ROCK CASTLE OPEN AIR 14.08.2026 – Tag 2 – Schlosspark Moravský Krumlov
von Lucifera.Noir Lesedauer 8 Minuten
Am zweiten Tag haben wir es ein bisschen ruhiger angehen lassen und ein paar Freunde auf dem Campingplatz besucht. Musikalisch ging es für uns am Nachmittag mit The Heathen Scythe los.
THE HEATHEN SCYTHE – Imposante Show in der Hitze
Mit einer wahrlich imposanten Show sorgten The Heathen Scythe beim Rock Castle 2026 für einen besonderen Moment. Schon optisch war der Auftritt ein echter Hingucker: Die ausgefallenen und aufwendigen Kostüme machten einiges her – bei den sommerlichen Temperaturen konnte man allerdings nur erahnen, wie angenehm das Ganze für die Musiker gewesen sein dürfte. Trotz der großen Hitze war der Auftritt gut besucht. Viele Fans suchten sich zwar einen Platz im Schatten, ließen sich die Show aber keineswegs entgehen. Mit Songs wie ‚Casting the Circle‘ nahm die Band das Publikum mit in ihre düstere und mystische Welt. Auch ein Megaphon kam während der Show zum Einsatz und unterstrich den außergewöhnlichen Charakter des Auftritts. Die Songs wie ‚Carmina Pagani‘ und ‚Alexandria S.O.S.‘ machten deutlich, dass hier nicht einfach nur Musik, sondern ein komplettes visuelles und atmosphärisches Konzept auf der Bühne stand. The Heathen Scythe lieferten eine ebenso ungewöhnliche wie eindrucksvolle Show ab und waren eine echte Überraschung an Tag 2.
Setlist: 01 Casting The Circle 02 Into the Fire 03 The Magus 04 The Heathen Scythe 05 Carmina Pagani 06 Alexandria S.O.S. 07 Siras, Etar, Besanar 08 S.O.L.O.M.O.N. 09 Servants of Heka 10 Runes & Blood
https://www.facebook.com/theheathenscythe
XANDRIA – Neue Songs und alte Hits in der Festivalhitze
Nur eine Woche vor dem Rock Castle 2026 war das neue Album von Xandria erschienen – und natürlich durfte der Titelsong nicht fehlen. Mit ‚Eclipse‘ eröffnete die Band ihre Show, bevor mit ‚Colours‘ gleich der nächste neue Song vom aktuellen Album folgte. Für den dritten Song ging es dann zurück in die Vergangenheit: „Ein alter Song, den ihr bestimmt kennt – singt mit!“ Und die Antwort des Publikums ließ nicht lange auf sich warten: ‚Ravenheart‘ sorgte für ein Meer aus Händen und jede Menge Mitsing-Momente. Zwischendurch zeigte sich die Band beeindruckt von der Ausdauer der Fans: „Wow, ihr seid toll, wie ihr das da unten in der Hitze aushaltet!“ Trotz der hohen Temperaturen blieb die Stimmung hervorragend. Ein Hit folgte auf den nächsten, immer wieder ergänzt durch ganz neue Songs vom aktuellen Album. In der Tat ist eine Xandria Show inzwischen sowas wie eine Symphonic Metal Hitparade. Auch einen Ausblick auf die kommenden Monate gab es: Im Oktober wird Xandria in Prag auftreten – und die Band hoffte natürlich, möglichst viele der Rock-Castle-Fans dort wiederzusehen. Zum großen Finale wurde es noch einmal besonders anspruchsvoll: Mit ‚Valentine‘ und ‚Nightfall‘ standen zwei Songs auf dem Programm, die auch stimmlich einiges abverlangen. „Eure letzte Chance zu zeigen, was ihr könnt!“ – und das Publikum nahm die Herausforderung an. Ein starker Auftritt mit einer gelungenen Mischung aus neuen Songs und beliebten Klassikern.
Setlist: 01 Eclipse 02 Colours 03 Ravenheart 04 Universal 05 Two Worlds 06 The Shannon’s Home 07 Reborn 08 Valentine 09 Nightfall
https://www.facebook.com/xandriaofficial
VAN CANTO – Metal a cappella sorgt für Begeisterung
Eine außergewöhnliche Band betrat beim Rock Castle 2026 die Bühne: ein Schlagzeug und vier Sänger – mehr braucht es bei Van Canto nicht für ihre ganz eigene Form des Metal. „Hallo Tschechien, das ist Metal a cappella, das ist Van Canto!“ Mit dieser Ansage war schnell klar, dass hier etwas Besonderes geboten wurde. Die Stimmung vor der Bühne war von Anfang an hervorragend. Das Publikum wurde immer wieder in die Songs einbezogen und durfte abwechselnd mit der Band den Refrain übernehmen. Gemeinsam sorgten Musiker und Fans für ordentlich Stimmung. Für eine Überraschung wurde dann auch noch gesorgt: „Jetzt kommt ein Song, den der Drummer singt!“ – und mit ‚If I Die in Battle‘ durfte er auch stimmlich ins Rampenlicht treten. Neben eigenen Songs präsentierten Van Canto natürlich auch einige ihrer bekannten Coverversionen. Besonders das großartige ‚Wishmaster‘ von Nightwish sorgte für Begeisterung. Mit Klassikern wie ‚Rebellion‘ von Grave Digger, oder ‚Fear of the Dark‘ von Iron Maiden bewiesen Van Canto schließlich noch einmal eindrucksvoll, wie vielseitig Metal a cappella funktionieren kann. Ein außergewöhnlicher und bestens gelaunter Auftritt, der beim Rock Castle definitiv für Abwechslung sorgte.
Setlist: 01 The Bardcall 02 Badaboom 03 To Sing a Metal Song 04 If I Die in Battle 05 Rebellion (The Clans Are Marching) (Grave Digger Cover) 06 Wishmaster (Nightwish Cover) 07 The Mission 08 Kings of Metal (Manowar Cover) 09 Fear of the Dark (Iron Maiden Cover)
https://www.facebook.com/vancantoband
NERVOSA – Thrash-Metal-Attacke beim Rock Castle
Jetzt war das Gelände im Schlosspark richtig gut gefüllt – und vor der Bühne flogen von Beginn an tausende Fäuste in die Höhe. Die brasilianische Thrash-Metal-Band Nervosa lieferte eine kompromisslose Show mit enormer Spielfreude, wehenden Haaren und jeder Menge Energie. Vor allem die Fans direkt an der Absperrung gingen völlig ab. Die Stimmung verbreitete sich schnell über das gesamte Publikum und schon bald machten sich die ersten Crowdsurfer auf den Weg über die Köpfe der Menge. Vor der Bühne herrschte pure Bewegung. Mit ‚Impending Doom‘ und dem Titeltrack des aktuellen Albums ‚Slave Machine‘ präsentierten Nervosa aber auch gleich zwei absolute Kracher ihres neuen Albums. Das aktuelle Album ‚Slave Machine‘ erschien am 3. April 2026 und markiert die neueste Veröffentlichung der Band. „Wir sind so froh, dass wir hier sein können – und nächstes Jahr sind wir bei Masters of Rock!“ Die Freude über den Auftritt beim Rock Castle war der Band deutlich anzumerken. Bis zum abschließenden ‚Death!‘ blieb die Intensität ungebrochen. Eine brachiale Thrash-Metal-Show, die das inzwischen bestens gefüllte Rock Castle ordentlich durchgeschüttelt hat.
Setlist: 01 Impending Doom 02 Slave Machine 03 Seed of Death 04 Ghost Notes 05 Under Ruins 06 Masked Betrayer 07 Perpetual Chaos 08 Behind the Wall 09 Kill the Silence 10 Death!
https://www.facebook.com/nervosa
TESTMENT – Vollgas vor einem entfesselten Publikum
Mit Testament wurde es nun noch mal richtig wild. Die US-Thrash-Metal-Legenden lieferten eine energiegeladene Show mit Vollgas von der ersten Minute an. Dauerhafte Crowdsurfer, flackernde Lichter und ein Publikum, das jeden Song feierte, prägten den Auftritt. „Wie geht’s euch, meine Freunde?“ – die Antwort war nicht zu überhören. Testament starteten mit ‚Into the Pit‘ ein Song vom 1988er Album ‚The New Order‘. „Was für ein wundervoller Abend!“, sagte Legende Chuck Billy. Mit „More Than Meets the Eye“ ging die Reise durch die Bandgeschichte weiter. „Wir bleiben old school – von meinem ersten Album!“ Und nun folgte ‚Over the Wall‘ vom Testament-Debüt ‚The Legacy‘. Bei dem Klassiker gab es endgültig kein Halten mehr. Auch optisch überzeugte die Show: Rotes und weißes Licht tauchte die Bühne immer wieder in intensive Farben, während vor der Bühne weiterhin Crowdsurfer unterwegs waren und die Menge unermüdlich feierte. Nach dem Song und über einer Stunde Vollgas verabschiedete sich Testament mit den Worten: „Danke, wir hatten eine wundervolle Zeit mit euch heute Abend.“ Ein würdiger Auftritt einer Thrash-Metal-Institution – laut, wild und kompromisslos.
Setlist: 01 Into the Pit 02 Henchmen Ride 03 Practice What You Preach 04 For the Love of Pain 05 Infanticide A.I. 06 Shadow People 07 More Than Meets the Eye 08 Electric Crown 09 D.N.R. (Do Not Resuscitate) 10 Low 11 Nature of the Beast 12 First Strike Is Deadly 13 Over the Wall
https://www.facebook.com/testamentlegions
POWERWOLF– Eine Pyro-Show der Superlative
Da hat sich das Warten gelohnt! Nach einer etwas mehr als einstündigen Pause zwischen den beiden letzten Bands des Abends betraten Powerwolf endlich die Bühne – und ließen es beim Rock Castle 2026 gleich richtig krachen. Was folgte, war eine Pyro-Show der Superlative: Flammenwerfer, gewaltige Feuersäulen und Funkenregen machten den Auftritt zu einem spektakulären Erlebnis. „Ich kann euch sehen, aber nicht hören!“ – eine Aufforderung, die sich das Publikum natürlich nicht zweimal sagen ließ. Bei „Demons Are a Girl’s Best Friend“ sangen Tausende Metalheads gemeinsam mit der Band. Auch die ruhigeren Momente wurden eindrucksvoll in Szene gesetzt. Bei „Stossgebet“ verwandelte ein Feuerteppich die Bühne in ein flammendes Inferno, während die Fans aufgefordert wurden, die Taschenlampen ihrer Smartphones einzuschalten. Ein Meer aus kleinen Lichtern entstand und sorgte für einen der stimmungsvollsten Momente des Abends. Doch lange blieb es nicht ruhig. Bei ‚Fire and Forgive‘ und ‚We Drink Your Blood‘ hatten die Tausenden Metalheads offenbar noch immer genügend Kraft zum Springen. Dann durften die Fans sich beim laut schreien beweisen – Team Falk war ‚Castle‘, Team Attila ‚Rock‘ – das hatte schon was von den Fangesängen in einer großen Fussballarena. „Ihr seid so sensationell, ich kann das kaum in Worte fassen. Diese Momente mit euch sind die besten Momente für uns. Ohne euch wäre nichts davon möglich.“ Mit diesen Worten bedankte sich Sänger Attila Dorn beim Publikum – und nach „Werewolves of Armenia“ ging ein spektakulärer Festivalauftritt zu Ende. Ein würdiger Abschluss mit großen Hymnen, gewaltiger Pyrotechnik und einem Publikum, das bis kurz nach Mitternacht alles gegeben hat. Und liebe Leute, der Himmel war klar – vielleicht haben ja die Götter im Himmel dieses massive Pyrofeuerwerk leuchten sehen. Wer es verpasst hat – schaut euch unbedingt mal eine Powerwolf Show an, es wird euch umhauen.
Setlist: 01 Bless ’em With the Blade 02 Armata Strigoi 03 Sinners of the Seven Seas 04 Amen & Attack 05 Army of the Night 06 Dancing With the Dead 07 Incense & Iron 08 1589 09 Demons Are a Girl’s Best Friend 10 Stossgebet 11 Fire and Forgive 12 Heretic Hunters 13 We Drink Your Blood 14 Sanctified With Dynamite 15 Werewolves of Armenia
https://www.facebook.com/powerwolfmetal

































































