QUICKIE DER WOCHE: Das Kurzinterview mit Hydra Gorgonia (Atrium Noctis)

von Marko Jakob | 13.05.2022 |


Pix666: Hallo Hydra. Danke, dass du dir die Zeit für ein kleines Interview genommen hast. Wie geht es dir zurzeit?

Hydra: Danke, eigentlich wieder recht gut, aber aus gesundheitlichen Gründen musste die Bearbeitung des Interviews leider etwas warten.


Pix666: Ihr habt im Februar 2022 euer 5. Album veröffentlicht – wie waren bisher die Reaktionen auf die CD ‚Atrium Noctis‘?

Hydra: Die Reaktionen waren überwältigend. Sie waren so gut wie bisher noch nie. Weltweit war das Echo sehr gut. Die Punktezahlen der Reviews waren im oberen Zehntel angesiedelt.


Pix666: Das Album enthält Neuaufnahmen von euren früheren Songs – wie kamt ihr auf die Idee, ein Album in dieser Form zu veröffentlichen und worin bestehen die Hauptunterschiede der Neuaufnahmen im Vergleich zu den Originalversionen und wie zufrieden bist du/seid ihr selbst mit dem Ergebnis?

Hydra: Es waren die größeren musikalischen Möglichkeiten. Zum einen hatte ich zum ersten Mal drei erfahrene Gitarristen in der Band, mit denen ich meine Träume von mehrstimmiger Melodik und Rhythmus so umsetzen konnte, wie ich es mir immer gewünscht habe. Zum anderen habe ich heute auch im Songwriting ein ganz anderes Know-How wie vor 15 Jahren.

Die Unterschiede sind Folgende: Für die „Atrium Noctis“ haben wir die Songs für drei Gitarren neu arrangiert und im Studio aufgenommen. Außerdem haben wir viel mehr Vocals eingefügt. Dieses Mal sind wir zum ersten Mal zu Martin Buchwalter (Accu§er, Destruction, Perzonal War, Suidakra, Tankard) ins Gernhart Studio gegangen. Unsere letzte Scheibe „Aeterni“ haben wir dort nur mastern lassen. Wir sind überwältigt von dem Ergebnis und das Resultat braucht sich nicht zu verstecken, wie man auch an den Reviews sehen kann.


Pix666: In der Vergangenheit gab es einige Wechsel in der Bandbesetzung – seit 2020 habt ihr auch wieder zwei neue Bandmitglieder in euren Reihen, richtig? In wie weit waren sie am neuen Album beteiligt und wo und wie habt ihr die beiden kennengelernt?

Hydra: Eigentlich war die CD schon 2019 fertig im Kasten. Zu der Zeit hatten wir ein stabiles Bandline-up. Durch äußere Umstände wie einer Auswanderung, hat sich das Line-up gewandelt. Da die Coronakrise die Labelsuche enorm erschwert hat, haben wir uns letztendlich entschlossen, die CD zeitgleich zu unserem 20. Bandjubiläum selber zu veröffentlichen.



Pix666: Atrium Noctis gibt es nun seit bereits 20 Jahren. Was sind für dich die schönsten Momente und Erlebnisse in der Bandgeschichte?

Hydra: Eines war mit Sicherheit, die Bewertung des amerikanischen Magazins „Sea Of Tranquillity“ unserer zweiten CD „Eyes Of Medusa“ vor 16 Jahren, die mit viereinhalb von fünf Punkten vor der damaligen neuen Scheibe von Dimmu Borgir lag. Oder auch als wir von Markus Eck mit der Veröffentlichung der dritten CD „Home“ als „Speerspitze des deutschen Black Metal“ bezeichnet wurden.

Ein anderes prägendes Ereignis war, als mir gleich eine ganze Tropfsteinhöhle für das Video zu ´Zerberons Erwachen´ zur Verfügung gestellt wurde. Dieses Video hat sowohl im Ergebnis als auch in der Resonanz auf Youtube unsere Erwartungen weit übertroffen. Schön war auch das letzte im Mülheimer Hochbunker stattgefundene „Cologne Metal Festival“, auf dem wir aufgetreten sind. Überflüssig zu erwähnen, dass wir auch die eine oder andere exzessive Party bis zum ersten Sonnenstrahl zelebriert haben, dessen Glut unsere Körper beinahe hätte zu Staub verfallen lassen.


Pix666: Von welchen Themen handeln eigentlich eure Songs vorwiegend – gibt es da einen roten Faden?

Hydra: Der rote Faden ist das Thema Tod mit den damit verbundenen Ängsten, Erwartungen und Sehnsüchten.


Pix666: In wieweit hatte denn die Corona-Pandemie Einfluss auf das Bandleben und die Zusammenarbeit? Gab es da Einschränkungen, abgesehen davon, dass ihr wahrscheinlich in letzter Zeit kaum live auftreten konntet?

Hydra: Wie viele Bands auch, hat uns die Corona-Krise beeinträchtigt. Wir haben den Proberaum coronakonform umgestaltet, sodass regelmäßige Proben wieder möglich waren. Natürlich hat es auch die Label- und Gitarristensuche erschwert.


Pix666: Gibt es schon Pläne für Auftritte in diesem Jahr?

Hydra: Natürlich gibt es Pläne, aber die sind noch nicht spruchreif. Diesbezüglich sind wir derzeitig leider noch abhängig von der allgemeinen Situation in der Live-Branche. Aber neues Merch und die Planung eines neuen Videos können wir in jedem Fall schon ankündigen.



Pix666: Nun noch eine ganz andere Frage – kurz nach der Gründung von Atrium Noctis begann ja der große Aufschwung von Social Media aller Art. Welche Vor- und Nachteile hat diese Entwicklung aus deiner Sicht für die Musikszene und wo seid ihr überall vertreten?

Hydra: Die Vorteile überwiegen, da man viel schneller mit der ganzen Welt kommunizieren kann, seine Videos über verschiedene Portale veröffentlichen kann und man recht schnell auch ein Feedback erhält. Wir haben bisher glücklicherweise auch noch keinen Shitstorm ertragen müssen wie andere “Artgenossen”. Generell ist die Geschwindigkeit, mit der man plötzlich überall auftaucht, beeindruckend.

Die Nachteile liegen in und an den Medien selber wie man beispielsweise durch die Reichweitenbeschränkung bei Facebook sehen kann. Aber auch da muss man sagen, wenn etwas dahingeht, entsteht auch wieder etwas Neues. Wer hätte nach Myspace gedacht, dass beispielsweise Youtube so groß werden würde. Vertreten sind wir auf den bekannten Medien wie Facebook, Youtube, Instagram, Twitter, Soundclound und Bandcamp. Erreichen könnt Ihr uns immer über eine Message bei Facebook oder über contact@atrium-noctis.com. Dort könnt ihr auch das neue Album ordern.


Pix666: Gibt es noch irgendwelche Neuigkeiten über Atrium Noctis, die du den Lesern ausplaudern magst?

Hydra:
Nach dem Album ist vor dem Album möchte man sagen. Genauso ist es auch: Wir sind bereits mit dem Songwriting für das nächste Album schon halb fertig, neben der Detailarbeit. Demnächst wird es auch wieder ein neues T-Shirt geben und wir planen Ende des Jahres, wenn Corona so weit hinter uns liegt, die Releaseparty zu “Atrium Noctis” durchzuführen. Ansonsten, habt ein Auge auf uns!


Pix666: Als Musikerin bleibt oft wenig Freizeit übrig, aber hast du trotzdem irgendwelche Interessanten Hobbies?

Hydra: Fernreisen und Bungee jumpen.


Pix666: Vielen Dank für die interessanten Antworten und viel Erfolg mit dem neuen Album – bleib gesund.

Hydra: Ich habe zu danken. Hydra


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Fotos © Atrium Noctis