AREA 53 FESTIVAL 2026 – TAG 1 – LEOBEN 16.07.2026

von Lucifera.Noir Lesedauer 8 Minuten


Das Area 53 Festival hat sich längst einen festen Platz im Terminkalender vieler Metalfans gesichert. Auch 2026 zog es rund 4.000 Besucher aus dem In- und Ausland nach Leoben in die Steiermark, wo internationale Top-Acts für drei Tage voller harter Klänge sorgten. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bleibt die hervorragende Organisation. Kurze Wege, ein übersichtliches Festivalgelände und Campingplätze, die nur wenige Gehminuten entfernt liegen, sorgen für eine entspannte Atmosphäre. Sowohl das Murinsel Camp als auch der VIP-Campingplatz verfügen über eigene Essens- und Getränkestände. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Campingangebot heuer sogar um einen weiteren Platz erweitert. Auch auf dem Festivalgelände selbst gab es Verbesserungen. Der beliebte Ruhebereich, der bis 2022 für ein gemütliches Ambiente gesorgt hatte, kehrte zurück, nachdem das dort zwischenzeitlich angesiedelte Firmengelände teilweise wieder zurückgebaut worden war. Ebenso wurde die WC-Situation deutlich optimiert – hier scheint der Veranstalter inzwischen die bestmögliche Lösung gefunden zu haben.

Bereits um 14 Uhr wartete das Festival mit einer kleinen Überraschung auf. Das österreichische Regionalfernsehen schickte seinen bekannten „Wetter-Pauli“ auf die Bühne. Mit seinem augenzwinkernden Reim „Treffen die Heavy-Metal-Fans in Leoben ein, dann gibt’s tagelang nur Sonnenschein“ erntete er tosenden Applaus – und tatsächlich sollte er mit seiner Prognose fast recht behalten.

IGEL VS. SHARK

Die erste Band war für uns heute Igel vs. Shark. Das 2009 in Wien gegründete Trio steht für geradlinigen, lauten und energiegeladenen Rock ’n‘ Roll mit einer gehörigen Portion Hard Rock und Punkrock – und genau das bekamen die Besucher an diesem Nachmittag eindrucksvoll zu spüren. Mit einem sympathischen „Wir sind aus Wien – Servus und viel Spaß!“ begrüßte die Band das Publikum, bevor sie ohne Umwege ihr energiegeladenes Set startete. Die kraftvolle Performance riss die Fans sofort mit: Vor der Bühne bildeten sich die ersten Moshpits, zahlreiche Besucher sangen mit und die Stimmung erreichte schnell ein neues Level. Igel vs.Shark überzeugten mit einer intensiven, ehrlichen Liveshow, die bestens zum familiären Charakter des Area 53 Festivals passte. Das Publikum dankte es der Band mit lautstarkem Applaus und voller Begeisterung. Wer die Wiener Formation verpasst hat, bekommt schon bald die nächste Gelegenheit: Beim Wiener Rock- und Metal Zombieball an Halloween dürfte das Trio erneut für eine schweißtreibende Rock’n’Roll-Party sorgen. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen.

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AGATHODAIMON

Mit Agathodaimon wurde es anschließend deutlich düsterer auf der Area 53 Festivalbühne. Die bereits 1995 gegründete Band verbindet Symphonic-, Melodic-Black- und Gothic-Metal zu einem atmosphärischen Sound, der einen eindrucksvollen Kontrast zum restlichen Programm bildete und einmal mehr die stilistische Vielfalt des Festivals unter Beweis stellte. „Schön, dass ihr da seid!“, begrüßte die Band die zahlreichen Besucher vor der Bühne. Mit einem Augenzwinkern folgte die Ansage: „Noch ein bissel früh, aber der nächste Song heißt ‚After Dark‘.“ Das Publikum ließ sich davon nicht beirren und tauchte sofort in die dichte Klangwelt der Formation ein. Kraftvolle Gitarren, epische Keyboardflächen und der Wechsel zwischen Growls und melodischen Passagen sorgten für eine intensive Atmosphäre, die die Fans von Beginn an in ihren Bann zog. Neben bekannten Songs präsentierte die Band mit ‚Mother Of All Gods‘ auch Material ihres aktuellen Albums ‚The Seven‘ aus dem Jahr 2022 – aber Besonders ‚After Dark‘, ‚Tongue Of Thorns‘ und das finale ‚Banner Of Blasphemy‘ entfalteten ihre volle Wirkung und wurden vom Publikum begeistert aufgenommen. Agathodaimon lieferten eine souveräne und atmosphärisch dichte Performance ab und war einer von vielen musikalischen Höhepunkten des Nachmittags.

Setlist: 01 Ne Cheama Pamintul  02 After Dark 03 Tongue Of Thorns 04 An Angel’s Funeral 05 Ain’t Death Grand 06 Mother Of All Gods 07 I’ve Risen 08 Banner Of Blasphemy

https://www.facebook.com/agathodaimon



FIREWIND

Mit Firewind stand anschließend ein weiterer Höhepunkt des Area 53 Festivals 2026 auf der Bühne. Die 1998 im griechischen Thessaloniki von Gitarrenvirtuose Gus G. gegründete Power-Metal-Band zählt seit vielen Jahren zu den festen Größen der internationalen Heavy-Metal-Szene. Mit technisch anspruchsvollen Riffs, eingängigen Melodien und virtuosen Gitarrensoli begeistern die Griechen ihre Fans rund um den Globus. Gus G., vielen Metalfans noch bestens als langjähriger Gitarrist von Ozzy Osbourne (2009 bis 2017) bekannt, demonstrierte auch in Leoben eindrucksvoll seine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Mit präzisem Spiel und beeindruckenden Soli setzte er immer wieder musikalische Glanzpunkte. Für zusätzliche Freude bei den langjährigen Anhängern sorgte die Rückkehr von Sänger Henning Basse, der nach fünfjähriger Pause im vergangenen Jahr wieder zur Band stieß. Firewind präsentierten sich hervorragend eingespielt und lieferten eine technisch brillante sowie druckvolle Show ab. Mit einem herzlichen „Servus!“ begrüßte die Band das Publikum und hatte die Fans vom ersten Song an auf ihrer Seite. Die Stimmung vor der Bühne war ausgezeichnet, und ausgerechnet während des Auftritts zogen nach den heißen Stunden des Tages endlich ein paar Wolken über Leoben. Die etwas angenehmeren Temperaturen sorgten für zusätzliche Energie im Publikum, das die Band lautstark feierte. Natürlich durften auch Songs des aktuellen Albums ‚Stand United‘ nicht fehlen, das 2024 den Sprung in die deutschen Top 40 schaffte. Aber auch Nummern wie ‚Destination Forever‘ oder das abschließende ‚Falling to Pieces‘ unterstrich Firewind eindrucksvoll ihren Ruf als eine der stärksten Live-Bands des europäischen Power Metal. Nach der Festivalsaison geht es für die Griechen übrigens auf eine umfangreiche Nordamerika-Tour.

Setlist 01 Fallen Angel 02 Destiny Is Calling 03 Wars of Ages 04 Destination Forever 05 World on Fire 06 The Fire and the Fury 07 Ode to Leonidas 08 Rising Fire 09 Head Up High 10 Falling to Pieces

https://www.facebook.com/firewindofficial



HIRAES

Mit Hiraes übernahm anschließend eine der stärksten Modern-Melodic-Death-Metal-Bands Deutschlands die Bühne und brachte geballte Frauenpower nach Leoben. Frontfrau Britta Görtz überzeugte von der ersten Minute an mit einer enormen Bühnenpräsenz und ihrer kraftvollen, markanten Stimme. Gemeinsam mit ihren Mitmusikern lieferte sie einen druckvollen Auftritt ab, der das Publikum sofort in seinen Bann zog. „Wer hat uns schon einmal gesehen und wer heute zum ersten Mal?“, fragte Britta zu Beginn des Sets in die Menge. Einige Fans erinnerten sich noch an den energiegeladenen Auftritt der Band im März, als Hiraes das Escape Metalcorner in Wien musikalisch zerlegt hatten. Doch auch unter freiem Himmel bewiesen sie eindrucksvoll, dass sie auf einer Festivalbühne eine echte Macht sind. Einer der absoluten Höhepunkte folgte beim dritten Song ‚We Owe No One‘. Britta stieg kurzerhand von der Bühne und mischte sich mitten unter die Fans. Während sich vor der Bühne ein großer Circle Pit bildete, wurde die Sängerin selbst Teil des Geschehens und feierte gemeinsam mit dem Publikum – ein Gänsehautmoment, der für ausgelassene Stimmung sorgte. Später kündigte die Band den Titeltrack ‚Dormant‘ ihres Albums an, das vor über zwei Jahren in den deutschen Albumcharts vertreten war. Die Mischung aus aggressiven Riffs, eingängigen Melodien und der mitreißenden Performance der gesamten Band kam beim Publikum hervorragend an.

Setlist: 01 Through the Storm 02 About Lies 03 We Owe No One 04 Solitary 05 Grain of Sand 06 Dormant 07 Under Fire 08 Undercurrent

https://www.facebook.com/hiraes.official



VISIONS OF ATLANTIS

Das Piratenschiff hat den Anker in Leoben geworfen! Fast schon ein Heimspiel war anschließend der Auftritt von Visions of Atlantis. Die österreichischen Symphonic-Metal-Piraten gastierten bereits zum dritten Mal beim Area 53 Festival und bewiesen einmal mehr, warum sie längst zu den absoluten Publikumslieblingen zählen. Mit einer mitreißenden Mischung aus epischen Hymnen, maritimer Atmosphäre und beeindruckender Bühnenpräsenz begeisterte die Band die zahlreichen Fans vor der Bühne. Von der ersten Minute an entfachten Clémentine Delauney und Michele Guaitoli mit ihren perfekt harmonierenden Gesangsduetten eine besondere Magie. Die beiden Frontleute ergänzten sich hervorragend und führten das Publikum gemeinsam durch eine energiegeladene Show, die musikalisch wie optisch keine Wünsche offenließ. Immer wieder wurde laut mitgesungen und gefeiert – Festivalstimmung, wie sie sein soll. Da es für längere Zeit der letzte Österreich-Auftritt der Band sein sollte, appellierten Visions of Atlantis vor dem Finale noch einmal an ihre Fans, alles zu geben. Das Publikum ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte den Bereich vor der Bühne in ein wahres Piratenmeer aus erhobenen Fäusten, lautstarken Chören und begeistertem Applaus. Natürlich durfte auch „Armada“, der Titeltrack des bislang erfolgreichsten Albums der Bandgeschichte, nicht fehlen. „Pirates II – Armada“ erreichte sowohl in Österreich als auch in Deutschland Platz 5 der Albumcharts und zählt zu den größten Erfolgen der Band. Mit Klassikern ‚Pirates Will Return‘ und dem emotionalen Abschluss ‚Melancholy Angel‘ lieferten Visions of Atlantis einen weiteren unvergesslichen Festivalauftritt ab.

Setlist: 01 To Those Who Choose to Fight 02 The Land of the Free 03 Clocks 04 Tonight I’m Alive 05 Legion of the Seas 06 Heroes of the Dawn 07 Hellfire 08 Pirates Will Return 09 Armada 10 Master the Hurricane 11 Melancholy Angel

https://www.facebook.com/visionsofatlantisofficial



CAVALERA

Vor drei Jahren stand Max Cavalera mit Soulfly auf der Bühne des Area 53 Festivals. 2026 kehrte er gemeinsam mit seinem Bruder Igor Cavalera nach Leoben zurück – und sorgte erneut für einen der emotionalsten und intensivsten Momente des Wochenendes. Im Mittelpunkt stand das legendäre Sepultura-Album ‚Chaos A.D.‘, dessen Songs die Fans zurück in die goldene Ära des Thrash Metals der 1990er-Jahre versetzten. Das 1993 erschienene Meisterwerk erreichte Goldstatus in Großbritannien und den USA und platzierte sich im gesamten deutschsprachigen Raum in den Top 20 der Albumcharts. Schon mit den ersten Takten von ‚Refuse/Resist‘ gab es vor der Bühne kein Halten mehr – Moshpits, Crowdsurfer und lautstark mitgesungene Klassiker sorgten für eine überwältigende Atmosphäre. Mit jeder weiteren Nummer schien die Energie im Publikum noch weiter anzusteigen, während die Cavalera-Brüder die kompromisslose Wucht dieser Songs eindrucksvoll auf die Bühne brachten. Als schließlich die Dämmerung über das Festivalgelände hereinbrach, gewann die Show zusätzlich an Intensität. Im Schein der Bühnenbeleuchtung drehten sich Circle Pits, Fäuste reckten sich in den Himmel und die Atmosphäre wurde immer dichter. Spätestens bei ‚Territory‘ und ‚Chaos B.C.‘ verwandelte sich das Area 53 Festival endgültig in ein Mekka für Thrash-Metal-Fans. Ein brachialer, emotionaler und mitreißender Auftritt, der für uns zu den absoluten Höhepunkten des Festivals zählte.

Setlist: 01 Refuse/Resist (Sepultura cover) 02 Slave New World (Sepultura cover) 03 Amen (Sepultura cover) 04 Propaganda (Sepultura cover) 05 Nomad (Sepultura cover) 06 We Who Are Not as Others (Sepultura cover) 07 Kaiowas (Sepultura cover) 08 Biotech Is Godzilla (Sepultura cover) 09 Polícia (Titãs cover) 10 Territory (Sepultura cover) 11 Chaos B.C. (Sepultura cover)

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SAXON

Wie ein guter Wein – je älter, desto besser. Treffender lässt sich der Auftritt von Saxon beim Area 53 Festival 2026 kaum beschreiben. Die britischen Heavy-Metal-Legenden bildeten den krönenden Abschluss des ersten Festivaltages und bewiesen eindrucksvoll, dass sie auch nach fast fünf Jahrzehnten auf der Bühne nichts von ihrer Klasse eingebüßt haben. Biff Byford und seine Mitstreiter lieferten einen Headliner-Auftritt ab, der keine Wünsche offenließ. Bereits mit den ersten Tönen von ‚Hell, Fire and Damnation‘, dem Titeltrack ihres aktuellen Erfolgsalbums, verwandelte sich das Festivalgelände in ein Meer aus erhobenen Fäusten. Von der ersten Minute an hatten Saxon das Publikum fest im Griff. Besonders in den ersten Reihen ging es ordentlich zur Sache – die Fans feierten ihre Helden lautstark und voller Begeisterung. Für einen der sympathischsten Momente des Abends sorgten die zahlreichen Metalkutten, die immer wieder auf die Bühne geworfen wurden. Anstatt sie einfach zur Seite zu legen, schlüpfte Biff Byford kurzerhand in eine der Jeanswesten und sang einen Teil der Show damit weiter. Das Publikum quittierte diese spontane Geste mit frenetischem Jubel – ein schönes Zeichen der engen Verbundenheit zwischen Band und ihren Fans. Auch musikalisch präsentierten sich Saxon in Höchstform. Klassiker reihten sich an neue Songs, ehe mit ‚Denim and Leather‘ und dem grandiosen Finale mit dem 80er Jahre Klassiker ‚Princess of the Night‘ noch einmal sämtliche Dämme brachen. Die Fans sangen lautstark mit und feierten jede einzelne Hymne. Mit ihrer energiegeladenen Performance, ihrer ungebrochenen Spielfreude und einer Setlist voller Heavy-Metal-Klassiker unterstrichen Saxon eindrucksvoll ihren Legendenstatus. Ein Headliner-Auftritt voller Leidenschaft, Nähe zum Publikum und zeitloser Songs – der perfekte Abschluss für den ersten Festivaltag des Area 53 Festivals 2026.

Setlist 01 Hell, Fire and Damnation 02 Power and the Glory 03 Dogs of War 04 And the Bands Played On 05 Madame Guillotine 06 Sacrifice 07 Solid Ball of Rock 08 The Eagle Has Landed (The audience could choose between Broken Heroes and The Eagle has Landed) 09 Heavy Metal Thunder 10 Dallas 1 PM 11 Strong Arm of the Law 12 Motorcycle Man 13 Denim and Leather 14 747 (Strangers in the Night) 15 Wheels of Steel 16 Crusader 17 Princess of the Night

https://www.facebook.com/SaxonOfficial


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