit zum Rock Castle. Und so wurden aus bekannten Hits plötzlich schwere Metal-Nummern: ‚Ghostbusters‘ oder ‚Blinding Lights‘ klangen plötzlich völlig anders. Auch Klassiker wie ‚Zombie‘und ‚Eye of the Tiger‘ bekamen die typische Frog Leap Metal-Kur verpasst. Gerade nach diesem langen Festivaltag war die Show ein perfekter Abschluss. Gute Laune, überraschende Arrangements und jede Menge bekannte Melodien sorgten dafür, dass noch einmal zahlreiche Fans vor der Bühne zusammenkamen. Frog Leap bewiesen dabei eindrucksvoll: Heavy Metal kann wirklich fast alles!

https://www.facebook.com/FrogLeapStudios

Photos Frog Leap © HeavyPix/ Olli C. 


ROCK CASTLE OPEN AIR 14.08.2026 – Tag 2 – Schlosspark Moravský Krumlov

Am zweiten Tag haben wir es ein bisschen ruhiger angehen lassen und ein paar Freunde auf dem Campingplatz besucht. Musikalisch ging es für uns am Nachmittag mit The Heathen Scythe los.

THE HEATHEN SCYTHE – Imposante Show in der Hitze

Mit einer wahrlich imposanten Show sorgten The Heathen Scythe beim Rock Castle 2026 für einen besonderen Moment. Schon optisch war der Auftritt ein echter Hingucker: Die ausgefallenen und aufwendigen Kostüme machten einiges her – bei den sommerlichen Temperaturen konnte man allerdings nur erahnen, wie angenehm das Ganze für die Musiker gewesen sein dürfte. Trotz der großen Hitze war der Auftritt gut besucht. Viele Fans suchten sich zwar einen Platz im Schatten, ließen sich die Show aber keineswegs entgehen. Mit Songs wie ‚Casting the Circle‘ nahm die Band das Publikum mit in ihre düstere und mystische Welt. Auch ein Megaphon kam während der Show zum Einsatz und unterstrich den außergewöhnlichen Charakter des Auftritts. Die Songs wie ‚Carmina Pagani‘ und ‚Alexandria S.O.S.‘ machten deutlich, dass hier nicht einfach nur Musik, sondern ein komplettes visuelles und atmosphärisches Konzept auf der Bühne stand. The Heathen Scythe lieferten eine ebenso ungewöhnliche wie eindrucksvolle Show ab und waren eine echte Überraschung an Tag 2.

Setlist: 01 Casting The Circle 02 Into the Fire 03 The Magus 04 The Heathen Scythe 05 Carmina Pagani 06 Alexandria S.O.S. 07 Siras, Etar, Besanar 08 S.O.L.O.M.O.N. 09 Servants of Heka 10 Runes & Blood

https://www.facebook.com/theheathenscythe



XANDRIA – Neue Songs und alte Hits im Schlosspark

Nur eine Woche vor dem Rock Castle 2026 war das neue Album von Xandria erschienen – und natürlich durfte der Titelsong nicht fehlen. Mit ‚Eclipse‘ eröffnete die Band ihre Show, bevor mit ‚Colours‘ gleich der nächste neue Song vom aktuellen Album folgte. Für den dritten Song ging es dann zurück in die Vergangenheit: „Ein alter Song, den ihr bestimmt kennt – singt mit!“ Und die Antwort des Publikums ließ nicht lange auf sich warten: ‚Ravenheart‘ sorgte für ein Meer aus Händen und jede Menge Mitsing-Momente. Zwischendurch zeigte sich die Band beeindruckt von der Ausdauer der Fans: „Wow, ihr seid toll, wie ihr das da unten in der Hitze aushaltet!“ Trotz der hohen Temperaturen blieb die Stimmung hervorragend. Ein Hit folgte auf den nächsten, immer wieder ergänzt durch ganz neue Songs vom aktuellen Album. In der Tat ist eine Xandria Show inzwischen sowas wie eine Symphonic Metal Hitparade. Auch einen Ausblick auf die kommenden Monate gab es: Im Oktober wird Xandria in Prag auftreten – und die Band hoffte natürlich, möglichst viele der Rock-Castle-Fans dort wiederzusehen. Zum großen Finale wurde es noch einmal besonders anspruchsvoll: Mit ‚Valentine‘ und ‚Nightfall‘ standen zwei Songs auf dem Programm, die auch stimmlich einiges abverlangen. „Eure letzte Chance zu zeigen, was ihr könnt!“ – und das Publikum nahm die Herausforderung an. Ein starker Auftritt mit einer gelungenen Mischung aus neuen Songs und beliebten Klassikern.

Setlist: 01 Eclipse 02 Colours 03 Ravenheart 04 Universal 05 Two Worlds 06 The Shannon’s  Home 07 Reborn 08 Valentine 09 Nightfall

https://www.facebook.com/xandriaofficial



VAN CANTO – Metal a cappella sorgt für Begeisterung

Eine außergewöhnliche Band betrat beim Rock Castle 2026 die Bühne: ein Schlagzeug und vier Sänger – mehr braucht es bei Van Canto nicht für ihre ganz eigene Form des Metal. „Hallo Tschechien, das ist Metal a cappella, das ist Van Canto!“ Mit dieser Ansage war schnell klar, dass hier etwas Besonderes geboten wurde. Die Stimmung vor der Bühne war von Anfang an hervorragend. Das Publikum wurde immer wieder in die Songs einbezogen und durfte abwechselnd mit der Band den Refrain übernehmen. Gemeinsam sorgten Musiker und Fans für ordentlich Stimmung. Für eine Überraschung wurde dann auch noch gesorgt: „Jetzt kommt ein Song, den der Drummer singt!“ – und mit ‚If I Die in Battle‘ durfte er auch stimmlich ins Rampenlicht treten. Neben eigenen Songs präsentierten Van Canto natürlich auch einige ihrer bekannten Coverversionen. Besonders das großartige ‚Wishmaster‘ von Nightwish sorgte für Begeisterung. Mit Klassikern wie ‚Rebellion‘ von Grave Digger, oder ‚Fear of the Dark‘ von Iron Maiden bewiesen Van Canto schließlich noch einmal eindrucksvoll, wie vielseitig Metal a cappella funktionieren kann. Ein außergewöhnlicher und bestens gelaunter Auftritt, der beim Rock Castle definitiv für Abwechslung sorgte.

Setlist: 01 The Bardcall 02 Badaboom 03 To Sing a Metal Song 04 If I Die in Battle 05 Rebellion (The Clans Are Marching) (Grave Digger Cover) 06 Wishmaster (Nightwish Cover) 07 The Mission 08 Kings of Metal (Manowar Cover) 09 Fear of the Dark (Iron Maiden Cover)

https://www.facebook.com/vancantoband



AUTOGRAMMSTUNDEN Freitag

Bei der Autogrammstunde von Xandria strahlten nicht nur Fans und Band, sondern auch die Abendsonne. So entstand ein toller Moment, als ein Fan Xandria Sängerin Ambre eine Sonnenbrille reichte.



NERVOSA – Thrash-Metal-Attacke beim Rock Castle

Jetzt war das Gelände im Schlosspark richtig gut gefüllt – und vor der Bühne flogen von Beginn an tausende Fäuste in die Höhe. Die brasilianische Thrash-Metal-Band Nervosa lieferte eine kompromisslose Show mit enormer Spielfreude, wehenden Haaren und jeder Menge Energie. Vor allem die Fans direkt an der Absperrung gingen völlig ab. Die Stimmung verbreitete sich schnell über das gesamte Publikum und schon bald machten sich die ersten Crowdsurfer auf den Weg über die Köpfe der Menge. Vor der Bühne herrschte pure Bewegung. Mit ‚Impending Doom‘ und dem Titeltrack des aktuellen Albums ‚Slave Machine‘ präsentierten Nervosa aber auch gleich zwei absolute Kracher ihres neuen Albums. Das aktuelle Album ‚Slave Machine‘ erschien am 3. April 2026 und markiert die neueste Veröffentlichung der Band. „Wir sind so froh, dass wir hier sein können – und nächstes Jahr sind wir bei Masters of Rock!“ Die Freude über den Auftritt beim Rock Castle war der Band deutlich anzumerken. Bis zum abschließenden ‚Death!‘ blieb die Intensität ungebrochen. Eine brachiale Thrash-Metal-Show, die das inzwischen bestens gefüllte Rock Castle ordentlich durchgeschüttelt hat.

Setlist: 01 Impending Doom 02 Slave Machine 03 Seed of Death 04 Ghost Notes 05 Under Ruins 06 Masked Betrayer 07 Perpetual Chaos 08 Behind the Wall 09 Kill the Silence 10 Death!

https://www.facebook.com/nervosa



TESTMENT – Vollgas vor einem entfesselten Publikum

Mit Testament wurde es nun noch mal richtig wild. Die US-Thrash-Metal-Legenden lieferten eine energiegeladene Show mit Vollgas von der ersten Minute an. Dauerhafte Crowdsurfer, flackernde Lichter und ein Publikum, das jeden Song feierte, prägten den Auftritt. „Wie geht’s euch, meine Freunde?“ – die Antwort war nicht zu überhören. Testament starteten mit ‚Into the Pit‘ ein Song vom 1988er Album ‚The New Order‘. „Was für ein wundervoller Abend!“, sagte Legende Chuck Billy. Mit „More Than Meets the Eye“ ging die Reise durch die Bandgeschichte weiter. „Wir bleiben old school – von meinem ersten Album!“ Und nun folgte ‚Over the Wall‘ vom Testament-Debüt ‚The Legacy‘. Bei dem Klassiker gab es endgültig kein Halten mehr. Auch optisch überzeugte die Show: Rotes und weißes Licht tauchte die Bühne immer wieder in intensive Farben, während vor der Bühne weiterhin Crowdsurfer unterwegs waren und die Menge unermüdlich feierte. Nach dem Song und über einer Stunde Vollgas verabschiedete sich Testament mit den Worten: „Danke, wir hatten eine wundervolle Zeit mit euch heute Abend.“ Ein würdiger Auftritt einer Thrash-Metal-Institution – laut, wild und kompromisslos.

Setlist: 01 Into the Pit 02 Henchmen Ride 03 Practice What You Preach 04 For the Love of  Pain 05 Infanticide A.I. 06 Shadow People 07 More Than Meets the Eye 08 Electric Crown 09 D.N.R. (Do Not Resuscitate) 10 Low 11 Nature of the Beast 12 First Strike Is Deadly 13 Over the Wall

https://www.facebook.com/testamentlegions



POWERWOLF– Eine Pyro-Show der Superlative

Da hat sich das Warten gelohnt! Nach einer etwas mehr als einstündigen Pause zwischen den beiden letzten Bands des Abends betraten Powerwolf endlich die Bühne – und ließen es beim Rock Castle 2026 gleich richtig krachen. Was folgte, war eine Pyro-Show der Superlative: Flammenwerfer, gewaltige Feuersäulen und Funkenregen machten den Auftritt zu einem spektakulären Erlebnis. „Ich kann euch sehen, aber nicht hören!“ – eine Aufforderung, die sich das Publikum natürlich nicht zweimal sagen ließ. Bei „Demons Are a Girl’s Best Friend“ sangen Tausende Metalheads gemeinsam mit der Band. Auch die ruhigeren Momente wurden eindrucksvoll in Szene gesetzt. Bei „Stossgebet“ verwandelte ein Feuerteppich die Bühne in ein flammendes Inferno, während die Fans aufgefordert wurden, die Taschenlampen ihrer Smartphones einzuschalten. Ein Meer aus kleinen Lichtern entstand und sorgte für einen der stimmungsvollsten Momente des Abends. Doch lange blieb es nicht ruhig. Bei ‚Fire and Forgive‘ und ‚We Drink Your Blood‘ hatten die Tausenden Metalheads offenbar noch immer genügend Kraft zum Springen. Dann durften die Fans sich beim laut schreien beweisen – Team Falk war ‚Castle‘, Team Attila ‚Rock‘ – das hatte schon was von den Fangesängen in einer großen Fussballarena. „Ihr seid so sensationell, ich kann das kaum in Worte fassen. Diese Momente mit euch sind die besten Momente für uns. Ohne euch wäre nichts davon möglich.“ Mit diesen Worten bedankte sich Sänger Attila Dorn beim Publikum – und nach „Werewolves of Armenia“ ging ein spektakulärer Festivalauftritt zu Ende. Ein würdiger Abschluss mit großen Hymnen, gewaltiger Pyrotechnik und einem Publikum, das bis kurz nach Mitternacht alles gegeben hat. Und liebe Leute, der Himmel war klar – vielleicht haben ja die Götter im Himmel dieses massive Pyrofeuerwerk leuchten sehen. Wer es verpasst hat – schaut euch unbedingt mal eine Powerwolf Show an, es wird euch umhauen.

Setlist: 01 Bless ’em With the Blade 02 Armata Strigoi 03 Sinners of the Seven Seas 04 Amen & Attack 05 Army of the Night 06 Dancing With the Dead 07 Incense & Iron 08 1589 09 Demons Are a Girl’s Best Friend 10 Stossgebet 11 Fire and Forgive 12 Heretic Hunters 13 We Drink Your Blood 14 Sanctified With Dynamite 15 Werewolves of Armenia

https://www.facebook.com/powerwolfmetal


ROCK CASTLE OPEN AIR 15.08.2026 – Tag 3 – Schlosspark Moravský Krumlov

Der letzte Festivaltag verlangte den Fans nochmal alles ab. Bereits um 11 Uhr war wieder Beginn. Der Samstag war der wärmste der drei Sommertage und das Programm war vollgepackt mit Stars der tschechischen Metal-Szene, sowie internationalen Dauerbrennern.

ALIA TEMPORA – Pinker Metal und eine Wall of Love

Bereits um 11 Uhr am Vormittag standen bei Alia Tempora jede Menge Fans vor der Bühne. Kein Wunder, denn die tschechischen Lokalmatadoren sind in der Region bestens bekannt und sorgten mit ihrer lebendigen Show schon früh am Festivaltag für jede Menge gute Laune. Mit Einhorn, pinker Optik und einer ordentlichen Portion Metal stellte die Band die Frage: „Ist Metal pink?“ Bei Alia Tempora lautet die Antwort ganz klar: Ja! Die Band präsentierte einen abwechslungsreichen Mix aus Metal, eingängigen Melodien und jeder Menge Spaß. Auch eine Wall of Death durfte nicht fehlen – allerdings mit einem ganz besonderen Namen: „Unsere Wall of Death ist die Wall of Love!“ Und tatsächlich ging es weniger um Aggression als um gemeinsames Feiern. Sängerin und Publikum rückten dabei noch enger zusammen, als die Frontfrau kurzerhand von der Bühne zu den Fans nach unten kam. „Das nächste Lied kennt ihr bestimmt!“ – und wieder wurde kräftig mitgesungen. Mit „Loser Like Me“ ging ein äußerst unterhaltsamer Auftritt zu Ende. Im Dezember ist Alia Tempora bei uns in Wien zu sehen – wir freuen uns schon darauf.

Setlist: 01 Mockingjay 02 Fake it till You Make it 03 Bark on Me 04 Queen and the Knight 05 Don’t Give a Fox 06 Break My St ride (Matthew Wilder cover) 07 Fairytale 08 Dragonfly Effect 09 Asking 10 Ready, Hun? 11 Loser Like Me

https://www.facebook.com/AliaTemporaOfficial



FORREST JUMP – Tschechischer Nu-Metal mit viel Energie

Mit Forrest Jump betrat eine richtig coole tschechische Rockband die Bühne des Rock Castle 2026. Schon früh am Festivaltag sorgte das Quartett für ordentlich Bewegung vor der Bühne: Die Haare flogen bereits in den ersten Reihen, während die Sonne langsam ihre Richtung änderte und die Bühne immer stärker ins Licht rückte. Musikalisch präsentierten Forrest Jump einen energiegeladenen Mix aus Nu Metal, Crossover und modernem Rock. Die Band überzeugte dabei mit ordentlich Druck und sichtbarer Spielfreude. Auch das 25-jährige Bandjubiläum war ein schöner Anlass, gemeinsam mit den Fans zu feiern. Songs wie ‚Zítřek Být Nemusí‘ und ‚Tak Rád‘ sorgten gleich zu Beginn der Show für Bewegung vor der Bühne, während mit ‚Uprostřed Magnetických‘ ein weiteres Highlight des abwechslungsreichen Sets folgte. Besonders gefallen hat auch die Coverversion von ‚Ukolébavka‘ Mit ‚Zafúkané‘ verabschiedeten sich Forrest Jump schließlich von der Rock-Castle-Crowd. Ein energiegeladener Auftritt einer tschechischen Band, die eindrucksvoll zeigte, dass auch am frühen Nachmittag bereits ordentlich gerockt werden kann.

Setlist: 01 Zítřek Být Nemusí 02 Tak Rád 03 Zapomenutý Svět 04 Uprostřed Magnetických Polí 05 Nohy Na Ramena 06 Člověk Člověku Vlkem 07 Ukolébavka 08 Devadesátky 09 160628 10 Zafúkané

https://www.facebook.com/forrestjumpofficial



METHEDRAS – Italienischer Trash-Metal mit Vollgas

Die Italiener von Methedras legten ordentlich los. Schneller Metal, wehende Haare und jede Menge Energie bestimmten den Auftritt der Band, die bereits zu Beginn ordentlich Druck von der Bühne brachte. Während sich einige Festivalbesucher inzwischen unter den Bäumen ein schattiges Plätzchen gesucht hatten und es direkt vor der Bühne dadurch etwas leerer wurde als bei den ersten Bands, ließen sich die verbliebenen Fans die Stimmung nicht nehmen. Fäuste gingen in die Höhe und die Crowd feierte für alle mit, die sich lieber vor der Sonne versteckten. Mit der 2023er Single ‚Envy Society‘ ging es weiter, bevor die Band mit „Psychotic“ noch einmal ordentlich nachlegte. „Danke, meine Freunde!“ – die Verbindung zwischen Band und Publikum stimmte. Vor dem letzten Song der Methedras Show, „The Abyss“, forderten Methedras noch einmal die gesamte Energie der Fans: „Wir brauchen eure Energie, Leute!“ Und tatsächlich bildete sich vor der Bühne noch ein kleiner Circle Pit. Ein druckvoller Auftritt der Italiener, der trotz der sommerlichen Hitze für ordentlich Bewegung und beste Metal-Stimmung sorgte.

Setlist: 01 Another Fall 02 Injected Thoughts 03 Envy Society 04 Dead Silence 05 Blind 06 Know It All 07 Chernobyl 08 Psychotic 09 Layers Of Grief 10 The Abyss

https://www.facebook.com/methedrasthrash



MOON SHOT – Finnische Melancholie trifft auf mitreißende Bühnenenergie

Was für eine Show, was für eine Bühnenpräsenz und vor allem: Was für eine Kommunikation mit den Fans! Moon Shot lieferten beim Rock Castle 2026 einen der mitreißendsten Auftritte des dritten Tages und hatten das Publikum schon nach wenigen Minuten fest im Griff. „Wir sind hier, um mit euch zusammen eine Stunde alles zu vergessen, was auf der Welt passiert.“ Und weiter: „Das sind nicht wir, das seid nicht ihr – das sind jetzt wir zusammen.“ Diese Worte passten perfekt zur Atmosphäre vor der Bühne. Mit ‚Big Bang‘ spielten Moon Shot beim Rock Castle ihr allererste Single, kündigten aber auch das neue Album ‚Thunderlust‘ an, welches in einem Monat erscheinen wird. Bei ‚Confession‘ wurde das Publikum erneut eingebunden, während in der ersten Reihe sogar eine kleine finnische Flagge geschwenkt wurde. Bei ‚Agony Walk‘ hüpfte Ville auf der Bühne hin und her und sorgte mit ausdrucksstarken Gesten und einem wild geschleuderten Mikrofonkabel für zusätzliche Dynamik. Ein absolutes Highlight war auch der Song ‚The Power‘. Danach gab es mit einem Augenzwinkern noch eine Merchandising-Empfehlung: „Nehmt euer ganzes Geld, kauft all unser Merch, damit wir auch morgen nach Hause fliegen können!“ Anschließend ging es mit ‚Life Is A Killer‘ weiter. Für die letzten beiden Songs wurde es noch einmal emotional. „Das nächste ist ein trauriges – für alle eure Familienmitglieder, die von euch gegangen sind.“ Mit ‚Blackened Spiral‘ verabschiedeten sich Moon Shot schließlich von ihren Fans. Ein wahrlich gelungener Auftritt, mit dem die ‚kühlen Finnen‘ zahlreiche tschechische Herzen eroberten.

Setlist: 01 Shadow Boxer 02 No Walls 03 Second Chance 04 The Power 05 Big Bang 06 Confession 07 Agony Walk 08 Life Is A Killer 09 Blackened Spiral 10 Yes!

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SECRET RULE – Metal Family beim Rock Castle

„Wir freuen uns, dass wir zum zweiten Mal hier sein dürfen!“ – Secret Rule kehrten in diesem Jahr zum Rock Castle zurück, nachdem sie bereits 2022 beim Festival auf der Bühne gestanden hatten. Und auch dieses Mal lieferte die italienische Band eine energiegeladene Show mit schönen Riffs, eingängigen Melodien und jeder Menge Publikumsinteraktion. Bereits beim dritten Song wurde das Publikum zum Mitsingen aufgefordert. Doch damit nicht genug: „Jetzt will ich euch alle springen sehen – von vorne bis hinten!“ Gesagt, getan. Bei ‚Desperation‘ aus dem Jahr 2019 sprangen tatsächlich fast alle Fans vor der Bühne mit. Auch bei ‚One More‘ durfte die Crowd wieder kräftig mitmachen, bevor Secret Rule eine wichtige Botschaft vermittelte: „Egal, woher ihr kommt – heute sind wir alle eine große Metal Family.“ Zwischendurch bedankte sich die Band auch bei all jenen Menschen hinter den Kulissen, die dafür sorgen, dass ein Festival wie das Rock Castle überhaupt möglich ist. Zum Abschluss gab es noch einmal eine letzte Aufforderung zum Springen: ‚Echoes of the Earth‘ brachte die Fans ein letztes Mal in Bewegung. Das hat Spaß gemacht – das konnte man der Band und dem Publikum gleichermaßen ansehen – das war ein sympathischer und mitreißender Auftritt der Modern Metal Band aus Rom.

Setlist: 01 Walking Down the Street 02 Collapse 03 The Song of the Universe 04 I Am 05 Desperation 06 One More 07 Digital Revolution 08 Echoes of the Earth

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AUTOGRAMMSTUNDEN Samstag

Moon Shot lieferten nicht nur auf der Bühne eine unvergessliche Show ab, auch bei der Autogrammstunde zeigten sich die Musiker unglaublich offen und freundlich, fast schon untypisch für Finnen.



SERENITY – Knightfall und eine völlig entfesselte Crowd

Bei Serenity geriet das Publikum endgültig außer Rand und Band. Schon bei ‚Ritter, Tod und Teufel (Knightfall)‘ wackelte die Absperrung, während vor der Bühne Fäuste in die Höhe gingen und die ersten Fans kräftig mitsprangen. Mit ‚Set the World on Fire‘ wurde die Stimmung noch einmal angeheizt. Spätestens jetzt war klar: Das Rock Castle war nun auch am Samstag endgültig im Festivalmodus angekommen. Eine absolute Festivalstimmung breitete sich vor der Bühne aus. Serenity präsentierten dabei ihren melodischen Powermetal mit viel Spielfreude und großen Melodien. Die Band beschrieb einen der folgenden Songs als Mischung aus „ein bisschen Meat Loaf, ein bisschen Avantasia und ein bisschen von allem“ – eine durchaus passende Beschreibung für den abwechslungsreichen Sound. Ein kurzer technischer Hänger sorgte anschließend für eine ungeplante Pause. Sänger Georg überbrückte den Moment kurzerhand a cappella mit ‚Don’t Stop Me Now‘ von Queen. Das Publikum war begeistert und wir übrigens auch. Wow, das war großartig – hat das jemand auf Video? Zum Abschluss folgte mit ‚Lionheart‘ ein Song, der bei Serenity-Fans längst Kultstatus besitzt. Das Video zum Stück steht momentan kurz vor der Marke von einer Million Aufrufen – Grund genug noch mal reinzuschauen. Das war ein gewohnt starker Auftritt von Serenity mit großen Hymnen, einer entfesselten Crowd und einem spontanen Queen-Moment, den man so schnell wohl nicht vergessen wird.

Setlist: 01 The Fall of Man 02 Ritter, Tod und Teufel (Knightfall) 03 Spirit in the Flesh 04 Set the World on Fire 05 Reflections (of AD) 06 United 07 Legacy of Tudors 08 Lionheart

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CITRON – 50 Jahre tschechische Rockgeschichte

Jetzt war das Festivalgelände richtig voll geworden – pünktlich zum Auftritt einer echten tschechischen Rock- und Metal-Legende: Citron aus Ostrava. Die Band feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum, und vor allem die einheimischen Fans wollten sich diesen besonderen Auftritt natürlich nicht entgehen lassen. Mit einer energiegeladenen Show, mitreißenden Melodien und messerscharfen Riffs brachten Citron die dicht gefüllte Menge vor der Bühne ordentlich in Bewegung. Dazu setzte die Band immer wieder auf Pyro-Effekte, die den Auftritt auch optisch zu einem echten Highlight machten. Songs wie ‚Hon na Bluda‘, und ‚Na Křídlech Andělů‘ sorgten für beste Stimmung, bevor mit ‚Nad Hlavou Létá Rockenrol‘ und ‚Rock, Rock, Rock‘ weitere Klassiker der tschechischen Rockgeschichte folgten. Die Begeisterung der Fans war während des gesamten Sets deutlich zu spüren. Kein Wunder – 50 Jahre Bandgeschichte feiert man schließlich nicht alle Tage. Mit ‚Ocelové Srdce‘ verabschiedeten sich Citron schließlich von ihrem Publikum. Ein würdiger Jubiläumsauftritt einer Band, die seit einem halben Jahrhundert fest in der tschechischen Rock- und Metalszene verankert ist.

Setlist: 01 Hon na Bluda 02 Hodina 12 03 Hraběnky 04 Na Krídlech Andělů 05 Nad Hlavou Létá Rockenrol 06 Pár Přání 07 Dej Mi S Tím 08 Půlnoční Město 09 Zahradní Slavnost 10 Rock, Rock, Rock 11 Kam jen jdou 12 Ocelové Srdce

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WARKINGS – Gladiatoren, Circle Pit und eine gigantische Pyroshow

Warkings funktionieren immer und überall – und beim Rock Castle 2026 war das einmal mehr eindrucksvoll zu sehen. Das Publikum war bestens aufgelegt und machte von Beginn an ordentlich mit. Vor der Bühne bildete sich ein riesiger Circle Pit, während die Band mit ihrem energiegeladenen Power Metal für beste Festivalstimmung sorgte. Als sich die Sonne langsam hinter den Bäumen verabschiedete, zündeten Warkings schließlich ihre massive Pyroshow. Flammen und Feuereffekte erhellten die Szenerie und machten den Auftritt zu einem gigantischen visuellen Erlebnis. Auch beim Mitsingen zeigte die tschechische Crowd, wie sehr sie die Band ins Herz geschlossen hat. Tschechien liebt Warkings – daran bestand an diesem Abend wohl kein Zweifel. Immer wieder forderte die Band das Publikum heraus: „Ihr habt noch Energie, richtig? Dafür brauchen wir alle eure Hände!“ Bei Songs wie ‚Fight‘ oder ‚Sparta‘ war die Stimmung kaum noch zu toppen.  Wie schon vor zwei Jahren bei der Premiere der Warkings beim Rock Castle wurde der Schlosspark kurzerhand zum antiken Rom: „Wir tun so, als wäre es nicht das Rock Castle, sondern das Kolosseum in Rom – und wir sind alle Gladiatoren!“ Beim abschließenden Song ‚Gladiator‘ passte diese Ansage natürlich perfekt. Das war große Unterhaltung – danke Warkings.

Setlist: 01 Genghis Khan 02 Armageddon 03 Hangman’s Night 04 Maximus 05 Kingdom  Come 06 Fight 07 Kings of Ragnarök 08 Spartacus 09 We are the fire 10 Sparta 11 Gladiator

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DARTAGNAN – Folk-Rock, Dudelsack und ein riesiger Circle Pit

Zum ersten Mal standen dArtagnan beim Rock Castle auf der Bühne – und gleichzeitig war es auch erst die zweite Show der deutschen Folk-Rock-Band in Tschechien. Nachdem die Nürnberger bereits im vergangenen Jahr beim Masters of Rock für ordentlich Stimmung gesorgt hatten, war schnell klar: Auch beim Rock Castle sollte es heute Abend ordentlich zur Sache gehen. Immer wieder wurde Sänger Ben Metzner während der Show ein Dudelsack gereicht, was perfekt zum charakteristischen Folk-Rock-Sound der Band passte. Besonders beim Bonnie Tyler-Cover „Holding Out for a Hero“ wurde lautstark mitgesungen und ausgelassen gefeiert. Bei ‚Klingen Kreuzen‘ sorgten massive Feuerfontänen für spektakuläre Bilder, während das Publikum aufgefordert wurde, gemeinsam den Songtitel mitzusingen. Anschließend ging es bei ‚Westwind‘ maritim weiter: „Wo sind die Piraten?“ – und schon begann die Menge vor der Bühne im Takt zu rudern. „Auch wenn wir Deutsch singen, sind wir heute Abend alle durch die Musik vereint.“ Diese Botschaft passte perfekt zur Atmosphäre. Danach wurde gemeinsam bis drei gezählt – zunächst auf Spanisch, damit es nicht zu einfach wurde, anschließend auf Deutsch und schließlich war das Publikum auf Tschechisch dran. Bei ‚Mosqueteros‘ eskalierte die Stimmung endgültig. Doch damit war noch lange nicht Schluss. Die Band forderte das Publikum auf, einen möglichst großen Kreis zu bilden: „Lasst uns den größten machen, den es beim Rock Castle je gab!“ Was folgte, war ein gewaltiger Circle Pit. Mit einem erhobenen Bierbecher mitten in der Menge stimmte Ben anschließend „Was wollen wir trinken“ an. Die tschechischen Fans erwiesen sich dabei als äußerst textsicher und sorgten für einen weiteren Höhepunkt dieses ohnehin schon ausgelassenen Abends. „Hey Brother“ wurde schließlich als „das letzte Lied für euch“ angekündigt – doch bevor Schluss war, durfte noch einmal gemeinsam gefeiert werden. „Ihr seid toll, das war ein toller Abend!“ – und genau so fühlte es sich auch an. dArtagnan sorgten mit Folk-Rock, Dudelsack, Pyro, Mitsing-Hymnen und einem riesigen Circle Pit für einen der unterhaltsamsten Auftritte des gesamten Festivals.

Setlist (unvollständig): 01 Ruf der Freiheit 02 Westwind 03 C’est la vie 04 Coeur de la mer 05 Klingen Kreuzen 06 Mosqueteros 07 Holding Out for a Hero (Bonnie Tyler cover) 08 Farewell 09 Trink mein Freund 10 Was wollen wir trinken (cover) 11 Hey Brother (Avicii cover)

https://www.facebook.com/dartagnan.de



BLACK LABEL SOCIETY – Ein Hauch Metal-Nostalgie

Im Mittelpunkt des Auftritts von Black Label Society stand natürlich Zakk Wylde. Bekannt wurde der Ausnahmegitarrist vor allem durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Ozzy Osbourne, bevor er 1998 Black Label Society gründete. Mit dem aktuellen Album ‚Engines of Demolition‘ erreichte die Band 2026 erneut einen Platz in den Top 10 der deutschen Albumcharts. Als zweiten Song des Abends gab es mit „Name in Blood“ gleich den Opener des neuen Albums zu hören. Wyldes unverwechselbares Gitarrenspiel stand dabei erwartungsgemäß im Mittelpunkt. Auch sein markanter Mikrofonständer mit Kruzifix und Totenköpfen durfte natürlich nicht fehlen. Einer der emotionalsten Momente des Abends folgte mit ‚No More Tears‘ – dem 1991 veröffentlichten Ozzy-Klassiker, den Wylde gemeinsam mit Osbourne geschrieben hatte. Tausende Fäuste gingen in die Höhe, während unzählige Smartphones diesen besonderen Moment festhielten. Ein echter Gänsehautmoment und gleichzeitig eine kleine Reise zurück in die Geschichte des Heavy Metal. Danach folgte mit ‚The Blessed Hellride‘ der Titeltrack des gleichnamigen Albums, bevor Black Label Society zum Endspurt ansetzten. Mit ‚Stillborn‘ wartete zum Schluss noch ein ganz besonderer Leckerbissen: Bei der Originalversion hatte Ozzy Osbourne den Refrain als Gastsänger eingesungen. Black Label Society lieferten eine kraftvolle und gefeierte Show ab. Zwischen wuchtigem Metal, Zakk Wyldes markantem Gitarrenspiel und einigen besonderen Ozzy-Momenten schwang dabei immer auch ein Hauch von Metal-Nostalgie mit.

Setlist: 01 Funeral Bell 02 Name in Blood 03 Destroy & Conquer 04 A Love Unreal 05 Heart of Darkness 06 No More Tears (Ozzy Osbourne cover) 07 The Blessed Hellride 08 Set You Free 09 Fire It Up 10 Suicide Messiah 11 Stillborn

https://www.facebook.com/blacklabelsociety

Photos Black Label Society © HeavyPix/ Olli C. 



SAVATAGE – Ein würdiges Finale des Rock Castle

Das große Finale des Rock Castle 2026 stand nun bevor – mit Savatage verabschiedete sich das Festival nach drei intensiven Tagen. Die Mischung aus klassischem Heavy Metal, progressiven Elementen, großen Melodien und der für Savatage typischen Dramatik passte dabei perfekt zum Abschluss dieses außergewöhnlichen Festivalwochenendes. ‚The Wake of Magellan‘ wurde von vielen Fans lautstark mitgesungen, während grünes und rotes Licht die Bühne in eine stimmungsvolle Atmosphäre tauchte. Bei ‚Chance‘ war anschließend gemeinsames Mitklatschen angesagt. Sänger Jon Oliva machte es vor und Tausende Hände folgten seinem Rhythmus. Nach dem wunderschönen Keyboard-Intro von ‚Gutter Ballet‘ forderte Oliva das Publikum schließlich auf: „Lass mich euch springen sehen!“ Nach drei langen Festivaltagen waren die Kraftreserven bei vielen Fans allerdings bereits ziemlich aufgebraucht. Die Stimmung blieb trotzdem herausragend und Savatage präsentierten sich als würdiger Headliner des letzten Abends. Zum großen Finale wurde mit ‚Hall of the Mountain King‘ noch einmal ein echter Klassiker ausgepackt. Fast 40 Jahre nach seiner Veröffentlichung sorgte der Song für einen letzten großen Moment und beendete nicht nur die Show der legendären Band aus Florida, sondern zugleich ein atemberaubendes Rock Castle Wochenende. Ein würdiger Schlusspunkt für drei Tage voller Metal, Rock, großer Shows und unvergesslicher Momente.

Setlist: 01 Morphine Child 02 Dead Winter Dead 03 Jesus Saves 04 The Wake of Magellan 05 Strange Wings 06 Sirens 07 Lights Out 08 Handful of Rain 09 Chance 10 This Is the Time (1990) 11 Gutter Ballet 12 Edge of Thorns 13 Power of the Night 14 Hall of the Mountain King

https://www.facebook.com/savatage

Photos Savatage © HeavyPix/ Olli C. 


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