QUICKIE DER WOCHE: Das Kurzinterview mit Pi Stoffers (Lord Of The Lost) Juli 2019

Von Marko Jakob


Pix666: Aus dem kleinen Pi ist nun inzwischen der Rockstar Pi geworden. War es schon immer dein Traum, Musiker zu werden und/oder was hast du in Vergangenheit noch so beruflich gemacht? Wer kam auf die Idee mit deinem Spitznamen, und weißt du noch wann und warum du diesen bekommen hast?

π: Moin! Ich glaube zwar nicht, dass ein echter Rockstar aus mir geworden ist, aber das sieht ja jeder anders. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass es nicht schon immer mein Wunsch war, Musiker zu werden. Ich wollte, wie viele andere Kinder auch, so Vieles werden: Anwalt, Arzt, Astronaut, usw. Zuletzt hieß der Wunsch „Kriminalpsychologe“. Die Profession des Musikers erschien mir immer so unglaublich utopisch, dass es mir während meiner Jugend gereicht hat in einer unprofessionellen Band und vor allem auch für mich allein Musik zu machen. Dass das glücklicherweise dann doch anders gekommen ist, muss ich glaube ich nicht erwähnen.
Beruflich bin ich neben der Musik nach wie vor als Toningenieur tätig. Ich arbeite an diversen Tv-Produktionen, Hörbüchern und im Live-Bereich.
Mein Spitzname ist jemand anderem entsprungen, keine Ahnung wem. Es war jedenfalls in der 6. Klasse.


Pix666: Ich hoffe, du lebst auch wie ein richtiger Rockstar. Welches ist dein Lieblingsalkohol und was und wieviel trinkst du vor bzw. nach einem Auftritt?

π: Würde ich wie ein richtiger Rockstar leben, müsste ich meinen 27. Geburtstag doch sehr fürchten. Wenn ich Alkohol trinke, dann ist es meistens Rotwein (Terre Di San Quirico „Silenzio“ von Stefano Farina ist mein Favorit), Bier oder Gin&Tonic gehen auch. Vor einem Auftritt trinke ich eher selten etwas, meistens ein Glas Rotwein. Nach der Show variiert das.


Pix666: Du bist ja mit deiner Band Lord Of The Lost sehr viel auf Konzerten unterwegs und oft wochenlang von zu Hause weg. Was für Aktivitäten, außer Pornofilme im Tourbus schauen, unternimmst du oder ihr während dieser Zeit?

π: Nix, nur Pornos. Und Sport mit Chris.


Pix666: Was, außer Alkohol trinken, Pornofilme schauen und Gitarre spielen gehört zu deinen Hobbies und bleibt da aktuell überhaupt noch Zeit dafür?

π: Nix, nur Pornos. Und Sport mit Chris.
Aber ganz ernsthaft, mir fällt es schwer eine Linie zwischen Hobby und Beruf zu ziehen, da es ja irgendwie alles miteinander verschmilzt. Ein Hobby, was wirklich aus der Reihe fällt, ist der fast tägliche Sport. Yoga habe ich auch vor kurzer Zeit zum ersten Mal gemacht. Is’ geil!


Pix666: Dein Bandkollege Gared Dirge wird ja in diesem Jahr zum zweiten Mal mit Weltstar David Hasselhoff zusammen auf Tour gehen. Hast du selbst auch Träume oder Wünsche, mal abseits von Lord Of The Lost in einer anderen Band zu spielen – wenn ja, welche wäre das?

π: Gute Frage. LOTL ist mein Ein und Alles, von daher wünsche mich mir da nix. Ich hätte nix dagegen, wenn mich diverse meiner Lieblingsbands fragen würden, bei denen zu gastieren. Aber meine eigene band hat eben Priorität. Mit KMFDM allerdings würde ich liebend gerne erneut spielen. Die Shows, die wir 2017 absolviert haben, haben unglaublich viel Spaß gemacht!


Pix666: Während der letzten Tour gab es ein Battle um das beste Konzertabschlussbild für Social Media mit der Band Aesthetic Perfection. Die Fotos zeigen euch teilweise in nicht ganz jugendfreien und obszönen Posen – ist dir das persönlich peinlich? Wer kam auf diese Idee und welches ist dein Lieblingsfoto? Gab es einen Sieger des Battles und einen Spieleinsatz, wenn ja, was musste die Verliererband tun?

π: Mir ist echt nicht viel peinlich. Von daher, nein. Mein Lieblingsfoto ist tatsächlich das „Nicht ganz jugendfreie“ Foto. Die Idee hat sich glaube ich einfach so im Raum beim Brainstormen entwickelt.
Der Verlierer muss nun in ewiger Schmach leben.


Pix666: Vielen Dank für das kurze Interview und weiterhin viel Erfolg und Spaß in der Zukunft.