AESTHETIC PERFECTION, PRIEST, CHEMICAL SWEET KID, AMELIA ARSENIC Dresden Reithalle 27.04.2019

Dresden war die letzte Station der Into The Black Worldtour von Aesthetic Perfection in Deutschland. An diesem Abend waren drei Vorbands dabei, die schon lange bevor der Headliner die Bühne betrat, für sehr gute Stimmung in der Reithalle sorgten. Die Support Acts waren Amelia Arsenic aus Australien, Chemical Sweet Kid aus Frankreich und Priest aus Schweden.

Amelia Arsenic

Hinter Amelia Arsenic verbirgt sich niemand anderes als DestroyX von der australischen Band Angelspit, die in Deutschland schon bei einigen Großveranstaltungen aufgetreten sind, wie zum Beispiel beim M’era Luna Festival und beim Wave Gotik Treffen.
Heute in Dresden trat sie allerdings als Solokünstlerin auf – ganz alleine auf der großen Bühne in der Dresdener Reithalle. Aber das schien die Künstlerin, die auch als Designerin und Make-Up Entwicklerin tätig ist, nicht im Geringsten zu beeindrucken. Selbstbewusst, sympathisch und professionell absolvierte sie ihren Auftritt.
Die harte Electromusik mit ihrem verzerrten Gesang brachte gleich gute Stimmung in die Halle – und auch optisch war Amelia ein Highlight des Abends, nicht nur durch ihre etwa 20 cm Hohen Plateauschuhe mit grüner Sohle. Auch die Tattoos an ihren Armen und Beinen passten zu ihrem Erscheinungsbild.

Chemical Sweet Kid

Chemical Sweet Kid ist eine Band aus Frankreich, die im Indstrial Genre ihre Heimat gefunden haben. Bisher veröffentlichten sie vier Alben. Das aktuelle Werk heisst ‚Addicted to Addiction‘. Das Konzert begann dann auch gleich mit dem Opener ‚Never Enough‘ von diesem Album. Es folgten einige weitere Songs von ‚Addicted to Addiction‘ – außerdem war der Titel ‚Tears of Blood‘ zu hören, der bereits aus dem Jahr 2011 stammt. Mit ‚Lights Out‘ hatten sie auch einen ganz neuen Song dabei. Die Stimmung war sehr gut – die Reithalle gut gefüllt. Chemical Sweet Kid sind eine tolle Liveband, die total überzeugen konnte und das Dresdener Publikum mitgerissen hatte. Sänger Julien sagte dann: „Wir hatten Spaß mit euch aber alles Gute geht auch mal zu Ende“. So kündigte er den letzten Song ‚The Smells Like The End‘ an und die Menge in der Reithalle kam nun richtig in Schwung.

Setlist Chemical Sweet Kid
01. Never Enough
02. What The Fuck
03. Fuck The Rest
04. Tears Of Blood
05. Lights Out
06. That Smells Like The End

Priest

Die schwedische Synthpop Band Priest war in diesem Jahr bereits vor der Tour mit Aesthetic Perfection in Deutschland zu Gast. Sie spielten beim E-Tropolis Festival und beim Out Of Line Weekender. Am Anfang dieses Jahres erschien der aktuelle Tonträger der Band, die EP mit dem Titel ‚Obey‘, von der sie am heutigen Abend zwei Songs spielten.

In Dresden waren sie als dritte Band an der Reihe. Die gute Stimmung setze sich auch bei Priest weiter fort – der Synth Sound klang richtig gut und klar. Eingängige Melodien, wie zum Beispiel bei ‚History In Black‘ luden fast alle Gäste zum tanzen ein. Wenn man die Band zum ersten Mal sieht, erwartet man sicherlich härtere Klänge, wenn man das an den Outfits der Bandmitglieder ausmachen würde. Die interessanten Masken solltet ihr euch in der Gallery unbedingt anschauen.

Ebenfalls zum Programm gehörte der Titel ‚The Cross‘ von 2017, dessen Videoclip bei YouTube über 300.000 Aufrufe hat.
Das war ein toller Auftritt, der Lust auf eine Wiederholung gemacht hat – nächste Chance in Deutschland ist beim Autumn Moon Festival im Oktober.

Setlist Priest
01. The Pit
02. Populist
03. Private Eye
04. Neuromancer
05. History In Black
06. Nightmare Hotel
07. The Cross
08. Obey

Aesthetic Perfection

Der Grund warum ich nach Dresden gefahren bin, sind diese drei positiv verrückten Typen von Aesthetic Perfection. Vor kurzem habe ich sie noch beim Dark Malta Festival gesehen, und war von der tollen Performance total begeistert. Kurz vor Beginn der Tour erschien das neue Album der Band, es trägt, wie auch die Tour den Namen ‚Into The Black‘. Auf der riesigen Bühne war richtig Platz, alles optimal aufzubauen. Das Drum von Joe Letz war seitlich aufgebaut und die beiden Keyboards von Elliot Berlin waren im neunzig Grad Winkel zueinander aufgestellt.

Aesthetic Perfection begannen mit dem ersten Song des aktuellen Albums, ‚Gods & Gold‘.

Auf und vor der Bühne war jetzt mega Stimmung, die Dresdener hatten sich also noch einen Gang mehr für die letzte Band aufgehoben. Das Set bestand natürlich nicht ausschließlich aus neuen Songs, auch Klassiker wie ‚Antibody‘ und ‚Never Enough‘ waren im Programm.

Daniel Graves spielte gekonnt mit Gestik und Mimik mit dem Publikum und seine beiden Mitstreiter waren an Spielfreunde kaum zu überbieten. Elliot wagte sogar den Sprung vom Keyboardständer. Joe goss sich Wasser auf das Drum, welches dann beim draufschlagen meterweit durch die Gegend spritze. Später stellte sich Elliot sogar noch mit gespreizten Beinen auf beide Keyboardständer – das sah schon ziemlich akrobatisch aus.

Das war für alle beteiligten nun inzwischen eine schweißtreibende Veranstaltung. Wunderbar emotional klang dann ‚Love Like Lies‘ im Zugabenblock und bei ‚Spit It Out‘ drehte nochmal die ganze Halle total durch. Elliot hatte sich inzwischen sein Keyboard aus der Halterung genommen und spielte auf dem Boden knieend weiter.

Im Herbst spielen Aesthetic Perfection eine ausgedehnte Nordamerika Tour, zusammen mit der britischen Band Empathy Test. Der nächste Auftritt in Deutschland folgt vermutlich erst im November beim Pluswelt Festival in Berlin.

Ein kleines Highlight gab es dann noch – das Band Abschlussfoto zusammen mit den Fans für Social Media. Dabei hielten die drei Jungs ihre nackten Hinterteile in die Kamera. Grund für diese Aktion ist ein Battle um das beste Abschlussfoto mit der Band Lord Of The Lost.

Setlist Aesthetic Perfection
01. Gods & Gold
02. Inhuman
03. The Siren
04. Antibody
05. Wickedness
06. Rhythm + Control
07. Never Enough
08. Echoes
09. Big Bad Wolf
10. No Byes Allowed
11. The New Black
12. The Dark Half
13. The Great Depression
14. All Beauty Destroyed
15. Love Like Lies
16. Spit It Out

Gallery Amelia Arsenic

Gallery Chemical Sweet Kid

Gallery Priest

Gallery Aesthetic Perfection