AREA 53 FESTIVAL 2026 im VAZS Schladnitz/ Leoben vom 16.07. – 18.07.2026
von Lucifera.Noir Lesedauer 22 Minuten
Du bist hier bei unserem Festivalbericht vom Area 53 Festival 2026 gelandet. Wir berichten über 24 Bands, sollte dein Favorit fehlen, schau doch einfach mal auf die Websites der vielen Kollegen, die ebenfalls beim Festival vor Ort waren. Zu vielen der Auftritte haben wir auch die Setlist, einige direkt von den Bands, einige von der Website des Marktführers übernommen. Weiterhin findest du auch die kompletten Fotoalben auf unserer Facebook-Seite. Außerdem sind dort auch Fotos von ausgewählten Autogrammstunden. Solltest du Anregungen haben oder einen Fehler im Text finden, schicke uns doch einfach eine Mail . wir freuen uns eh immer über Post von Metalheads. Nun viel Spaß beim Lesen und Anschauen. Wir freuen uns schon, euch nächstes Jahr alle wiederzusehen. Liebe Grüße – euer Pix666 Team Lucifera.Noir und Marko aka. Heinz Kevin Black
AREA 53 FESTIVAL 2026 – TAG 1 – LEOBEN 16.07.2026
Das Area 53 Festival hat sich längst einen festen Platz im Terminkalender vieler Metalfans gesichert. Auch 2026 zog es rund 4.000 Besucher aus dem In- und Ausland nach Leoben in die Steiermark, wo internationale Top-Acts für drei Tage voller harter Klänge sorgten. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bleibt die hervorragende Organisation. Kurze Wege, ein übersichtliches Festivalgelände und Campingplätze, die nur wenige Gehminuten entfernt liegen, sorgen für eine entspannte Atmosphäre. Sowohl das Murinsel Camp als auch der VIP-Campingplatz verfügen über eigene Essens- und Getränkestände. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Campingangebot heuer sogar um einen weiteren Platz erweitert. Auch auf dem Festivalgelände selbst gab es Verbesserungen. Der beliebte Ruhebereich, der bis 2022 für ein gemütliches Ambiente gesorgt hatte, kehrte zurück, nachdem das dort zwischenzeitlich angesiedelte Firmengelände teilweise wieder zurückgebaut worden war. Ebenso wurde die WC-Situation deutlich optimiert – hier scheint der Veranstalter inzwischen die bestmögliche Lösung gefunden zu haben.
Bereits um 14 Uhr wartete das Festival mit einer kleinen Überraschung auf. Das österreichische Regionalfernsehen schickte seinen bekannten „Wetter-Pauli“ auf die Bühne. Mit seinem augenzwinkernden Reim „Treffen die Heavy-Metal-Fans in Leoben ein, dann gibt’s tagelang nur Sonnenschein“ erntete er tosenden Applaus – und tatsächlich sollte er mit seiner Prognose fast recht behalten.
IGEL VS. SHARK
Die erste Band war für uns heute Igel vs. Shark. Das 2009 in Wien gegründete Trio steht für geradlinigen, lauten und energiegeladenen Rock ’n‘ Roll mit einer gehörigen Portion Hard Rock und Punkrock – und genau das bekamen die Besucher an diesem Nachmittag eindrucksvoll zu spüren. Mit einem sympathischen „Wir sind aus Wien – Servus und viel Spaß!“ begrüßte die Band das Publikum, bevor sie ohne Umwege ihr energiegeladenes Set startete. Die kraftvolle Performance riss die Fans sofort mit: Vor der Bühne bildeten sich die ersten Moshpits, zahlreiche Besucher sangen mit und die Stimmung erreichte schnell ein neues Level. Igel vs.Shark überzeugten mit einer intensiven, ehrlichen Liveshow, die bestens zum familiären Charakter des Area 53 Festivals passte. Das Publikum dankte es der Band mit lautstarkem Applaus und voller Begeisterung. Wer die Wiener Formation verpasst hat, bekommt schon bald die nächste Gelegenheit: Beim Wiener Rock- und Metal Zombieball an Halloween dürfte das Trio erneut für eine schweißtreibende Rock’n’Roll-Party sorgen. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen.
https://www.facebook.com/igelvsshark
AGATHODAIMON
Mit Agathodaimon wurde es anschließend deutlich düsterer auf der Area 53 Festivalbühne. Die bereits 1995 gegründete Band verbindet Symphonic-, Melodic-Black- und Gothic-Metal zu einem atmosphärischen Sound, der einen eindrucksvollen Kontrast zum restlichen Programm bildete und einmal mehr die stilistische Vielfalt des Festivals unter Beweis stellte. „Schön, dass ihr da seid!“, begrüßte die Band die zahlreichen Besucher vor der Bühne. Mit einem Augenzwinkern folgte die Ansage: „Noch ein bissel früh, aber der nächste Song heißt ‚After Dark‘.“ Das Publikum ließ sich davon nicht beirren und tauchte sofort in die dichte Klangwelt der Formation ein. Kraftvolle Gitarren, epische Keyboardflächen und der Wechsel zwischen Growls und melodischen Passagen sorgten für eine intensive Atmosphäre, die die Fans von Beginn an in ihren Bann zog. Neben bekannten Songs präsentierte die Band mit ‚Mother Of All Gods‘ auch Material ihres aktuellen Albums ‚The Seven‘ aus dem Jahr 2022 – aber Besonders ‚After Dark‘, ‚Tongue Of Thorns‘ und das finale ‚Banner Of Blasphemy‘ entfalteten ihre volle Wirkung und wurden vom Publikum begeistert aufgenommen. Agathodaimon lieferten eine souveräne und atmosphärisch dichte Performance ab und war einer von vielen musikalischen Höhepunkten des Nachmittags.
Setlist: 01 Ne Cheama Pamintul 02 After Dark 03 Tongue Of Thorns 04 An Angel’s Funeral 05 Ain’t Death Grand 06 Mother Of All Gods 07 I’ve Risen 08 Banner Of Blasphemy
https://www.facebook.com/agathodaimon
FIREWIND
Mit Firewind stand anschließend ein weiterer Höhepunkt des Area 53 Festivals 2026 auf der Bühne. Die 1998 im griechischen Thessaloniki von Gitarrenvirtuose Gus G. gegründete Power-Metal-Band zählt seit vielen Jahren zu den festen Größen der internationalen Heavy-Metal-Szene. Mit technisch anspruchsvollen Riffs, eingängigen Melodien und virtuosen Gitarrensoli begeistern die Griechen ihre Fans rund um den Globus. Gus G., vielen Metalfans noch bestens als langjähriger Gitarrist von Ozzy Osbourne (2009 bis 2017) bekannt, demonstrierte auch in Leoben eindrucksvoll seine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Mit präzisem Spiel und beeindruckenden Soli setzte er immer wieder musikalische Glanzpunkte. Für zusätzliche Freude bei den langjährigen Anhängern sorgte die Rückkehr von Sänger Henning Basse, der nach fünfjähriger Pause im vergangenen Jahr wieder zur Band stieß. Firewind präsentierten sich hervorragend eingespielt und lieferten eine technisch brillante sowie druckvolle Show ab. Mit einem herzlichen „Servus!“ begrüßte die Band das Publikum und hatte die Fans vom ersten Song an auf ihrer Seite. Die Stimmung vor der Bühne war ausgezeichnet, und ausgerechnet während des Auftritts zogen nach den heißen Stunden des Tages endlich ein paar Wolken über Leoben. Die etwas angenehmeren Temperaturen sorgten für zusätzliche Energie im Publikum, das die Band lautstark feierte. Natürlich durften auch Songs des aktuellen Albums ‚Stand United‘ nicht fehlen, das 2024 den Sprung in die deutschen Top 40 schaffte. Aber auch Nummern wie ‚Destination Forever‘ oder das abschließende ‚Falling to Pieces‘ unterstrich Firewind eindrucksvoll ihren Ruf als eine der stärksten Live-Bands des europäischen Power Metal. Nach der Festivalsaison geht es für die Griechen übrigens auf eine umfangreiche Nordamerika-Tour.
Setlist 01 Fallen Angel 02 Destiny Is Calling 03 Wars of Ages 04 Destination Forever 05 World on Fire 06 The Fire and the Fury 07 Ode to Leonidas 08 Rising Fire 09 Head Up High 10 Falling to Pieces
https://www.facebook.com/firewindofficial
HIRAES
Mit Hiraes übernahm anschließend eine der stärksten Modern-Melodic-Death-Metal-Bands Deutschlands die Bühne und brachte geballte Frauenpower nach Leoben. Frontfrau Britta Görtz überzeugte von der ersten Minute an mit einer enormen Bühnenpräsenz und ihrer kraftvollen, markanten Stimme. Gemeinsam mit ihren Mitmusikern lieferte sie einen druckvollen Auftritt ab, der das Publikum sofort in seinen Bann zog. „Wer hat uns schon einmal gesehen und wer heute zum ersten Mal?“, fragte Britta zu Beginn des Sets in die Menge. Einige Fans erinnerten sich noch an den energiegeladenen Auftritt der Band im März, als Hiraes das Escape Metalcorner in Wien musikalisch zerlegt hatten. Doch auch unter freiem Himmel bewiesen sie eindrucksvoll, dass sie auf einer Festivalbühne eine echte Macht sind. Einer der absoluten Höhepunkte folgte beim dritten Song ‚We Owe No One‘. Britta stieg kurzerhand von der Bühne und mischte sich mitten unter die Fans. Während sich vor der Bühne ein großer Circle Pit bildete, wurde die Sängerin selbst Teil des Geschehens und feierte gemeinsam mit dem Publikum – ein Gänsehautmoment, der für ausgelassene Stimmung sorgte. Später kündigte die Band den Titeltrack ‚Dormant‘ ihres Albums an, das vor über zwei Jahren in den deutschen Albumcharts vertreten war. Die Mischung aus aggressiven Riffs, eingängigen Melodien und der mitreißenden Performance der gesamten Band kam beim Publikum hervorragend an.
Setlist: 01 Through the Storm 02 About Lies 03 We Owe No One 04 Solitary 05 Grain of Sand 06 Dormant 07 Under Fire 08 Undercurrent
https://www.facebook.com/hiraes.official
VISIONS OF ATLANTIS
Das Piratenschiff hat den Anker in Leoben geworfen! Fast schon ein Heimspiel war anschließend der Auftritt von Visions of Atlantis. Die österreichischen Symphonic-Metal-Piraten gastierten bereits zum dritten Mal beim Area 53 Festival und bewiesen einmal mehr, warum sie längst zu den absoluten Publikumslieblingen zählen. Mit einer mitreißenden Mischung aus epischen Hymnen, maritimer Atmosphäre und beeindruckender Bühnenpräsenz begeisterte die Band die zahlreichen Fans vor der Bühne. Von der ersten Minute an entfachten Clémentine Delauney und Michele Guaitoli mit ihren perfekt harmonierenden Gesangsduetten eine besondere Magie. Die beiden Frontleute ergänzten sich hervorragend und führten das Publikum gemeinsam durch eine energiegeladene Show, die musikalisch wie optisch keine Wünsche offenließ. Immer wieder wurde laut mitgesungen und gefeiert – Festivalstimmung, wie sie sein soll. Da es für längere Zeit der letzte Österreich-Auftritt der Band sein sollte, appellierten Visions of Atlantis vor dem Finale noch einmal an ihre Fans, alles zu geben. Das Publikum ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte den Bereich vor der Bühne in ein wahres Piratenmeer aus erhobenen Fäusten, lautstarken Chören und begeistertem Applaus. Natürlich durfte auch „Armada“, der Titeltrack des bislang erfolgreichsten Albums der Bandgeschichte, nicht fehlen. „Pirates II – Armada“ erreichte sowohl in Österreich als auch in Deutschland Platz 5 der Albumcharts und zählt zu den größten Erfolgen der Band. Mit Klassikern ‚Pirates Will Return‘ und dem emotionalen Abschluss ‚Melancholy Angel‘ lieferten Visions of Atlantis einen weiteren unvergesslichen Festivalauftritt ab.
Setlist: 01 To Those Who Choose to Fight 02 The Land of the Free 03 Clocks 04 Tonight I’m Alive 05 Legion of the Seas 06 Heroes of the Dawn 07 Hellfire 08 Pirates Will Return 09 Armada 10 Master the Hurricane 11 Melancholy Angel
https://www.facebook.com/visionsofatlantisofficial
CAVALERA
Vor drei Jahren stand Max Cavalera mit Soulfly auf der Bühne des Area 53 Festivals. 2026 kehrte er gemeinsam mit seinem Bruder Igor Cavalera nach Leoben zurück – und sorgte erneut für einen der emotionalsten und intensivsten Momente des Wochenendes. Im Mittelpunkt stand das legendäre Sepultura-Album ‚Chaos A.D.‘, dessen Songs die Fans zurück in die goldene Ära des Thrash Metals der 1990er-Jahre versetzten. Das 1993 erschienene Meisterwerk erreichte Goldstatus in Großbritannien und den USA und platzierte sich im gesamten deutschsprachigen Raum in den Top 20 der Albumcharts. Schon mit den ersten Takten von ‚Refuse/Resist‘ gab es vor der Bühne kein Halten mehr – Moshpits, Crowdsurfer und lautstark mitgesungene Klassiker sorgten für eine überwältigende Atmosphäre. Mit jeder weiteren Nummer schien die Energie im Publikum noch weiter anzusteigen, während die Cavalera-Brüder die kompromisslose Wucht dieser Songs eindrucksvoll auf die Bühne brachten. Als schließlich die Dämmerung über das Festivalgelände hereinbrach, gewann die Show zusätzlich an Intensität. Im Schein der Bühnenbeleuchtung drehten sich Circle Pits, Fäuste reckten sich in den Himmel und die Atmosphäre wurde immer dichter. Spätestens bei ‚Territory‘ und ‚Chaos B.C.‘ verwandelte sich das Area 53 Festival endgültig in ein Mekka für Thrash-Metal-Fans. Ein brachialer, emotionaler und mitreißender Auftritt, der für uns zu den absoluten Höhepunkten des Festivals zählte.
Setlist: 01 Refuse/Resist (Sepultura cover) 02 Slave New World (Sepultura cover) 03 Amen (Sepultura cover) 04 Propaganda (Sepultura cover) 05 Nomad (Sepultura cover) 06 We Who Are Not as Others (Sepultura cover) 07 Kaiowas (Sepultura cover) 08 Biotech Is Godzilla (Sepultura cover) 09 Polícia (Titãs cover) 10 Territory (Sepultura cover) 11 Chaos B.C. (Sepultura cover)
https://www.facebook.com/cavaleraconspiracy
SAXON
Wie ein guter Wein – je älter, desto besser. Treffender lässt sich der Auftritt von Saxon beim Area 53 Festival 2026 kaum beschreiben. Die britischen Heavy-Metal-Legenden bildeten den krönenden Abschluss des ersten Festivaltages und bewiesen eindrucksvoll, dass sie auch nach fast fünf Jahrzehnten auf der Bühne nichts von ihrer Klasse eingebüßt haben. Biff Byford und seine Mitstreiter lieferten einen Headliner-Auftritt ab, der keine Wünsche offenließ. Bereits mit den ersten Tönen von ‚Hell, Fire and Damnation‘, dem Titeltrack ihres aktuellen Erfolgsalbums, verwandelte sich das Festivalgelände in ein Meer aus erhobenen Fäusten. Von der ersten Minute an hatten Saxon das Publikum fest im Griff. Besonders in den ersten Reihen ging es ordentlich zur Sache – die Fans feierten ihre Helden lautstark und voller Begeisterung. Für einen der sympathischsten Momente des Abends sorgten die zahlreichen Metalkutten, die immer wieder auf die Bühne geworfen wurden. Anstatt sie einfach zur Seite zu legen, schlüpfte Biff Byford kurzerhand in eine der Jeanswesten und sang einen Teil der Show damit weiter. Das Publikum quittierte diese spontane Geste mit frenetischem Jubel – ein schönes Zeichen der engen Verbundenheit zwischen Band und ihren Fans. Auch musikalisch präsentierten sich Saxon in Höchstform. Klassiker reihten sich an neue Songs, ehe mit ‚Denim and Leather‘ und dem grandiosen Finale mit dem 80er Jahre Klassiker ‚Princess of the Night‘ noch einmal sämtliche Dämme brachen. Die Fans sangen lautstark mit und feierten jede einzelne Hymne. Mit ihrer energiegeladenen Performance, ihrer ungebrochenen Spielfreude und einer Setlist voller Heavy-Metal-Klassiker unterstrichen Saxon eindrucksvoll ihren Legendenstatus. Ein Headliner-Auftritt voller Leidenschaft, Nähe zum Publikum und zeitloser Songs – der perfekte Abschluss für den ersten Festivaltag des Area 53 Festivals 2026.
Setlist 01 Hell, Fire and Damnation 02 Power and the Glory 03 Dogs of War 04 And the Bands Played On 05 Madame Guillotine 06 Sacrifice 07 Solid Ball of Rock 08 The Eagle Has Landed (The audience could choose between Broken Heroes and The Eagle has Landed) 09 Heavy Metal Thunder 10 Dallas 1 PM 11 Strong Arm of the Law 12 Motorcycle Man 13 Denim and Leather 14 747 (Strangers in the Night) 15 Wheels of Steel 16 Crusader 17 Princess of the Night
https://www.facebook.com/SaxonOfficial
AREA 53 FESTIVAL 2026 – TAG 2 – LEOBEN 17.07.2026
Am zweiten Festivaltag des Area 53 Festivals 2026 fanden sich schon zur Mittagszeit erstaunlich viele Besucher auf dem Infield, das ist ja nicht immer so, da viele noch gegen die Nachwirkungen der ersten langen Partynacht ankämpfen. Auch die kleine Festivalmeile vor dem eigentlichen Gelände präsentierte sich nun in voller Pracht. Waren am Vortag noch nicht alle Stände aufgebaut, herrschte hier inzwischen reges Treiben. Schmuck, Schallplatten, Band-Merchandise und der Stand von Sea Shepherd luden zum Stöbern ein. Eine Besonderheit war in diesem Jahr ein mobiles Tattoostudio für bleibende Andenken an das Festival. Natürlich war auch für das leibliche Wohl bereits bestens gesorgt, noch bevor man das Festivalgelände betrat. Wir waren für euch bereits ab der zweiten Band vor Ort – und das frühe Erscheinen hat sich definitiv ausgezahlt.
THE DEVASTATION
Wir begleiten The Devastation nun schon seit fast einem Jahr und erlebten beim Area 53 Festival bereits unsere sechste Show der Band. Eines können wir dabei inzwischen mit voller Überzeugung sagen: Von einer Schülerband oder bloßen Nachwuchshoffnung sind The Devastation längst meilenweit entfernt. Den Auftritt in Leoben hatte sich das Quartett einige Monate zuvor mit dem Sieg des Bandcontests verdient – und genau diese Chance nutzten die vier eindrucksvoll. Von der ersten Minute an präsentierte sich die Band selbstbewusst, spielfreudig und bestens eingespielt. Über die vergangenen Monate war die Entwicklung kontinuierlich zu beobachten, doch die Performance auf der großen Festivalbühne markierte nochmals einen deutlichen Schritt nach vorne. Von Lampenfieber war nichts zu spüren. Vor allem Sängerin Demetra bewies eindrucksvoll ihre Bühnenpräsenz. Sie verstand es mühelos, auch das Publikum eines großen Metal-Open-Airs mitzureißen und animierte die Fans zu Circle Pits, die zeitweise sogar größer ausfielen als bei einigen der später auftretenden Bands.
Neben den mittlerweile etablierten Live-Favoriten wie ,Leviathan‘ präsentierten The Devastation auch neue Songs, die erst vor Kurzem ihre Livepremiere gefeiert hatten. Ein weiterer Höhepunkt war die erstmals eingesetzte Pyrotechnik – ebenfalls Teil des Gewinnpakets des Bandcontests. Sie verlieh der ohnehin energiegeladenen Show zusätzlich eine eindrucksvolle visuelle Note. Für einen Auftritt zu dieser frühen Festivalzeit war die Stimmung außergewöhnlich. Tosender Applaus begleitete die Band nach ihrem letzten Song von der Bühne und machte deutlich, dass The Devastation heute wieder viele neue Fans hinzugewonnen haben.
Doch damit war der Tag noch nicht zu Ende. Im Anschluss absolvierte die Band ihre erste Autogrammstunde überhaupt. Mit wunderschönen Autogrammkarten und viel Zeit für ihre Fans meisterten die vier auch diese Premiere mit bemerkenswerter Souveränität. Alle, die diesen grandiosen Auftritt verpasst haben, sollten die Chance Ende August nutzen. Next stop: Metal Escalation Festival 29.08.2026 15.20 Uhr
Setlist: 01 Intro (Blanck Mass – The Hole) 02 Woman in the Black Veil 03 Leviathan 04 Omen in the Making 05 Persephony’s Descent Into Hades 06 Pyromancer and His Embrace of Fire 07 Glitch
https://www.facebook.com/thedevastationofficial
ALL WILL KNOW
Mit All Will Know folgte moderner Melodic Death Metal aus Deutschland. Die 2010 gegründete Band kann mittlerweile auf fünf Studioalben zurückblicken, auch wenn der letzte Longplayer bereits einige Jahre zurückliegt. In Leoben präsentierten sich die Saarländer dennoch in bestechender Form. Druckvolle Riffs, eingängige Gitarrenharmonien und ein präzise abgestimmter Sound sorgten für einen überzeugenden Auftritt. Frontmann und Band verstanden es, das Publikum bereits am frühen Nachmittag mitzureißen und die Stimmung vor der Bühne spürbar anzuheizen. Ein gelungener Festivalauftritt, der Lust auf neues Material machte.
Setlist: 01 This Circle Never Ends 02 Counting Stars 03 Behind Your Mask 04 Stain The White 05 Trickle Down 06 Puppeteering 07 Dead World 08 So Long
https://www.facebook.com/ALLWILLKNOW
TEMPTATIONS FOR THE WEAK
Mit ihrem auffälligen, farbenfrohen Backdrop mit den beiden Schlangenköpfen lockten Temptations For The Weak aus Belgien nach der kurzen Umbaupause erneut zahlreiche Metalfans vor die Bühne. Die Band hat erst vor Kurzem ihr viertes Studioalbum ‚The Venom Inside‘ veröffentlicht. Der neue Longplayer gilt als ihr bislang ausgereiftestes und abwechslungsreichstes Werk – und genau das spiegelte sich auch in der Liveshow wider. Die Belgier kombinierten modernen Metalcore mit eingängigen melodischen Refrains und kraftvollen Thrash-Metal-Einflüssen. Präzise gespielt, voller Energie und mit großer Spielfreude präsentierte sich die Band als eingespielte Live-Formation. Der starke Auftritt machte deutlich, wie konsequent sich Temptations For The Weak in den vergangenen Jahren weiterentwickelt haben und sich damit ihren Platz in der europäischen Metalcore-Szene erarbeitet haben.
https://www.facebook.com/Temptationsfortheweak
KONTRUST
Trachtenoutfits auf einem Metalfestival – passt das überhaupt? Kontrust lieferten beim Area 53 Festival die eindeutige Antwort: und wie! Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Rock, Metal und alpinen Volksmusik-Einflüssen sorgte die österreichische Crossover-Band für einen der abwechslungsreichsten und unterhaltsamsten Auftritte des Tages.
Seit mittlerweile 25 Jahren stehen Kontrust auf den Bühnen Europas und haben in dieser Zeit fünf Studioalben veröffentlicht. Mit ihrem aktuellen Longplayer ‚Madworld‘ gelang der Band sogar der Sprung auf Platz 4 der österreichischen Albumcharts. Seit 2022 steht Sängerin Julia Ivanova am Mikrofon und verleiht der Formation eine kraftvolle neue Stimme. Musiker in Tracht, jede Menge Spielfreude, ansteckende gute Laune und ein Publikum, das von Beginn an begeistert mitging – Kontrust bewiesen eindrucksvoll, dass Gegensätze sich nicht nur anziehen, sondern auf einer Festivalbühne hervorragend funktionieren. Ihr energiegeladener Auftritt sorgte für ausgelassene Stimmung und blieb als einer der unterhaltsamsten Momente des zweiten Festivaltages in Erinnerung.
Setlist: 01 Black Soul 02 1K1 03 Butterfly 04 Dancer In The Sun 05 I Physically Like It 06 On The Run 07 Lederhosen Overkill 08 Move It 09 Hey DJ 10 Bomba
https://www.facebook.com/kontrust
VOIVOD
Mit den kanadischen Progressive-Metal-Legenden Voivod wurde es anschließend deutlich experimenteller. Die bereits 1982 gegründete Band genießt seit Jahrzehnten Kultstatus und gilt als eine der einflussreichsten Formationen ihres Genres. In Leoben präsentierten sich die Kanadier mit einer intensiven und musikalisch anspruchsvollen Performance, die vor allem durch ihr perfektes Zusammenspiel und ihre außergewöhnlichen Songstrukturen beeindruckte. Dennoch wirkte ihre atmosphärische Show fast noch besser für eine düstere Clubbühne geeignet – wie etwa wenige Tage zuvor in der Arena Wien. Neben zahlreichen Klassikern hatte die Band auch mehrere Songs ihres 2023 erschienenen Albums ‚Morgöth Tales‘ im Gepäck. Der Longplayer erreichte damals die Top 40 der deutschen Albumcharts und unterstrich einmal mehr die anhaltende Kreativität der Kanadier.
Voivod beschränken sich jedoch nicht nur auf die Musik. Mit ‚Voivod: The Nuclear Warrior‘ entstand sogar ein eigenes Videospiel, das Liebhaber von Videospielen, sowie natürlich auch Fans der Band unbedingt ausprobieren sollten. Darüber hinaus wurden die Musiker für ihr über vier Jahrzehnte andauerndes künstlerisches Schaffen sowie ihr Engagement für ihre Heimatregion Saguenay mit der Ehrendoktorwürde der Université du Québec ausgezeichnet – eine außergewöhnliche Würdigung für eine Metalband.
Setlist: 01 Rise 02 Obsolete Beings 03 Ravenous Medicine 04 Tribal Convictions 05 Nanoman 06 Nuclear War 07 Fix My Heart 08 Astronomy Domine (Pink Floyd cover) 09 Voivod
https://www.facebook.com/Voivod
SELF DECEPTION
Danach übernahmen Self Deception aus Schweden die Bühne. Mit ihrer Mischung aus modernem Metal, eingängigen Pop-Hooks und jeder Menge Live-Energie sorgte die Band vom ersten Moment an für beste Stimmung. Gleich zum Auftakt zündeten die Schweden mit dem Titelsong ihres aktuellen Albums ‚One Of Us‘ ein echtes Ausrufezeichen und brachten das Publikum sofort in Bewegung. Die mitreißende Performance überzeugte mit viel Spielfreude, kraftvollen Gitarren und einer beeindruckenden Bühnenpräsenz. Unterstützt von einer effektvollen Pyroshow lieferten Self Deception den perfekten Soundtrack für den Übergang in die Abendstunden. Natürlich durfte auch die im Mai 2026 veröffentlichte Single ‚Break!‘ nicht fehlen, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Den krönenden Abschluss bildete schließlich der wohl bekannteste Song der Band: ‚Fight Fire With Gasoline‘ verwandelte das Festivalgelände noch einmal in einen Hexenkessel und sorgte für ausgelassene Stimmung auf und vor der Bühne.
Setlist: 01 One Of Us 02 Time’s Up 03 The Scandinavian Dream 04 Matthew Mcconaughey 05 Goddamn Me 06 Hell And Back 07 Don’t Belong 08 The Wedding 09 Break! 10 Psycho 11 Fight Fire With Gasoline
https://www.facebook.com/selfdeceptionsthlm
DIRKSCHNEIDER
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit war die Zeit für eine echte Legende gekommen. Udo Dirkschneider, der über Jahrzehnte die Anfangszeit der deutschen Metal-Institution Accept geprägt hatte, übernahm als Co-Headliner die Bühne und sorgte vom ersten Ton an für Begeisterung auf dem Festivalgelände. Ganz in seinem gewohnt markanten Outfit mit Tarnjacke und weißen Handschuhen präsentierte Dirkschneider in Leoben ein wahres Feuerwerk an Accept-Klassikern. Bereits bei den ersten Songs stimmten die Fans lautstark mit ein, sodass Udo den Gesang stellenweise fast dem Publikum überlassen konnte. Spätestens bei ‚Princess of the Dawn‘ (1982) verwandelte sich das Gelände in einen riesigen Fanchor. Auch die Hymnen ‚Midnight Mover‘ und ‚Balls to the Wall‘ sorgten mit ihren lautstark mitgesungenen Refrains für echte Gänsehautmomente. Nach mehreren Jahren ohne Österreich-Auftritt zeigte Dirkschneider eindrucksvoll, dass er nichts von seiner Ausstrahlung verloren hat. Das Festivalgelände war fast bis auf den letzten Platz gefüllt, die Stimmung kochte und die Fans feierten jede einzelne Nummer. Genau so muss ein Auftritt einer Metal-Legende aussehen.
https://www.facebook.com/UdoDirkschneiderOfficial
ARCH ENEMY
Gespannt warteten die Fans auf den Auftritt des Headliners. Mit einigen Minuten Verspätung war es schließlich so weit: Der große Vorhang mit der Aufschrift ‚Pure Fucking Metal‘ fiel und gab den Blick auf Arch Enemy frei. Für die schwedischen Melodic-Death-Metal-Giganten war das Area 53 Festival zugleich die erste Europashow mit ihrer neuen Sängerin Lauren Hart. Die Frontfrau dürfte vielen Metalfans bereits von ihren Gastauftritten mit Kamelot bestens bekannt sein – spätestens beim Gedanken an den Song ‚Phantom Divine‘ werden sich viele an ihre beeindruckende Stimme erinnern.
Natürlich ist es keine leichte Aufgabe, das Erbe von Fanliebling Alissa White-Gluz anzutreten. Doch Lauren Hart meisterte diese Herausforderung mit Bravour. Stimmlich überzeugte sie auf ganzer Linie und bewies vom ersten Moment an eine starke Bühnenpräsenz. Mit einigen Ansagen auf Deutsch sammelte sie zusätzlich Sympathiepunkte beim Publikum und zeigte, dass sie sich auf der großen Festivalbühne sichtlich wohlfühlte. Schon kurz vor dem Ende des zweiten Songs ‚The World Is Yours‘ wurde die Show jedoch jäh unterbrochen. Ein technischer Defekt legte die Anlange mit einem lauten Knall lahm und zwang die Band zu einer rund 15-minütigen Pause. Nachdem das Problem behoben worden war, kehrten Arch Enemy auf die Bühne zurück – allerdings ohne die geplante Pyroshow. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Bei ‚My Apocalypse‘ forderte Lauren die Fans auf, ihre Mobiltelefone in die Höhe zu halten und den Nachthimmel zu erleuchten. Tausende Lichter sorgten für eine beeindruckende Atmosphäre und wurden zu einem kleinen Ersatz für die ausgefallene Pyroshow. Neben den unzähligen Klassikern durfte natürlich auch aktuelles Material nicht fehlen. Mit ‚Blood Dynasty‘, dem Titeltrack des in Österreich auf Platz 1 gecharteten Albums, sowie der aktuellen 2026er-Single ‚To The Last Breath‘ hatten Arch Enemy zwei Kracher im Gepäck, die auch das Zeug dazu haben, zu Klassikern zu werden.
Trotz der unerwarteten technischen Probleme ließ sich die Band nicht aus der Ruhe bringen und spielte ihren Auftritt souverän zu Ende. Die Fans feierten jede einzelne Nummer lautstark mit und machten den Headliner-Auftritt zu einem würdigen Abschluss eines hervorragend organisierten und abwechslungsreichen zweiten Festivaltages beim Area 53 Festival.
Setlist: 01 Yesterday Is Dead and Gone 02 The World Is Yours 03 War Eternal 04 My Apocalypse 05 Blood Dynasty 06 To the Last Breath 07 The Eagle Flies Alone 08 No Gods, No Masters 09 Dead Bury Their Dead 10 We Will Rise 11 Snow Bound 12 Nemesis 13 Fields of Desolation
https://www.facebook.com/archenemyofficial
AREA 53 FESTIVAL 2026 – TAG 3 – LEOBEN 18.07.2026
Der Samstag begann beim Area 53 Festival traditionell um 10.00 Uhr mit der großen Pilgerreise. Hunderte Festivalbesucher versammelten sich gemeinsam mit dem Festivaljesus an der kleinen Festivalkapelle auf dem Deluxe-Campingplatz, bevor sich der schwarze Tross auf den rund 500 Meter langen Weg zum Festivalgelände machte. Dort wartete bereits Kultsängerin Jazz Gitti, die mit ihrem Frühschoppen-Programm für beste Stimmung sorgte und den letzten Festivaltag auf ihre ganz eigene Art eröffnete. Auch das Wetter zeigte sich am Samstag noch einmal von seiner besten Seite. Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen sorgten für perfekte Festivalbedingungen, verlangten den Besuchern aber auch einiges ab. Entsprechend groß war der Andrang bei der kostenlosen Trinkwasserstation sowie der beliebten Dusche auf dem Festivalgelände, die vielen eine willkommene Abkühlung verschaffte. So startete der finale Festivaltag bestens gelaunt und mit viel Vorfreude auf die letzten musikalischen Höhepunkte des Area 53 Festivals 2026.
JAZZ GITTI
Wie bekommt man am letzten Festivaltag schon am Vormittag rund eintausend Festivalbesucher auf das Gelände? In Leoben ist die Antwort seit Jahren dieselbe: Jazz Gitti. Die beliebte österreichische Entertainerin und Sängerin eröffnete auch heuer den Samstag mit ihrem traditionellen Frühschoppen und bewies einmal mehr, dass sie Generationen und Musikrichtungen mühelos miteinander verbindet. Mit ihrer sympathischen, direkten und unverfälschten Art hatte sie die Metalfans wie immer vom ersten Moment an auf ihrer Seite. Es wurde mitgesungen, geklatscht, gehüpft, getanzt und ausgelassen gefeiert – selbst eingefleischte Headbanger ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Jazz Gitti verwandelte das Festivalgelände bereits vor dem ersten Mittagsbier in eine fröhliche Partyzone und sorgte für beste Laune, bevor die ersten Metalbands die Bühne übernahmen.
Setlist: 01 Jetzt gemmas an 02 Trammway foarn 03 Hoppala 04 Es gibt so viele Trottel’n auf der Welt 05 So a schöner Tag (Fliegerlied) 06 A Wunda 07 Jazz Gitti Hitmedley
https://www.facebook.com/jazzgitti
APIS
Bereits bei der Premiere des Area 53 Festivals im Jahr 2017 standen Apis auf der Bühne – 2026 kehrte die Band nun an diesen inzwischen traditionsreichen Ort zurück und eröffnete nach dem traditionellen Frühschoppen mit Jazz Gitti als erster Metal-Act den dritten Festivaltag. Obwohl die Band erst seit Kurzem mit einem neuen Sänger unterwegs ist, war davon auf der Bühne kaum etwas zu merken. Apis präsentierten sich hervorragend eingespielt, harmonisch und voller Spielfreude. Mit druckvollen Songs und einer energiegeladenen Performance gelang ihnen ein gelungener Auftakt in den Metal-Samstag, der das Publikum sofort auf Betriebstemperatur brachte. Wer Gefallen an der Band gefunden hat, muss nicht lange auf die nächste Gelegenheit warten: Bereits Ende August sind Apis beim Metal Escalation Festival in Gloggnitz zu sehen – schaut einfach mal dort vorbei.
https://www.facebook.com/apismusic
WATCH THEM FAIL
Mit Watch Them Fail aus der Steiermark stand anschließend eine der besten Bands der Region auf der Bühne. Die Metalcore-Band bewies einmal mehr, dass sie zu jeder Tageszeit in der Lage ist, ein Festivalpublikum komplett mitzureißen. Druckvolle Breakdowns, eingängige Melodien und harte Riffs sorgten von Beginn an für beste Stimmung vor der Bühne. Natürlich ließ es sich Frontmann Stoffl auch in Leoben nicht nehmen, die große Bühne zu verlassen und sich mitten unter die Fans zu mischen. Unter lautem Jubel führte er den ersten Circle Pit des Tages höchstpersönlich an und machte die ohnehin energiegeladene Show zu einem echten Highlight des frühen Nachmittags. Das Heimspiel von Watch Them Fail war sogar so stürmisch, dass sich mitten in der Show das Backdrop selbstständig machte und zu Boden fiel. Watch Them Fail wussten bei ihrem zweiten Area 53 Auftritt nach 2024 wieder voll zu überzeugen und kehren hoffentlich eines Tages wieder hierher zurück.
https://www.facebook.com/WatchThemFailOfficial
NEVER OBEY AGAIN
Alle, die im April beim Vienna Core Fest in Wien dabei waren, wussten bereits, was sie erwarten würde – für alle anderen zählten Never Obey Again wohl zu den größten Überraschungen und Neuentdeckungen des Area 53 Festivals 2026. Die italienische Alternative-Metal-Band legte einen energiegeladenen Auftritt hin und hatte das Publikum vom ersten Song an auf ihrer Seite. Besonders Frontfrau Carolina Bertelegni zog mit ihrer charismatischen Bühnenpräsenz und ihrer kraftvollen Stimme alle Blicke auf sich. Gemeinsam mit ihren Bandkollegen präsentierte sie modernen Alternative Metal, der harte Gitarrenriffs mit eingängigen Melodien und elektronischen Elementen verbindet. Nur zwei Tage vor ihrem Auftritt in Leoben hatten Never Obey Again ihre neue Single ‚Gatekeepers‘ veröffentlicht. Der brandneue Song durfte auf der Setlist natürlich nicht fehlen und wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Mit ihrer energiegeladenen und gleichzeitig abwechslungsreichen Performance hat die Band eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch auf größeren Bühnen perfekt abliefern können und dürfte nach diesem Auftritt einige neue Fans hinzugewonnen haben.
Setlist: 01 Give Me A Fuckin Break 02 Play Pretend 03 Animal By Choice 04 Plastic Love 05 Toxic Feelings 06 The Storm 07 Gatekeepers 08 Control 09 9:45
https://www.facebook.com/neverobeyagain
BRUTAL SPHINCTER
Mit Brutal Sphincter aus Belgien stand anschließend wohl die außergewöhnlichste Band des gesamten Samstags auf der Bühne. Bereits der nicht ganz alltägliche Bandname ließ erahnen, dass hier kein gewöhnlicher Metal auf das Publikum warten würde. Die Belgier lieferten eine kompromisslose Grindcore-Show ab, die vor allem die Fans extremer Gangarten begeisterte. Sicherlich war dieser Auftritt nicht für jedes Ohr geeignet, doch genau das macht den Reiz eines gut zusammengestellten Festivals aus: musikalische Vielfalt und die Möglichkeit, auch einmal über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Während einige Zuschauer das Geschehen mit neugierigen Blicken verfolgten, feierten die eingefleischten Grindcore-Fans jede Sekunde der rasanten, brachialen Performance. Brutal Sphincter spielten ihren Stil mit voller Überzeugung und enormer Intensität. Für die Anhänger dieses extremen Sounds war der Auftritt zweifellos eines der Highlights des Tages und dürfte ihnen noch lange in Erinnerung bleiben.
https://www.facebook.com/BrutalSphincter
VINEGAR HILL
Nun war eine Band an der Reihe, auf die viele Besucher mit besonderer Spannung gewartet hatten. Bereits zum dritten Mal standen Vinegar Hill auf der Bühne des Area 53 Festivals. Die 2007 im Festivalort Leoben gegründete Band gehört längst zu den Aushängeschildern der regionalen Metalszene und präsentierte heute unter anderem Songs ihres fünftes Studioalbum „Darkness Echoes“, das im vergangenen Jahr erschienen ist. Von der ersten Minute an lieferten Vinegar Hill eine mitreißende Performance ab. Unterstützt von stimmungsvoller Pyrotechnik und brennenden Fackeln entstand eine beeindruckende Atmosphäre, die den Auftritt zu einem der visuellen und musikalischen Höhepunkte des Samstags machte. Ein besonderes Highlight war die brandneue Single ‚Stand In White‘, die gemeinsam mit Gastsängerin Corri als kraftvolles Duett präsentiert wurde. Ebenso sorgte das ruhigere ‚An Avalanche Of Empathy‘ aus dem Jahr 2022 für Gänsehautmomente. Vinegar Hill bewiesen, dass sie nicht nur mit Härte, sondern auch mit emotionalen Songs überzeugen können. Mit ihrer Mischung aus eingängigen Melodien, kraftvollen Riffs und einer professionellen Bühnenpräsenz unterstrichen Vinegar Hill eindrucksvoll, warum sie seit Jahren zu den beliebtesten Bands der Region gehören und auch Auftritte wie beim legendären Nova Rock inzwischen schon fast zur Tagesordnung gehören. Der Heimauftritt in Leoben wurde entsprechend frenetisch gefeiert und zählte für Viele zu den Tageshöhepunkten.
Setlist: 01 Mouth Of Rust 02 The Fall 03 Fiction 04 Darkness Echoes 05 Traitors Call 06 Stand In White 07 The Day The Sun Died 08 The Scapegoat 09 All Suns Decending 10 An Avalanche Of Empathy
https://www.facebook.com/VinegarHillMusic
AD INFINITUM
Mit Ad Infinitum betrat anschließend ein weiterer gern gesehener Rückkehrer die Bühne des Area 53 Festivals. Bereits 2022 begeisterte die in Montreux gegründete Symphonic-Metal-Band das Publikum in Leoben mit einer eindrucksvollen Show – und auch dieses Mal wurden die Erwartungen der Fans mehr als erfüllt. Schon vor Konzertbeginn drängten sich die Fans dicht vor der Bühne, um Frontfrau Melissa Bonny und ihre Band live zu erleben. Mit ihrer charismatischen Ausstrahlung und ihrer beeindruckenden stimmlichen Bandbreite zog sie das Publikum vom ersten Song an in ihren Bann. Kraftvolle Gitarren, moderne Symphonic-Metal-Elemente und eingängige Refrains sorgten für eine mitreißende Atmosphäre. Visuell wurde der Auftritt von einer eindrucksvollen Pyroshow untermalt, die perfekt mit den energiegeladenen Songs harmonierte. Zu den Höhepunkten des Sets zählten unter anderem ‚Outer Space‘ und ‚Unstoppable‘ vom aktuellen Album ‚Abyss‘, die von den Fans lautstark mitgefeiert wurden. Ad Infinitum bewiesen einmal mehr, warum sie zu den spannendsten Vertretern des modernen Symphonic Metal gehören.
Setlist: 01 Upside Down 02 Aftermath 03 Follow Me Down 04 Outer Space 05 Surrender 06 Animals 07 The One You’ll Hold On To 08 My Halo 09 Regicide 10 Unstoppable 11 Into The Night
https://www.facebook.com/AdInfinitumMusic
BLEED FROM WITHIN
Mit dem kraftvollen Titelsong ihres aktuellen Albums ‚Zenith‘ begann die wilde musikalische Reise von Bleed From Within beim Area 53 Festival 2026. Von der ersten Sekunde an war klar, dass die Schotten hier eine Stunde Vollgas geben werden. Die Stimmung vor der Bühne explodierte förmlich, euphorische Fans feierten jede Note und die Crowdsurfer hatten Hochbetrieb – das war Metalcore auf absolutem Spitzenniveau. Bereits mit ‚The End Of All We Know‘ ,einem der bekanntesten Songs der Band, erreichte die Atmosphäre den nächsten Höhepunkt. Ein riesiger Circle Pit setzte sich in Bewegung, während die Band mit ihrer kompromisslosen Intensität das Publikum immer weiter anheizte. Bleed From Within präsentierten eine Show voller Energie, Härte und Spielfreude, die den Fans kaum eine Gelegenheit zum Durchatmen ließ. Frontmann Scott Kennedy überzeugte nicht nur mit seiner kraftvollen Performance, sondern auch mit seiner sympathischen Art. Ganz traditionell trat der Schotte im Kilt auf und nahm sich sogar die Zeit, einem Crowdsurfer die Hand zu reichen – eine Geste, die bei den Fans hervorragend ankam. Überhaupt war die Verbindung zwischen Band und Publikum während des gesamten Konzerts außergewöhnlich. Vor allem die ersten Reihen erwiesen sich als absolut textsicher und sangen zahlreiche Refrains lautstark mit. Auch nach mehr als 20 Jahren Bandgeschichte bewiesen Bleed From Within heute Abend eindrucksvoll, warum sie zu den besten Livebands des modernen Metalcore zählen. Mit einer makellosen Performance und einer Setlist voller Highlights lieferten sie einen der intensivsten und schweißtreibendsten Auftritte des gesamten Festivals ab.
Setlist: 01 Zenith 02 The End of All We Know 03 Levitate 04 A Hope in Hell 05 Violent Nature 06 Pathfinder 07 Dying Sun 08 God Complex 09 I Am Damnation 10 In Place of Your Halo
https://www.facebook.com/bleedfromwithinband
PAIN
Mit großer Spannung wurde anschließend natürlich auch der Auftritt von Pain erwartet. Die Industrial-Metal-Institution um Mastermind Peter Tägtgren legte vom ersten Moment an ein beeindruckendes Tempo vor und eröffnete das Set mit dem mehr als 20 Jahre alten Klassiker ‚Same Old Song‘. Sofort war die Stimmung auf dem Siedepunkt und das Publikum feierte die Band lautstark. Nach dem starken Auftakt richtete Pain den Fokus auch auf das aktuelle Studioalbum ‚I Am‘ aus dem Jahr 2024. Die neuen Songs fügten sich nahtlos zwischen die bekannten Klassiker ein und bewiesen eindrucksvoll, dass die Band auch heute noch auf höchstem Niveau komponiert. Vor allem ‚Don’t Wake The Dead‘ entwickelte sich live zu einem absoluten Highlight und besitzt ohne Zweifel das Potenzial, selbst einmal zu einem Pain-Klassiker zu werden. Mit Songs wie ‚Suicide Machine‘ und dem mitreißenden ‚Party In My Head‘ hielt Peter Tägtgren die Stimmung konstant auf höchstem Niveau. Das Publikum sang, tanzte und feierte jede Minute der energiegeladenen Show, während nun riesige bunte Luftballons über das Festivalgelände flogen. Den krönenden Abschluss bildete schließlich der unverwüstliche Hit ‚Shut Your Mouth‘. Der dazugehörige Videoclip zählt mittlerweile über 40 Millionen Aufrufe auf YouTube – aber live entfaltet der Song immer eine ganz besondere Wirkung. Pain lieferten in Leoben eine nahezu perfekte Mischung aus Klassikern, starken neuen Songs und einer packenden Liveperformance. Dieses Gesamtpaket aus Hits, Spielfreude und Publikumsreaktionen hatte ohne Zweifel bereits echtes Headliner-Niveau.
Setlist: 01 Same Old Song 02 I Just Dropped By (To Say Goodbye) 03 Don’t Wake the Dead 04 End of the Line 05 Call Me 06 Bye/Die 07 Zombie Slam 08 Suicide Machine 09 Party in My Head 10 I’m Going In 11 The Great Pretender 12 Go With the Flow 13 Shut Your Mouth
https://www.facebook.com/OfficialPain
IN FLAMES
Mit In Flames stand schließlich der mit Spannung erwartete Headliner des Area 53 Festivals 2026 auf der Bühne. Schon mit den ersten Tönen war die Euphorie im Publikum förmlich greifbar. Vor der Bühne wurde lautstark mitgesungen, an der Absperrung kreischten die Fans voller Begeisterung und nicht nur die ersten Reihen feierten jede Sekunde der Show. Die schwedischen Melodic-Death-Metal-Legenden lieferten eine perfekte Mischung aus zeitlosen Klassikern und neueren Songs. Neben Fanfavoriten wie ‚Colony‘ und ‚Only For The Weak‘ überzeugten auch die Stücke des neuen Nummer 1 Albums ‚Foregone‘ auf ganzer Linie. Besonders ‚Meet Your Maker‘ schlug live gewaltig ein und brachte das Publikum endgültig zum Ausrasten. Immer wieder hallte ein lautstarkes „Hey, Hey, Hey“ über das Festivalgelände, während die Fans trotz drei intensiver Festivaltage noch einmal ihre letzten Kraftreserven mobilisierten. Mit gewaltigen Gitarrenriffs, eingängigen Melodien und der unverwechselbaren Stimme von Anders Fridén zeigten In Flames eindrucksvoll, warum sie seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Bands des Genres gehören. Beim fulminanten Abschluss mit ‚Take Your Life‘ wurde ein letztes mal gesprungen, gesungen und gefeiert, bevor sich In Flames unter großem Applaus von den begeisterten Fans verabschiedeten. Was für ein würdiges Finale eines großartigen Festivalwochenendes! Das Area 53 Festival 2026 verabschiedete sich mit einer Headlinershow, die keine Wünsche offenließ. Und für alle Fans von In Flames gibt es bereits den nächsten Grund zur Vorfreude: Das mittlerweile 15. Studioalbum der Schweden ist bereits fertiggestellt und soll in den kommenden Monaten erscheinen.
Setlist: 01 Colony 02 Deliver Us 03 In the Dark 04 Voices 05 Paralyzed 06 The Quiet Place 07 Meet Your Maker 08 The Chosen Pessimist 09 Cloud Connected 10 Artifacts of the Black Rain 11 Trigger 12 Only for the Weak 13 Foregone Pt. 2 14 State of Slow Decay 15 Alias 16 The Mirror’s Truth 17 I Am Above 18 Take This Life
https://www.facebook.com/inflames

























































































































































































































































