ROCK CASTLE OPEN AIR 13.08.2026 – Tag 1 – Schlosspark Moravský Krumlov
von Lucifera.Noir Lesedauer 10 Minuten
Auch bei der sechsten Ausgabe des Rock Castle Open Air hatte Veranstalter Pragokoncert Bohemia einen Pakt mit dem Wettergott abgeschlossen – wir erlebten wie schon im Vorjahr drei Tage bestes Hochsommerwetter. Auch sonst war fast alles wie immer – die Organisation ließ keine Wünsche offen. Ein paar kleine Änderungen gab es allerdings beim Essen und Trinken. Die Bierfans haben uns berichtet, dass es zum Beispiel heuer eine neue Biersorte beim Festival gegeben hat. Aufgrund der Größe des Geländes und der hohen Anzahl an gastronomischen Wagen und Ständen gab es nirgends übermäßig lange Wartezeiten. Neben dem Eingang nutzten viele Besucher den Wassernebel zur Erfrischung, aber auch vor der Bühne sorgte die Feuerwehr aller paar Stunden für etwas Abkühlung.
DEEP SUN eröffnen Rock Castle 2026
„Wir freuen uns, das Rock Castle eröffnen zu dürfen!“ Mit diesen Worten begrüßten Deep Sun das Publikum und legten anschließend direkt mit einer stimmungsvollen Symphonic-Metal-Show los. Vor allem die feine, kraftvolle Opernstimme sorgte für einen besonderen Akzent und verlieh dem Auftritt eine elegante, symphonische Note. Obwohl es noch früh am Festivaltag war, zeigte sich bereits ordentlich Stimmung vor der Bühne: „Hey, hey, hey!“, fliegende Fäuste und ein motiviertes Publikum in der ersten Reihe machten deutlich, dass Deep Sun die richtige Wahl für den Festivalauftakt waren. Mit ‚Worlds Collide‘ legte die Band noch einmal nach: „Gebt uns alles, was ihr könnt!“ – und das Publikum ließ sich nicht zweimal bitten. Ein gelungener Start in das Rock Castle 2026 – und vielleicht gibt es ja für einige Festivalbesucher schon im Dezember ein Wiedersehen mit Deep Sun in Wien?
https://www.facebook.com/DeepSun.official
VICTORIUS – Power Metal und Dinosaurier in der Mittagshitze
Mittagshitze, jede Menge Power Metal und dazu einige Dinosaurier im Publikum – bei Victorius war am Rock Castle 2026 ordentlich etwas los! Die deutschen Power-Metaller sorgten mit eingängigen Melodien, treibenden Songs und jeder Menge guter Laune für eine fantastische Stimmung vor der Bühne. „Ihr seid verdammt toll, danke!“ – die Begeisterung zwischen Band und Publikum war von Anfang an spürbar. Mit „Rock Castle, lasst mich euch schreien hören!“ wurde die Menge weiter angeheizt, bevor die Band schließlich fragte: „Seid ihr bereit für den Titeltrack unseres Albums ‚World War Dinosaur‘?“ Spätestens jetzt war klar: Die Dino-Invasion hatte das Rock Castle endgültig erreicht. Auf und vor der Bühne wurde gefeiert, gesungen und ordentlich mitgemacht. Mit ‚Super Sonic Samurai‘ verabschiedeten sich Victorius nach einem energiegeladenen Auftritt – ein ebenso unterhaltsamer wie kraftvoller Power-Metal-Gig, der auch in der Mittagshitze für beste Festivalstimmung sorgte.
Setlist: 01 Total T-Rex Terror 02 Raptor Squad Attack 03 March to War 04 Brachio Bazooka Battalion 05 Dino Race From Outer Space 06 Kingdom of the Strong 07 World War Dinosaur 08 Dinosaur Warfare 09 Super Sonic Samurai
https://www.facebook.com/victoriusmetal
THUNDERMOTHER – Rock ’n’ Roll bei brütender Hitze
Mit einem energiegeladenen Auftritt übernahmen Thundermother die Bühne beim Rock Castle 2026. Das schwedische Quartett überzeugte nicht nur musikalisch, sondern auch mit coolen Posen, jeder Menge Spielfreude und einer richtig guten Show. „Jetzt ist Zeit zum Mitsingen!“ – und genau das ließ sich das Publikum nicht zweimal sagen. Trotz der nach wie vor strahlenden Sonne und der enormen Hitze in Tschechien war die Stimmung vor der Bühne hervorragend. Sängerin und Band suchten immer wieder den direkten Kontakt zum Publikum und sorgten damit für eine ausgelassene Festivalatmosphäre. Zwischendurch wurde natürlich auch das lokale Lieblingsgetränk gewürdigt: „Fantastisches Bier – Krušovice!“ Für einen weiteren Lacher sorgte die Frage: „Wir sagen Skål in Schweden – wie sagt man hier?“ Die Antwort auf Tschechisch ließ nicht lange auf sich warten. Mit „Seid ihr bereit für mehr Rock?“ wurde die Menge weiter angeheizt, bevor Thundermother zum Endspurt ansetzten. „Wir lieben euch und euer Bier!“ Die Mädels scheinen wirklich richtig trinkfest zu sein. Und nach der Ansage „Einen haben wir noch, seid ihr bereit?“ folgte mit ‚Driving in Style‘ der perfekte Abschluss eines äußerst rockigen Auftritts.
Setlist: 01 Thunderous 02 Loud and Free 03 The Road Is Ours 04 Take the Power 05 I Don’t Know You 06 Dog From Hell 07 Whatever 08 Speaking of the Devil 09 Hellevator 10 Driving in Style
https://www.facebook.com/thundermother
HELL BOULEVARD – Dark Rock der Extraklasse
Begeisterte Fans mit Hell Boulevard versammelten sich in der ersten Reihe. Hell Boulevard legten mit ‚Weirdos‘ vom Album ‚Requiem‘ bombastisch los. Mitten im dritten Song streikte dann die Technik. Doch statt sich aus der Ruhe bringen zu lassen, nahm die Band die ungeplante Pause mit Humor: „Wir lassen das schnell reparieren und dann versuchen wir es noch einmal.“ Nun gab es ‚Zero Fucks Given‘ nochmal in voller Länge. Mit ‚Dead Valentine‘, den die Band als einen Lovesong für Zombies ankündigte, wurde es zunächst etwas romantischer, bevor ‚Not Another Lovesong (Requiem)‘ musikalisch deutlich schwerere Geschütze auffuhr. Hier ging es nun in der Tat richtig heavy zur Sache. Bei ‚Satan in Wonderland‘ waren schließlich alle Hände in der Höhe und die Menge voll dabei. Mit ‚I Got What I Want but I Lost What I Had‘ und ‚Rebels‘ ging ein abwechslungsreicher, heißer und äußerst unterhaltsamer Auftritt zu Ende. Hell Boulevard zeigten bei ihrem ersten Rock Castle Auftritt eine starke Show und haben nun mit Sicherheit einige neue tschechische Fans.
Setlist: 01 Weirdos / She Just Wanna Dance 02 Pitch Black 03 Zero Fucks Given 04 Btch Pls 05 Dead Valentine 06 Not Another Lovesong (Requiem) 07 Satan in Wonderland 08 Bitch Next Door 09 I Got What I Want but I Lost What I Had 10 Rebels
https://www.facebook.com/hellboulevard
BRUNHILDE – Der bunte Farbtupfer des ersten Tages
Brunhilde aus Deutschland waren beim Rock Castle 2026 der wohl bunteste Farbtupfer des ersten Festivaltages. Mit jeder Menge Energie, einer ordentlichen Portion Punk-Attitüde und sichtbar viel Spaß auf der Bühne sorgte die Band für einen erfrischenden Kontrast zum ansonsten härteren Festivalprogramm. ‚Für den nächsten Song brauche ich eure Mittelfinger!‘ – Brunhilde wussten genau, wie sie das Publikum auf ihre Seite ziehen konnten. Zwischendurch gab es auch ein ausdrückliches Lob an Tschechien und die großartige Atmosphäre beim Rock Castle. Mit ‚Gossip Girl‘ ging dann richtig die Post ab. Flotte Rhythmen, punkige Elemente und eine ausgelassene Crowd machten den Song zu einem echten Stimmungshighlight. Doch Brunhilde hatten noch mehr im Gepäck: „Wollt ihr einen neuen Song hören?“ – die Antwort war eindeutig. Mit ‚Rising from the Ashes‘ präsentierte die Band neues Material und sorgte mit den krachenden Riffs für ordentlich Abwechslung. Zum Abschluss folgte mit dem ‚The House of the Rising Sun‘ Cover ein Klassiker, den vermutlich so ziemlich jeder im Publikum kannte. „Wenn ihr ihn kennt, dann singt mit mir zusammen!“ – und genau das wurde gemacht. Als krönenden Abschluss gab es sogar noch einen Wall of Death. Brunhilde verabschiedeten sich damit laut, wild und bestens gelaunt vom Rock Castle 2026.
Setlist: 01 Are You Blind 02 I’m Crying 03 Miss God 04 Eye for an Eye and Tit for Tat 05 Hell or High Water 06 Rising From The Ashes 07 Running Away 08 In Love Yours Hate 09 Gossip Girl 10 Souls unchained 11 The House of the Rising Sun ([traditional] cover)
https://www.facebook.com/brunhilderocks
KANONENFIEBER – Kriegsspektakel mit Circle Pit und Pyro
Bei Kanonenfieber wurde es auf dem Rock Castle 2026 endgültig spektakulär. Circle Pits, Wall of Death und jede Menge Bewegung vor der Bühne sorgten für einen Auftritt, bei dem das Publikum kaum Zeit zum Durchatmen hatte. Dazu präsentierte die Band die erste große Pyro-Show des Festivals. Ständig wechselnde Kostüme und neue Szenen machten den Auftritt auch optisch zu einem echten Spektakel. Stacheldraht, Schützengraben und Kanonen waren nur einige Dekostücke, die den Bogen zum Konzept der Band spannten. Der erste Weltkrieg wurde von Kanonenfieber in Bezug auf Leid, bis hin zum Tod musikalisch verarbeitet. Besonders imposant: das große Backdrop mit dem Kanonenfieber-Zeppelin, das die düstere Atmosphäre der Show zusätzlich unterstrich. Musikalisch ging es mit ‚Menschenmühle‘ direkt intensiv los. Kanonenfieber lieferten ein kompromissloses Set, das musikalische Härte mit einer aufwendigen Bühnenshow verband. Ein Auftritt, der eindrucksvoll zeigte, dass extreme Musik und visuelles Storytelling auf der Festivalbühne perfekt miteinander funktionieren können.
Setlist: 01 Menschenmühle 02 The Yankee Division March 03 Der Füsilier I 04 Kampf und Sturm 05 Z-Vor! 06 Die Havarie 07 Panzerhenker 08 Der Maulwurf 09 Ausblutungsschlacht
https://www.facebook.com/Kanonenfieber
DYNAZTY – Symphonic Power Metal mit sympathischer Ausstrahlung
Bei Dynazty wurde es auf dem Festivalgelände erstmals richtig voll vor der Bühne. Die Schweden hatten das Publikum vom ersten Moment an fest im Griff und forderten immer wieder: „Alle Hände in die Höhe!“ Besonders bei der Megaballade ‚Yours‘ funktionierte das hervorragend – tausende Arme bewegten sich im Takt hin und her und sorgten für ein beeindruckendes Bild. Während die Sonne langsam hinter den Bäumen verschwand, entfaltete auch die Lichtshow ihre volle Wirkung. Das rote Bühnenlicht sorgte für eine stimmungsvolle Atmosphäre, während Dynazty zusätzlich mit etwas Pyrotechnik für spektakuläre Momente sorgten. „Habt ihr Spaß da unten, Leute?“ – die Antwort war eindeutig. Mit ‚Devilry of Ecstasy‘, einem Song vom aktuellen Album, ging es weiter, bevor das Publikum beim Mitsingen noch einmal alles geben durfte. „Ihr wart wirklich, wirklich gut!“ – ein großes Kompliment der Band an die Rock-Castle-Crowd. Mit ‚Heartless Madness‘ verabschiedeten sich Dynazty schließlich von ihren Fans. „Danke euch und gute Nacht!“ – ein starker Auftritt, wie schon 2023 beim letzten Auftritt am ‚Rock-Schloss‘.
Setlist: 01 In the Arms of a Devil 02 Game of Faces 03 Natural Born Killer 04 Waterfall 05 Instinct / The White / Highway Star 06 Yours 07 Call of the Night 08 Presence of Mind 09 The Human Paradox 10 Devilry of Ecstasy 11 Heartless Madness
https://www.facebook.com/dynaztyband
SONATA ARCTICA – Finnischer Power Metal und große Gefühle
Mit dem wundervollen ‚I Have a Right‘, vom Album ‚Stones Grow Her Name‘ ging es gefühlvoll und emotional los. Mit einer tollen Bühnendekoration und jeder Menge Energie sorgten Sonata Arctica für einen der Höhepunkte beim Rock Castle 2026. Schon früh stellte Sänger Tony Kakko fest: „Leute, ihr seid so verdammt laut!“ – und die tschechische Festival-Crowd bewies, dass sie diesen Ruf durchaus verdient hatte. Danach zeigte die Band, wie gut ihre ruhigere Seite ist: Bei ‚Tallulah‘ sorgten wunderschöne Beleuchtung und die gefühlvolle Ballade für einen stimmungsvollen Moment auf dem Festivalgelände. „In Finnland haben wir Wölfe“ war die perfekte Überleitung zu ‚The Wolves Die Young‘. Eine besondere Überraschung folgte mit ‚Shy‘: Den Song von 2001 hatte die Band nach eigener Aussage schon sehr, sehr lange nicht mehr gespielt. Für viele Fans sicherlich ein echtes Highlight. Mit ‚Full Moon‘ hatten Sonata Arctica natürlich auch ihren wahrscheinlich bekanntesten Song in der Rock Castle Setlist und die Show nahm noch einmal ordentlich Fahrt auf. Und natürlich durfte zum Abschluss das obligatorische ‚Vodka‘ nicht fehlen. Ein abwechslungsreicher Auftritt zwischen kraftvollem Power Metal, großen Melodien und emotionalen Momenten – genau die Mischung, für die Sonata Arctica seit nunmehr drei Jahrzehnten bekannt sind.
Setlist: 01 I Have a Right 02 The Last Amazing Grays 03 San Sebastian 04 Last Drop Falls 05 The Wolves Die Young 06 Tallulah 07 Shy 08 FullMoon 09 Victoria’s Secret 10 Don’t Say a Word 11 Vodka
https://www.facebook.com/sonataarctica
ALESTORM & FROG LEAP
Vom Tagesheadliner Alestorm, sowie dem Late Night Special Frog Leap haben wir aus organisatorischen Gründen leider keine Fotos. Schaut euch doch bitte einfach mal bei unseren lieben Fotokollegen um.





















































































