QUICKIE DER WOCHE: Das Kurzinterview mit Isabel Martín Alonso (Tag My Heart)

von Marko Jakob | 23.01.2022 |


Pix666: Hallo Isabel. Danke für deine Zeit. Geht es dir gut und bist du gesund? Wie geht es den anderen Jungs von Tag My Heart?

Isabel: Moin! Sehr gerne und ich habe zu danken. Den Jungs und mir geht es gut und wir sind alle gesund.


Pix666: Bitte stell deine Band mal kurz vor, welche Art von Musik macht ihr?

Isabel: Kurz und knackig: Metal mit Nu-Metal Vibes


Pix666: Was war für dich der ausschlaggebende Punkt, warum du Musikerin geworden bist und warst du vor Tag My Heart schon in anderen Bands?

Isabel: Musik hat in meinem Leben schon immer eine sehr große Rolle gespielt, selber Musik zu machen kam aber erst als ich nach Hamburg gezogen bin. Ich möchte Menschen mit der Musik glücklich machen und das sie für einen Moment ihre Sorgen/Probleme vergessen.

Vor TAG MY HEART habe ich bei Chopstick Killer (Hardcore/Punk) und Yellow Lazarus (EBM/Electro) gesungen.


Pix666: Euer Sound klingt für eine Newcomer Band sehr professionell. Die Jungs in deiner Band sind doch bestimmt keine ‚Frischlinge‘ mehr?

Isabel: Das ist richtig. Neno und Christian kennen die ein oder anderen von der Band Erdling und Art hat bei Resist the Ocean gespielt.


Pix666: Ihr habt eure Band während der Zeit der Corona Pandemie gegründet. Gab es da viele Schwierigkeiten und Hindernisse, was die Arbeit an den Songs betrifft?

Isabel: Nicht wirklich. Natürlich mussten wir uns an die vorgegeben Maßnahmen halten. Aber im Enddefekt lassen wir uns die Kreativität nicht von einer Pandemie nehmen. Das hat uns eher gepusht.


Pix666: Im Dezember habt ihr eure Debutsingle ‚Opium‘ veröffentlicht – ein echtes Brett. Wie zufrieden seid ihr selbst mit dem Song und wie waren die Reaktionen der Fans?

Isabel: Für uns stand schon im Studio fest das wir ‘Opium’ als ersten Song veröffentlichen werden. Und die Reaktion auf den Song ist bis jetzt überwältigend. Damit haben wir absolut nicht gerechnet und das freut uns natürlich sehr.



Pix666: Nach einer Single Veröffentlichung folgt ja meistens mehr – wie weit ist die Arbeit an weiteren Songs fortgeschritten und wird es bald eine EP oder ein Album von euch geben?

Isabel: Die Leute können sich schonmal auf den März freuen – da erscheint unser 2. Video zum Song ‘Kalopsia’ und auch unsere 1. EP. Wir sind jetzt auch wieder im Studio und arbeiten fleißig an unserem Album.


Pix666: Ihr seid ja mit euren ersten Songs bereits in der Ukraine live aufgetreten. Wie wurdet ihr vom Publikum empfangen und gefeiert und macht das Erlebte Lust auf mehr?

Isabel: Das war auf jeden Fall ein sehr krasses Erlebnis – positiv. Das Publikum in der Ukraine hat uns mit offenen Armen empfangen und hat richtig Gas gegeben. Das mussten wir zu Hause auch erstmal realisieren. Und wir haben natürlich Lust auf mehr bekommen und freuen uns schon mega auf die kommenden Liveshows 😉


Pix666: Im Frühjahr steht dann die erste größere Tour für euch auf dem Programm. Wie groß ist bei euch die Angst, dass die Konzerte in Frankreich und Spanien den Corona-Bestimmungen zum Opfer fallen werden?

Isabel: Das sind gemischte Gefühle. Wir hoffen natürlich das alles wie geplant stattfindet. Wir lassen uns überraschen was passiert.


Pix666: Wie entstehen denn eure Songs – gibt es da innerhalb der Band eine bestimmte Aufgabenverteilung?

Isabel: Die Jungs arbeiten schon vorher mit dem Produzenten zusammen und feilen an der Musik. Wenn die ersten Demos fertig sind, fange ich an die Texte zu schreiben. Das hat bis jetzt sehr gut geklappt.


Pix666: Mit welcher Thematik beschäftigen sich eure Songs bzw. Lyrics – gibt es da einen ‚roten Faden‘?

Isabel: Die Songs/Lyrics sind zum einen autobiografisch und für mich immer sehr persönlich. Und zum anderen geht es meistens um Liebe und Beziehungen, weil sie für jeden Menschen wichtig sind und zu den Grundsäulen der Existenz gehören. Sie kann deine Welt komplett zerstören, dir aber auch eine komplett Neue aufbauen.

Das sind zum einen schmerzhafte Erfahrungen, wie den zu frühen Tod meiner Mutter oder schöne Erfahrungen, wie frisch Verliebt zu sein. Diese Songs möchte ich ganz besonders mit den Menschen teilen, die sich alleine fühlen und  Scheiße durchmachen bzw. erlebt haben. Ich hoffe das die Musik dem ein oder anderen in schweren Zeiten Kraft und Halt gibt.

Ansonsten gibt es keine Tabuthemen für mich beim Schreiben. Von Selbstliebe, Affairen bis zur Social-Media-Fake-Welt ist thematisch alles vertreten.



Pix666: Das Internet ist heutzutage so gut wie unverzichtbar – auch für Bands und Musiker. …aber gerade die Sozialen Medien und auch das Musikstreaming sind sowohl ein Segen als auch Fluch für Bands. Was sind aus deiner Sicht die Vor- und Nachteile dieser Entwicklung für eine Band. Wie sehr nutzt ihr die sozialen Medien und wo seid ihr überall vertreten?

Isabel: Natürlich kommt man heute als Band, gerade wenn man neu startet, nicht drumrum auf Social Media vertreten zu sein.

Heutzutage gibt es so viele Künstler, weil es so einfach ist Musik von zu Hause aus zu machen. Da ist es dann natürlich schwer als neue Band herauszustechen und man muss sich natürlich erstmal beweisen. Deswegen ist es auch wichtig immer für neuen Content zu sorgen um nicht in der Masse unterzugehen. Da setzt man sich schon selbst unter Druck.

Aber man hat einfach auch die Möglichkeiten durch Instagram/Facebook/Youtube mehr Leute zu erreichen als früher und schneller mit ihnen zu connecten. Manchmal wünsche ich mir trotzdem die guten alten MySpace-Zeiten zurück (lacht)


Pix666: Das Video eurer Debutsingle hat ja bereits 25.000 Views auf YouTube. Schaut man sich – gerade als Newcomer – gern solche Statistiken an? Ich wäre da total neugierig, aus welchen Ländern die Hörer sind 😊

Isabel: Am Anfang ist man schon neugierig. Aber wir hängen uns an Statistiken & Zahlen nicht auf und sind einfach nur froh darüber das die Leue da draußen unsere Musik hören 🙂



Pix666: Bist du selbst in der Vergangenheit auch als Besucher auf Festivals gewesen? Welche sind deine Lieblingsfestivals und auf welchen Festivals würdest du selbst gern mal live auftreten?

Isabel: Ich muss zugeben, dass ich überhaupt kein Festivalbesucher bin (lacht). Ich glaube ich war bis jetzt auch nur auf dem Greenfield Festival und ein paar Mal auf dem Elbriot (wenn man das noch als Festival zählen darf haha)

Selber auftreten… Knotfest wäre schon ziemlich geil. Aber RaR, Highfield/Southside, Summerbreeze sind auch herzlich willkommen 😉


Pix666: Was machst du sonst so, wenn du dich nicht mit Musik beschäftigst?

Isabel: Ich backe sehr gerne, schaue mir Dokumentationsfilme an oder spaziere gerne bei mir in Hamburg am Elbstrand rum. Aber Musik ist schon ein sehr großer Bestandteil in meinem Leben geworden.


Pix666: Gibt es noch was, was du den Fans mit auf den Weg geben möchtest?

Isabel: Vielen lieben Dank für den tollen Support und die lieben Nachrichten & ich freue mich Euch bald auf einem Konzert schwitzen/abmoshen zu sehen. Bleibt gesund & GANZ VIEL LIEBE GEHT RAUS! <3


Pix666: Vielen Dank für die interessanten Antworten und viel Erfolg weiterhin – Bleib gesund!

Isabel: Ich habe zu Danken und bleib du auch gesund!


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Fotos © NToy Photography & Daily Metal